Kosten, Kosten, Kosten

Und auf einmal standen wieder die Kosten der Umstellung zur Diskussion. Die CSU hatte bereits Anfang 2012 im Stadtrat eine Anfrage dazu gestellt. In der Antwort rechnete die Stadtverwaltung vor, dass bereits 4 Millionen Euro an Lizenzkosten eingespart worden seien. Ein Wechsel zurück zu Windows zum damaligen Zeitpunkt hätte etwa 15,5 Millionen Euro gekostet, inklusive etwa 10.000 neuer und kräftigerer Rechner. Damals war Windows 7 die aktuelle Version von Microsofts Betriebssystem, Windows 8 sollte wenige Monate später erscheinen.

Stellenmarkt
  1. IT-Systemadministrator (m/w/d) First-Level-Support
    MVZ Labor Münster Hafenweg GmbH, Münster
  2. IT Project Architect / Scrum Master (gn)
    Getriebebau NORD GmbH & Co. KG, Bargteheide bei Hamburg
Detailsuche

Die Opposition im Stadtrat gab sich mit diesen Angaben aber nicht zufrieden. Wenige Monate später veröffentlichte der IT-Ausschuss des Stadtrats München auf Anfrage der Freien Wähler eine detaillierte Berechnungsgrundlage. Dort hieß es, die Stadt München spare durch den Einsatz freier Software über 10 Millionen Euro gegenüber einem vergleichbaren Szenario mit Microsoft-Produkten ein. Damals waren noch etwa die Hälfte der städtischen Rechner mit Windows ausgestattet. Die dafür anfallenden Lizenzkosten und die Kosten für die dafür benötigte Hardware beliefen sich auf 7 Millionen Euro. Schulungskosten seien für beide Systeme gleich, rechnete die Stadt München vor.

Studien über Äpfel und Birnen

Nun mischten sich auch HP und vor allem Microsoft in die Diskussion über die Kostenfrage ein. HP rechnete in einer eigenen Studie vor, dass die Stadt München insgesamt über 60 Millionen Euro ausgegeben habe. Wäre sie bei Windows geblieben, wären es nur 17 Millionen Euro gewesen. HP wollte die Studie zunächst nicht veröffentlichen. Es stellte sich später heraus, dass Microsoft Auftraggeber der HP-Studie war, die erst unter öffentlichem Druck freigegeben wurde.

Darin waren unter anderem vermeintliche Support-Kosten für Ubuntu enthalten, die München aber gar nicht zahlte. Egal welche Seite nun richtig gerechnet hatte, für die damalige Opposition war es ein willkommener Anlass, ihre Kritik an dem Limux-Projekt wieder häufiger und lauter zu äußern. Die vermeintlich hohen Kosten waren auch Gegenstand der jüngsten Debatte zum Limux-Projekt, bei der beschlossen wurde, eine Rückkehr zu Windows zu prüfen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Limux lebt!Hurra, geschafft! 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7. 6
  8. 7
  9. 8
  10.  


EynLinuxMarc 04. Mär 2017

Tja Linux eben unbrauchbar für den normal Einsatz. Vielleicht ist das Grundsystem Gratis...

otto06217 27. Feb 2017

Danke für Deinen Beitrag. Nun weiß ich besser Bescheid. VG

pythoneer 23. Feb 2017

Hätte wenn und aber. Zum Glück müssen wir nun nicht mehr Rätselraten sondern können...

Bosancero 22. Feb 2017

Wenn du es wissen willst, dann frag doch Google einfach mal. nVidia hat die Entwicklung...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Strange New Worlds Folge 1 bis 3
Star Trek - The Latest Generation

Strange New Worlds kehrt zu episodenhaften Geschichten zurück und will damit Star-Trek-Fans alter Schule abholen. Das gelingt mit Bravour. Achtung, Spoiler!
Eine Rezension von Oliver Nickel

Strange New Worlds Folge 1 bis 3: Star Trek - The Latest Generation
Artikel
  1. LTE-Patent: Ford droht Verkaufs- und Produktionsverbot in Deutschland
    LTE-Patent
    Ford droht Verkaufs- und Produktionsverbot in Deutschland

    Ford fehlen Mobilfunk-Patentlizenzen, weshalb das Landgericht München eine drastische Entscheidung gefällt hat. Autos droht sogar die Vernichtung.

  2. Flowcamper: Elektro-Wohnmobil Frieda Volt auf VW-Basis vorgestellt
    Flowcamper
    Elektro-Wohnmobil Frieda Volt auf VW-Basis vorgestellt

    Das elektrische Wohnmobil Frieda Volt basiert auf einem umgebauten Volkswagen T5 oder T6 und ist mit einem 72-kWh-Akku ausgerüstet.

  3. Katastrophenschutz: Cell Broadcast funktioniert nur auf jedem fünften Handy
    Katastrophenschutz
    Cell Broadcast funktioniert nur auf jedem fünften Handy

    Der bundesweite Test zur Versendung von Warn-SMS soll verschoben werden. Zu wenig Geräte können die Technik bislang einsetzen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Borderlands 3 gratis • CW: Top-Rabatte auf PC-Komponenten • Inno3D RTX 3070 614€ • Crucial P5 Plus 2 TB 229,99€ • Preis-Tipp: Kingston NV1 2 TB 129,90€ • AVM FRITZ!Repeater 1200 AX 69€ • MindStar (u. a. Palit RTX 3050 339€) • MMOGA (u. a. Total War Warhammer 3 29,49€) [Werbung]
    •  /