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Eine und noch eine Testphase

Nachdem die patentrechtlichen Bedenken ausgeräumt worden waren, entschied sich die Stadtverwaltung unter Limux-Projektleiter Peter Hoffmann im April 2005 für den Einsatz eines eigens entwickelten Linux-Clients auf Basis von Debian.

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Eigentlich hätte die Testphase bereits längst laufen sollen, um den ursprünglich geplanten Starttermin für die eigentliche Migration Mitte 2006 einzuhalten. Im August 2005 kündigte Hoffmann jedoch eine weitere Testphase an. Zunächst sollte in jeder Abteilung entweder ein Windows-Rechner mit Openoffice oder einer mit Linux und Openoffice eingerichtet werden. Damit sollten die Mitarbeiter langsam an Limux gewöhnt und möglicherweise auftretende Probleme im Vorfeld beseitigt werden. Denn inzwischen wurde klar, welche Schwierigkeiten vor allem die Umstellungen der Fachanwendungen im Wollmux-System bereiteten.

Herr Oberbürgermeister, bitte vormachen!

Der Debian-basierte Desktop-Client erhielt eine angepasste KDE-Oberfläche, eine erste Version des Briefkopf- und Vorlagensystems Wollmux für Openoffice.org 2 stand bereit. Der Name Wollmux war an die sprichwörtliche eierlegende Wollmilchsau angelehnt. Das Limux-Projekt passte die Software Fully Automatic Installation (FAI), die eine automatische Installation der Linux-Clients über das Netzwerk ermöglicht, an seine Bedürfnisse an. Die Administration der Clients wurde über eine PHP-basierte Systemverwaltung des Dienstleisters Gonicus erledigt. Fachanwendungen, die noch nicht portiert werden konnten, liefen weiterhin auf Windows-Terminal-Servern oder in Emulatoren.

Mitte 2006 wurden dann die 250 Rechner im Büro des Oberbürgermeisters für den Testbetrieb umgestellt. Der Starttermin für die gesamte Migration war inzwischen um ein Jahr auf September 2007 verschoben worden, der Abschluss war für 2008 geplant.

München geht vor, andere sollen folgen

Ab September 2006 kam das Limux-Projekt nach der erfolgreich abgeschlossenen Testphase endlich in Fahrt. "Der Basis-Client ist für München ein Schritt zu mehr Unabhängigkeit von einzelnen Herstellern und freie Software zeigt sich hier als ein probates Mittel dafür. Für den normalen Anwender ändert sich dabei wenig", sagte Oberbürgermeister Ude damals. Das als Leuchtturm-Projekt gehandelte Limux sollte dann auch als Vorlage für einen Umstieg auf freie Software im Auswärtigen Amt dienen.

Ganz so schnell wie geplant, erfolgte die eigentliche Umstellung jedoch nicht. Im November 2008 meldete das Limux-Projekt, dass 1.200 der insgesamt 14.000 Rechner auf den Linux-Client umgestellt worden seien. Immerhin sei inzwischen auf 12.000 Rechnern Openoffice.org 2 samt Wollmux installiert worden. Auf allen Rechnern wurde aber Mozillas Open-Source-Software Firefox und Thunderbird installiert. Von den etwa 21.000 Formularen, Vorlagen und Textbausteinen waren bis dahin 18.000 in Wollmux übernommen worden, dessen Quellcode zwischenzeitlich unter einer Open-Source-Lizenz freigegeben worden war.

 Nicht ganz unproblematischer UmstiegLimux lebt! 
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EynLinuxMarc 04. Mär 2017

Tja Linux eben unbrauchbar für den normal Einsatz. Vielleicht ist das Grundsystem Gratis...

otto06217 27. Feb 2017

Danke für Deinen Beitrag. Nun weiß ich besser Bescheid. VG

pythoneer 23. Feb 2017

Hätte wenn und aber. Zum Glück müssen wir nun nicht mehr Rätselraten sondern können...

Bosancero 22. Feb 2017

Wenn du es wissen willst, dann frag doch Google einfach mal. nVidia hat die Entwicklung...

xploded 22. Feb 2017

Richtig, dahinter steht ja auch die Linux Foundation.


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