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Linux wird wohl bald nicht mehr auf städtischen Rechnern in München laufen.
Linux wird wohl bald nicht mehr auf städtischen Rechnern in München laufen. (Bild: Jörg Thoma/Golem.de)

Hurra, geschafft!

Und dann war es doch soweit: Nach zehn Jahren teilte der Münchner Stadtrat Mitte Dezember 2013 in einer fast unscheinbaren Notiz den erfolgreichen Abschluss des Limux-Projekts mit. Bilanz: Fast 15.000 Rechner gingen mit Limux-Arbeitsplätzen in den Regelbetrieb. Auf den Rechnern läuft bis heute der Limux-Client in Version 5, der auf Ubuntu 12.04 LTS basiert. Der Desktop ist KDE SC 4.12 und die Standardbürosoftware ist Libreoffice 4.1. Firefox und Thunderbird sind in den jeweiligen aktuellen ESR-Versionen installiert.

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Kuriose Randnotiz: Der Limux-Client wurde nie veröffentlicht, weil er speziell an die städtische Infrastruktur angepasst wird. Zum bevorstehenden Ende des Supports von Windows XP veröffentlichte die Stadt München im September 2013 unter dem Namen "Linux für München" aber eine Version von Ubuntu 12.04 LTS mit angepassten Logos und Desktop-Hintergrund. Die 2.000 CDs wurden in den städtischen Bibliotheken ausgelegt.

Limux, das Politikum

Auch nach dem erfolgreichen Abschluss blieb Limux in den Schlagzeilen und wurde eines der zentralen Themen im Wahlkampf für den Münchner Stadtrat 2014. Der prominenteste Limux-Befürworter Christian Ude hatte bereits im Vorfeld seinen Rückzug aus der Politik bekanntgegeben. Sein Nachfolger Dieter Reiter outete sich als Windows-Fan und hielt sich mit Lob für das Projekt seines Vorgängers zurück.

Die Grüne OB-Kandidatin Sabine Nallinger, deren Partei einst das Projekt mitgetragen hatte, kritisierte im Wahlkampf das Limux-Projekt deutlich. Die Stadt sei mit der Umstellung überfordert und viele Mitarbeiter seien verzweifelt, alles triftige Gründe, das Projekt nochmals zu überdenken. Sie forderte eine Lösung, die einfach funktioniert. Auch dieser Satz fiel mehrfach in der aktuellen Debatte.

Querschüsse aus der Politik

Die Kommunalwahlen im März 2014 bescherten dem Münchner Stadtrat eine neue Mehrheit aus SPD und CSU. Und im August 2014 verkündete der zweite Bürgermeister Josef Schmid von der CSU, er wolle eine Rückkehr zu Windows prüfen lassen. Anlass seien Beschwerden der Mitarbeiter aus fast allen Referaten. Schmid leitete damit wohl das Ende des Limux-Projekts ein.

Besonders über einen Mangel einer einheitlichen Anwendung für E-Mail, Kontakte und Termine beschwerten sich Reiter und Schmid. Reiter hatte wochenlang auf sein Diensthandy warten müssen, weil die Anbindung zum Mailserver nicht gleich klappte. Der Druck auf die städtischen IT-Mitarbeiter wuchs, einige beklagten, die neue Münchner Regierung arbeite an einer gezielten Demontage des Projekts. Die Opposition ihrerseits bescheinigte Schmid und Reiter mangelnde Fachkenntnis und warf ihnen sogar vor, mit Microsoft paktiert zu haben. So wurde Limux wieder zu einem politischen Streitpunkt, ohne dass die eigentlichen Probleme, etwa der Mangel an IT-Fachkräften, erörtert oder gar gelöst worden wären - bis heute.

 Kosten, Kosten, KostenMarode IT 

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EynLinuxMarc 04. Mär 2017

Tja Linux eben unbrauchbar für den normal Einsatz. Vielleicht ist das Grundsystem Gratis...

otto06217 27. Feb 2017

Danke für Deinen Beitrag. Nun weiß ich besser Bescheid. VG

pythoneer 23. Feb 2017

Hätte wenn und aber. Zum Glück müssen wir nun nicht mehr Rätselraten sondern können...

Bosancero 22. Feb 2017

Wenn du es wissen willst, dann frag doch Google einfach mal. nVidia hat die Entwicklung...

xploded 22. Feb 2017

Richtig, dahinter steht ja auch die Linux Foundation.



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