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Limux lebt!

Erst Anfang Mai 2010 meldete Projektleiter Florian Schießl die komplette Umstellung auf das offene Dokumentformat ODF und die dafür notwendige Portierung der verbleibenden Vorlagen und Makros. Zusätzlich mussten zahlreiche Applikationen auf das freie Dokumentenformat umgestellt werden, allen voran die von der Firma SAP, deren Programme nach wie vor in der Stadtverwaltung verwendet werden. Diese nicht zu unterschätzende Aufgabe steht wohl zumindest teilweise wieder bevor, wenn die Stadt München sich entschließen sollte, zu Windows zurückzukehren. Es war zwischenzeitlich so ruhig um das Limux-Projekt geworden, dass Schießl in seiner Ankündigung versicherte, das Projekt sei noch nicht tot.

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Auf dem Linuxtag 2011 feierte das Limux-Projekt dann öffentlich seinen eigenen Erfolg. Mehr als die Hälfte der Rechner in der Münchner Stadtverwaltung seien bereits auf Linux umgestellt worden, vermeldete Projektleiter Andreas Heinrich. Vorbildlich sei OB Christian Ude, der bereits in der Testphase mit gutem Beispiel vorangegangen sei.

Ubuntu statt Debian

Mit dem ersten Linux-Client auf Basis Debian habe es Probleme gegeben, sagte Heinrich. Die ersten Versionen des Limux-Clients seien äußerst fehleranfällig gewesen. Inzwischen lief Limux 4.0 auf Basis von Ubuntu 10.04 LTS mit dem KDE-Desktop 3.5. Als Büroanwendung kam weiterhin Openoffice.org zum Einsatz.

Auffällig an Heinrichs Vortrag: Nicht die technische Umstellung stand im Vordergrund, sondern die damit konfrontierten Mitarbeiter. Freimütig gab der Limux-Projektleiter zu, bei den ersten Umstellungen habe sich gezeigt, dass an den Wünschen der Nutzer vorbei entwickelt worden sei. Es gab auch keine funktionsfähige Infrastruktur, mit der ihre Bedürfnisse umgesetzt werden konnten. Mit dem Einstieg IBMs wurden dann externe Mitarbeiter abgestellt, die ausschließlich mit der Kommunikation mit den städtischen Angestellten und Beamten beauftragt wurden. Zudem wurden die städtischen Mitarbeiter noch vor der Umstellung geschult und erhielten nach dem Wechsel eine Betreuung am Arbeitsplatz.

Die Krux mit dem Dokumentenaustausch

In München könnten einige Mitarbeiter auch in Zukunft nicht ohne Windows auskommen, sagte Heinrich. Denn vor allem im Austausch mit Bundesbehörden oder der EU sei Windows-Software nötig. Das galt damals etwa für die Kommunikation mit der Bundesdruckerei, woran sich bis heute kaum etwas geändert haben dürfte. So forderte Ude Ende 2011 die damalige EU-Kommissarin Neelie Kroes auf, sich "für eine verpflichtende Nutzung von 'Offenen Standards' in öffentlichen Einrichtungen in der Europäischen Union (EU) zu verwenden."

Noch 2012 beklagte sich Peter Hofmann vom Limux-Projekt über die mangelnde Verwendung offener Formate durch die Bundesbehörden, trotz unterstützender Beschlüsse durch die Bundesregierung. "Uns wäre schon geholfen, wenn wir Dokumente der Bundesregierung, die wir bearbeiten müssen, im ODF (Open Document Format) bekommen würden und nicht als Docx." Letztendlich sei dem Mitarbeiter egal, in welchem Format er seine Briefe schreibt. Wenn die Stadt vorgebe, dass Dokumente im ODF geschrieben werden müssen, "dann macht er das".

Eine große Ablehnung von Open-Source-Software durch die Mitarbeiter konnte Hofmann nicht bestätigen, auch wenn es anfangs Unsicherheiten gegeben habe. "Eine große Empörungswelle gab es bei uns nicht." Anders beim Auswärtigen Amt, dort hatten Mitarbeiter nach massiven Protesten eine Umstellung auf Linux und Open-Source-Software verhindert. Hauptgrund waren unter anderem ungelöste Interoperabilitätsprobleme vor allem im Dokumentenaustausch mit anderen Ressorts.

 Eine und noch eine TestphaseKosten, Kosten, Kosten 
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EynLinuxMarc 04. Mär 2017

Tja Linux eben unbrauchbar für den normal Einsatz. Vielleicht ist das Grundsystem Gratis...

otto06217 27. Feb 2017

Danke für Deinen Beitrag. Nun weiß ich besser Bescheid. VG

pythoneer 23. Feb 2017

Hätte wenn und aber. Zum Glück müssen wir nun nicht mehr Rätselraten sondern können...

Bosancero 22. Feb 2017

Wenn du es wissen willst, dann frag doch Google einfach mal. nVidia hat die Entwicklung...

xploded 22. Feb 2017

Richtig, dahinter steht ja auch die Linux Foundation.


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