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Das Limux-Projekt begleiten viele Verschwörungstheorien und wenig Öffentlichkeitsarbeit.
Das Limux-Projekt begleiten viele Verschwörungstheorien und wenig Öffentlichkeitsarbeit. (Bild: Wikipedia:David Kostner - CC-BY-SA 2.0 de)

Sturmreif schießen à la Franz-Josef Strauß

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"Von einem Hinterherhinken freier Software, so wie die Bürgermeister das gelegentlich sagen, kann keine Rede sein. Aber das ist ja genau die Argumentationsstrategie. Man will ein Leuchtturmprojekt angreifen, sturmreif schießen, damit man sich später leichter bei Fehlern aus der Affäre ziehen kann", vermuten Open-Source-Lobbyisten. "Und das geht nach dem Motto von Franz-Josef Strauß: Man kann alles sagen, weil man es wieder zurücknehmen kann, aber ein bisserl was bleibt schon hängen."

Die wahren Probleme begännen stets weit vor jeder technischen Beurteilung oder der Frage nach der Zufriedenheit von Anwendern, sagen der Münchner Verwaltung nahestehende Experten. Das Blameware-Konzept greife, wenn Administratoren und Management lieber proprietäre Software nutzen wollten, weil sie dann bequem die Verantwortung nach außen schieben könnten.

Dann ersetzt das Schulterzucken die eigene Zuständigkeit: Wenn beispielsweise Microsoft nicht mitspiele, was solle man dann denn machen, gegen Konzerne dieser Größenordnung? Trotzdem grassiere das Vorurteil, das sei die sicherere Wahl fürs Unternehmen.

Vor Gericht Haftung durchsetzen? Bei Software?

Ein Experte sagt resigniert: "Das ist so surreal. Wer hat denn überhaupt schon mal einen Schadensfall gegen Microsoft, Siemens oder auch IBM vor Gericht durchgezogen und gewonnen? Ich kenne kaum jemand. Von sicherer Wahl kann da keine Rede sein." Solche Fakten spielten aber keine Rolle, wenn es nur darum ginge, das nicht-technikaffine Management zufriedenzustellen - gegen Sachverstand und Vernunft, zum Schaden der Behörde oder des Unternehmens.

Analog zu den technischen, strategischen oder monetären Argumenten werde "dann auch das, was jede städtische oder öffentliche IT-Abteilung als Hauptziel hat, irrelevant: Den Mitarbeitern Werkzeuge an die Hand zu geben, mit denen sie arbeiten können und zufrieden sind - egal auf was für einem System. Dann verfolgt man halt andere Prioritäten."

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe 01/15 des Linux Magazins, das seit September 2014 wie Golem.de zum Verlag Computec Media gehört. In dem Heft wird auch untersucht, wie die Raspberry-Pi-Alternative Hummingbird für die Praxis taugt oder wie mit einem einfachen Python-Skript ein komplettes Backup eines Android-Smartphones gemacht werden kann.

 Intrigen, interne Politik und Lobbyismus

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finzl 08. Apr 2015

Würd mich mal interessieren was für eine tolle Software das denn ist, denn gerade da ist...

Tiles 11. Dez 2014

Nein, ist es nicht. Hast du wirklich schon mal versucht alles, und ich meine alles...

MikeSarhage 10. Dez 2014

Dachte ich zuerst auch... http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:M%C3%BCnchen_Panorama.JPG

menno 08. Dez 2014

Was soll Dein blödes dpkg Beispiel? Das Du es kannst? Geil, bin stolz auf Dich...

PaulaPuffmutter 08. Dez 2014

Ich habe gehofft, das sei nur Ironie, verpackt in geschickten Troll Sätzen. Damit hätte...



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