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Elektrokleinflugzeug Lilium: Starten und Landen im Garten hinter dem Haus
Elektrokleinflugzeug Lilium: Starten und Landen im Garten hinter dem Haus (Bild: Lilium)

Lilium: Ein Elektrokleinflugzeug für den Alltagseinsatz

Elektrokleinflugzeug Lilium: Starten und Landen im Garten hinter dem Haus
Elektrokleinflugzeug Lilium: Starten und Landen im Garten hinter dem Haus (Bild: Lilium)

Ein Ausflug in Großmutters Garten oder zum Shoppen in die Stadt - das soll künftig mit dem eigenen Flugzeug gehen. Lilium ist ein Kleinflugzeug mit Elektroantrieb, das senkrecht startet und landet.

Mal eben in die Stadt fliegen: Das deutsche Unternehmen Lilium hat ein elektrisches Flugzeug entwickelt, das für jedermann gedacht ist. Es soll schon in wenigen Jahren marktreif sein.

Lilium ist ein Kleinflugzeug, in dem zwei Personen Platz finden. Es ist ein Entenflugzeug oder Canard, das die kleinen Tragflächen vorn und die großen hinten hat. Angetrieben wird es von 36 Elektromantelpropellern - je 12 auf den hinteren und je sechs auf den vorderen Tragflächen. Zusammen haben sie eine Leistung 320 Kilowatt.

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Das Flugzeug kommt 500 Kilometer weit

Das Flugzeug selbst wiegt 400 Kilogramm und kann eine Nutzlast von 200 Kilogramm transportieren. Lilium fliegt bis zu 400 Kilometer pro Stunde schnell. Die normale Reisegeschwindigkeit beträgt aber 300 Kilometer pro Stunde. Das Flugzeug hat eine Reichweite von 500 Kilometern und kann bis zu 3.000 Meter hoch aufsteigen.

  • Das Elektrokleinflugzeug Lilium (Bild: Lilium)
  • Es ist klein genug, dass es auf einem Hubschrauberlandeplatz aufsetzen kann. (Bild: Lilium)
  • Gestartet und gelandet wird senkrecht - Lilium braucht also keine Landebahn. (Bild: Lilium)
  • Im Flug sind die Triebwerke in der Waagerechten. Für Start und Landung werden sie senkrecht gestellt. (Bild: Lilium)
  • In den Flieger passen zwei Passagiere. (Bild: Lilium)
  • Ein verkleinertes Modell gibt es bereits - hier im Windkanal. (Bild: Lilium)
  • Es fliegt auch. Das Flugzeug in Originalgröße soll 2018 auf den Markt kommen. (Bild: Lilium)
Das Elektrokleinflugzeug Lilium (Bild: Lilium)

Ein Elektrokleinflugzeug an sich ist nichts Ungewöhnliches mehr - es gibt bereits Modelle zu kaufen, einige Hersteller arbeiten sogar schon an Konzepten für Verkehrsflugzeuge. Das Besondere an Lilium ist: Das Flugzeug startet und landet senkrecht.

Lilium stellt die Flügel senkrecht

Für den Start und die Landung werden die Triebwerke senkrecht gestellt. Für den Horizontalflug werden sie dann in die Waagerechte gekippt. Dadurch soll Lilium sehr platzsparend sein: Eine Fläche von 15 x 15 Metern soll als Star- und Landeplatz ausreichen.

Gedacht ist Lilium als privates Flugzeug für kurze Strecken. Das Flugzeug braucht keine Landebahn, kann also auch in der Stadt eingesetzt werden. Dabei ist es leiser als ein Hubschrauber - es könne im Garten hinter dem Haus starten und landen, sagen die Entwickler. Das ist mit einem Hubschrauber nicht unbedingt ratsam. Außerdem ist es einfacher zu fliegen: Lilium ist ein Light Sport Aircraft, für das eine Sportpilotenlizenz ausreicht. "Unser Ziel ist, ein Flugzeug für den Einsatz im Alltag zu entwickeln", sagt Daniel Wiegand, einer der vier Gründer und Chef von Lilium.

Lilium ähnelt Lightning Strike

Das Konzept erinnert an Lightning Strike. Den unbemannten Senkrechtstarter mit Kippflügeln hat das US-Unternehmen Aurora Flight Services im Auftrag der Defense Advanced Research Project Agency (Darpa) entwickelt. Dass das Konzept funktioniert, hat kürzlich der Erstflug von Lightning Strike gezeigt.

Lilium ist eine Ausgründung der Technischen Universität München. Das Unternehmen existiert seit Anfang 2015 und wird von der Europäischen Raumfahrtagentur (European Space Agency, Esa) gefördert. Lilium hat schon einige Prototypen des Elektrofliegers in verkleinertem Maßstab gebaut und erfolgreich getestet. Anfang 2018 soll das fertige Produkt auf den Markt kommen.


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Pansen 27. Sep 2016

Das ist ja ganz schön weit...

egal 11. Mai 2016

Meiner Meinung nach is die Konstruktion unsicher. Sobald die Motorsteuerung ausfällt...

drmccoy 11. Mai 2016

Interessant. Hab selber einen PPL(A) (allerdings erst irgendwas um die 80 Stunden...

chefin 11. Mai 2016

Und wenn ich mir anschaue mit welch hoher Verantwortung einige Menschen ihr Auto bewegen...

Lehmroboter 11. Mai 2016

Im Vergleich kann man sich ja den e-Fan ansehen: https://de.wikipedia.org/wiki/Airbus_E...



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