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Umstellung zur Frustvermeidung

SPD-Mitglied Anne Hübner verteidigte hingegen den Antrag. Sie bemängelte den Einsatz veralteter Windows-Clients, sprach aber gleichzeitig von "gut funktionierenden Limux-Clients" und fragte, warum es weiterhin zwei unterschiedliche Systeme geben müsse. Hier gebe auch das Accenture-Gutachten eben keine eindeutige Antwort. Eine politische Auseinandersetzung sei zudem nicht zielführend. In der langen Zeit bis 2020 soll weiterhin untersucht werden, ob die aktuelle Beschlussvorlage in jedem Einzelfall sinnvoll und ob die Kosten einer Umstellung gerechtfertigt sind.

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Kristina Frank von der CSU bemängelt, dass die aktuelle städtische IT nicht mehr zeitgemäß sei und legte ihre Argumente wohl ganz im Sinne des Koalitionspartners der SPD dar. In Bezug auf Limux bemängelt Frank, dass sich München alleine auf weiter Flur befinde. Vor allem kritisierte sie, dass es immer wieder Kompatibilitätsprobleme beim Dokumentenaustausch und bei der Verwendung von zusätzlicher Software gebe. Limux sei auch wenig intuitiv. Eine IT-Infrastruktur müsse einfach funktionieren, um dem Frust der Mitarbeiter entgegenzuwirken. Weil der Umstieg schnell gehen müsse, habe man sich für Windows entschieden.

Es muss Windows sein

Im ursprünglichen Antrag zur Neuorganisation der kommunalen Informations- und Kommunikationstechnik hatte es noch geheißen, bis Ende 2020 solle ein stadtweiter einheitlicher Standard für "intern und extern kompatible, moderne Bürosoftwareanwendungen" erarbeitet werden. Dazu solle ein eigenes IT-Referat gegründet werden, dessen Referenten für die gesamte städtische IT zuständig sein sollen. "Strategisches Ziel muss es zudem sein, dass die städtischen Anwendungen unabhängig vom Betriebssystem des Endgerätes funktionieren. Dies ist auch deshalb wichtig, weil zunehmend mobile Endgeräte zum Einsatz kommen, die weder unter Linux noch unter Microsoft laufen", heißt es dort weiter.

Vor knapp einer Woche wurde zusätzlich ein Änderungsantrag gestellt, der explizit die Rückkehr zu Windows als Client-Betriebssystem auf städtischen Arbeitsrechnern vorsieht. In einem neuen Unterpunkt heißt es dort: "Die Verwaltung wird beauftragt, unverzüglich ein Konzept zu erstellen, wie auf Basis des neu zu entwickelnden Windows-Basis-Clients bis spätestens zum 31.12.2020 eine stadtweit einheitliche Client-Architektur geschaffen werden kann." In einer Übergangszeit sollen einzelne Teile der Münchner Verwaltung je nach Bedarf sowohl Windows als auch Limux im Mischbetrieb nutzen. Dies ist heute beschlossen worden.

Mangelnder politischer Rückhalt für Limux

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Bereits zu Beginn der aktuellen Legislaturperiode im Jahr 2014 wurde Kritik der politischen Verantwortlichen der rot-schwarzen Mehrheit im Stadtrat an dem Limux-Projekt laut. Weil sich viele Mitarbeiter über das System beschwert hätten, wollte der zweite Bürgermeister Josef Schmid (CSU) eine Rückkehr von Limux zu Windows prüfen lassen. Dieses von Schmid gesteckte Ziel ist nun mehr als zwei Jahre später politisch abgesegnet worden. Die Ausgangslage war damals wie heute aber nicht zwingend auf den Limux-Client zurückzuführen, sondern auf andere Probleme der IT-Organisation.

Anders als sein Vorgänger Christian Ude, der 2003 das Limux-Projekt initiierte, hielt sich auch der aktuelle Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) mit seiner politischen Unterstützung des Limux-Projekts eher zurück. Anlass seiner Kritik war unter anderem der tagelange Ausfall der E-Mail-Infrastruktur. Damals bemängelten Münchner IT-Mitarbeiter den offenbar fehlenden politischen Rückhalt, der ihre Arbeit massiv erschwert.

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 Limux: München prüft Rückkehr zu Windows
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mambokurt 03. Mär 2017

Was möchtest du jetzt hören? Klar kann man Windows XP (das war es damals noch) auch für...

gadthrawn 16. Feb 2017

Und hinter dem Schalter ist der Arbeitsplatz des Bearbeiters. Und ich kenne es so, dass...

Narancs 16. Feb 2017

Bingo!

skinnie 16. Feb 2017

Seltsam in anderen Ländern steigen immer mehr Städte auf Linux und OSS um. Die...

Oktavian 15. Feb 2017

Das liegt am Subsidiaritätsprinzip. Was Kommunen regeln können, sollen Kommunen regeln...


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