Abo
  • Services:
Anzeige
Linux wird wohl bald nicht mehr auf städtischen Rechnern in München laufen.
Linux wird wohl bald nicht mehr auf städtischen Rechnern in München laufen. (Bild: Jörg Thoma/Golem.de)

Marode IT

Einer der letzten Sargnägel für das Limux-Projekt war wohl der massive Ausfall der städtischen Server im Dezember 2014, über den sich OB Dieter Reiter publikumswirksam beschwerte. Der Ausfall offenbarte aber tatsächlich nicht Probleme mit Limux, sondern katastrophale Zustände in der IT-Verwaltung. Die Vorsitzende des Gesamtpersonalrats der Verwaltung, Ursula Hofmann, beklagte öffentlich, dass 20 Prozent der Stellen in der zuständigen Abteilung IT@M nicht besetzt gewesen seien. Immerhin sieht der jüngste Beschluss des Stadtrats eine Auslagerung von IT@M in eine externe GmbH vor, um Mitarbeiter mit deutlich höheren Gehältern anzulocken.

Anzeige

Und dann sprachen noch die beiden Münchner CSU-Stadträte Sabine Pfeiler und Otto Seidl vor, die sich Mitte 2015 über ihre Notebooks mit Limux beschwerten. Ihnen fehlte die Möglichkeit, Anwendungen wie Skype oder andere Programme zur Textverarbeitung selbst zu installieren. Sie wünschten sich Windows. Die von der Stadt gestellten Notebooks verwendeten sie gar nicht und nutzten stattdessen ihre privaten Rechner.

Und noch eine Studie

Indes beauftragte die Stadt München 2016 die Unternehmensberatung Accenture mit einer weiteren Studie zur Münchner IT-Landschaft. In dieser heißt es, nur etwas mehr als die Hälfte der Mitarbeiter sei mit dem "Stand der Technik auf dem eigenen Schreibtisch" zufrieden, denn: "Ein Großteil des Inventars weist nur noch einen Restwert von null Euro auf". Zudem sei die Software veraltet. Das Ubuntu 12.04 noch bis April 2017 offiziell mit Patches versorgt wird, unterschlug die Studie. Zudem wurde schon mit einem Upgrade auf Ubuntu 14.04 LTS begonnen. Libreoffice 4.1 ist allerdings tatsächlich veraltet, der Support dafür endete bereits Ende Mai 2014. Da die Dokumentvorlagen mittlerweile komplett vom Libreoffice-Code losgelöst sind und die vom Limux-Projekt eingepflegten Patches Upstream gelandet sind, ist auch hier ein Upgrade ohne großen Aufwand möglich.

Veraltete Hardware und Software führten immer wieder zu Computerausfällen, sehr zum Leidwesen der Mitarbeiter und nicht zuletzt der Einwohner Münchens. Damit dürfte die Stadt aber nicht allein sein, ähnliche Berichte gibt es aus vielen Gemeinden deutschlandweit, die lieber an der IT sparen. Immerhin gibt es in der Studie keine Fundamentalkritik an Limux und sie empfiehlt auch nicht den Umstieg auf Windows, obwohl Accenture eine Nähe zu Microsoft und dessen Produkten nachgesagt wird.

Dennoch wird im Stadtrat mit rot-schwarzer Mehrheit jetzt eine komplette Abkehr von Limux ganz konkret erwogen.

 Hurra, geschafft!Abgesang (Fazit) 

eye home zur Startseite
EynLinuxMarc 04. Mär 2017

Tja Linux eben unbrauchbar für den normal Einsatz. Vielleicht ist das Grundsystem Gratis...

otto06217 27. Feb 2017

Danke für Deinen Beitrag. Nun weiß ich besser Bescheid. VG

pythoneer 23. Feb 2017

Hätte wenn und aber. Zum Glück müssen wir nun nicht mehr Rätselraten sondern können...

Bosancero 22. Feb 2017

Wenn du es wissen willst, dann frag doch Google einfach mal. nVidia hat die Entwicklung...

xploded 22. Feb 2017

Richtig, dahinter steht ja auch die Linux Foundation.



Anzeige

Stellenmarkt
  1. W&W Asset Management GmbH, Ludwigsburg
  2. über Nash Direct GmbH, Stuttgart
  3. Universitätsklinikum Bonn, Bonn
  4. NÜRNBERGER Lebensversicherung AG, Nürnberg


Anzeige
Top-Angebote
  1. 20,42€ (ohne Prime/unter 29€ Einkauf + 3€ Versand) - Vergleichspreis ab 40€
  2. (u. a. Acer Liquid Z6 Plus für 149€)
  3. 239,35€

Folgen Sie uns
       


  1. Mirai-Nachfolger

    Experten warnen vor "Cyber-Hurrican" durch neues Botnetz

  2. Europol

    EU will "Entschlüsselungsplattform" ausbauen

  3. Krack-Angriff

    AVM liefert erste Updates für Repeater und Powerline

  4. Spieleklassiker

    Mafia digital bei GoG erhältlich

  5. Air-Berlin-Insolvenz

    Bundesbeamte müssen videotelefonieren statt zu fliegen

  6. Fraport

    Autonomer Bus im dichten Verkehr auf dem Flughafen

  7. Mixed Reality

    Microsoft verdoppelt Sichtfeld der Hololens

  8. Nvidia

    Shield TV ohne Controller kostet 200 Euro

  9. Die Woche im Video

    Wegen Krack wie auf Crack!

  10. Windows 10

    Fall Creators Update macht Ryzen schneller



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Essential Phone im Test: Das essenzielle Android-Smartphone hat ein Problem
Essential Phone im Test
Das essenzielle Android-Smartphone hat ein Problem
  1. Teardown Das Essential Phone ist praktisch nicht zu reparieren
  2. Smartphone Essential Phone kommt mit zwei Monaten Verspätung
  3. Andy Rubin Essential gewinnt 300 Millionen US-Dollar Investorengelder

Pixel 2 und Pixel 2 XL im Test: Google fehlt der Mut
Pixel 2 und Pixel 2 XL im Test
Google fehlt der Mut
  1. Pixel Visual Core Googles eigener ISP macht HDR+ schneller
  2. Smartphones Googles Pixel 2 ist in Deutschland besonders teuer
  3. Pixel 2 und Pixel 2 XL im Hands on Googles neue Smartphone-Oberklasse überzeugt

Krack-Angriff: Kein Grund zur Panik
Krack-Angriff
Kein Grund zur Panik
  1. Neue WLAN-Treiber Intel muss WLAN und AMT-Management gegen Krack patchen
  2. Ubiquiti Amplifi und Unifi Erster Consumer-WLAN-Router wird gegen Krack gepatcht
  3. Krack WPA2 ist kaputt, aber nicht gebrochen

  1. Re: Das Spiel ist beendet.

    kotap | 02:17

  2. Re: Ich wäre ja mal froh wenn Golem sein...

    Desertdelphin | 00:55

  3. Re: Besser als GTA

    Erny | 00:40

  4. Re: halb so schlimm

    Apfelbrot | 00:40

  5. Re: Nicht die 1 TFLOPS sind erstaunlich sondern...

    Vielfalt | 00:31


  1. 14:50

  2. 13:27

  3. 11:25

  4. 17:14

  5. 16:25

  6. 15:34

  7. 13:05

  8. 11:59


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel