Lime: Appell für mehr Verständnis für E-Scooter

Laut dem Lime-Chef werden sich die anderen Verkehrsteilnehmer an E-Scooter gewöhnen. Doch nach ausgiebigen Tests von Golem.de sind nicht die E-Scooter an den Spannungen schuld.

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E-Scooter fallen um, Fahrräder auch.
E-Scooter fallen um, Fahrräder auch. (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Joe Kraus, Chef des E-Scooter-Anbieters Lime, hat in einem Interview mit der Welt am Sonntag für mehr Verständnis für E-Scooter geworben. "Bei Scootern sind wir noch in einer sehr frühen Phase. Je länger es ein Fortbewegungsmittel gibt, desto mehr entwickeln Menschen eine Mischung aus Regeln, Infrastruktur und Normen. Niemand will ein zugemülltes Stadtbild", sagte Kraus.

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Zuletzt hatten die Elektro-Tretroller für Kritik gesorgt, weil sie vermeintlich vermehrt für Unfälle sorgten und in Städten rücksichtslos geparkt würden. Doch es gibt tatsächlich erheblich mehr Unfälle mit Fahrrädern als mit E-Scootern. Künftig will Kraus sicherstellen, dass die Roller "im Stadtbild nicht auffallen". Dafür komme es auf ein ausgewogenes Verhältnis "aus Infrastruktur und Hinweisen der Hersteller an, wie man sich korrekt verhält". Als "wichtigste Bitte" wandte sich Kraus an die deutschen Lime-Kunden: "Bitte parkt Eure Scooter vernünftig".

Laut ausgiebigen Tests von Golem.de in Berlin reagieren andere Verkehrsteilnehmer häufig sehr gereizt und rücksichtslos auf E-Scooter-Fahrer. Radfahrer drängen E-Scooter vom Radweg, pöbeln die Roller-Fahrer an, Autos nehmen ihnen die Vorfahrt oder hupen grundlos, wenn E-Scooter wie Räder und mit Leuchten ausgestattet am Verkehr teilnehmen. Tatsächlich liegen in Berlin wenige E-Scooter herum, zwei Personen auf einem Roller sieht man relativ selten. Besser ausgebaute Radwege wie in Amsterdam würden hier für deutliche Entspannung sorgen.

Der frühere Google-Manager verteidigte das Konzept gegen weitere Kritik an seinem Unternehmen. Mit kurzen Nutzungszyklen wird E-Scootern vorgeworfen, kein nachhaltiges Mobilitätsangebot darzustellen. Elektro-Tretroller produzierten aktuell 50 Prozent weniger CO2 als Pkw, wögen aber nur ein Achtzigstel eines Autos. "Wir sollten uns nicht darüber freuen, dass sie trotzdem noch halb so viel CO2 verursachen." Als weitere Ziele gab Kraus höhere Recycling-Quoten für die Roller aus. "Wir müssen diese Quote unbedingt auf 100 Prozent erhöhen", forderte er. Zudem experimentiere das Unternehmen mit der Nutzung von Elektrofahrzeugen, die E-Scooter in Städten nachts zum Laden einsammeln.

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Sobald Lime diese Herausforderungen gelöst hat, verfolgt Kraus ehrgeizigere Ziele. Langfristig "können wir einen Börsengang anvisieren", sagte der Unternehmenschef. In den meisten Märkten sei Lime bereits profitabel, wenn auch noch nicht überall. Die momentane Marktlage sei für das Unternehmen aber ein "guter Ausgangspunkt für die weitere Expansion".

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tco 23. Okt 2019

Lies doch das mit den Lebensumständen noch mal...

4carlos 23. Okt 2019

Bitte schön. Auch ich vertrete die Meinung dass ein Geschäft ohne störende Kunden besser...

tco 22. Okt 2019

So viel Hass kann wirklich nicht gut sein! Und Nelson Mandela und Yoda sind da...

IchBIN 22. Okt 2019

Ganz genau: Ich pendle momentan 12km, mitten durch Berlin. Auf die Idee, solch einen e...

HoneyBadger 22. Okt 2019

Zahlen die Unternehmen eigentlich für die Nutzung der öffentlichen Fläche Gebühren an die...



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