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800 Eigentümer identifiziert

Dem Bericht Wittmanns zufolge bewarben sich K.s Firmen im Jahr 2021 um eine Lizenz für legales Glücksspiel in Deutschland. Dies ist seit dem Inkrafttreten des neuen Glücksspielstaatsvertrags möglich. Da die Lizenz verweigert wurde, erfolgten der Umzug der Plattform nach Curaçao und die Umstellung auf eine Software von Softswiss. Aus Bundestagsunterlagen geht zudem hervor, dass K.s Firma Shark Systems seit Jahren hohe Beträge an die AfD spendet(öffnet im neuen Fenster).

Nach Angaben von Follow the Money deckte die Untersuchung die Identität von rund 800 Eigentümern hinter fast 650 lizenzierten Glücksspielunternehmen auf, die gemeinsam Tausende von Glücksspielseiten betreiben sollen. Zudem werde belegt, dass Curaçao routinemäßig Lizenzen auch dann an Unternehmen vergebe, wenn Antragsteller wichtige Informationen zurückhielten oder im Verdacht stünden, gezielt Spieler in Ländern anzusprechen, in denen sie keine Betriebserlaubnis besäßen.

Die Mehrzahl der Betreiber stamme aus Europa, vorwiegend aus der Ukraine, Großbritannien und Zypern. Zypern wiederum sei der Wohnsitz vieler britischer und ukrainischer Eigentümer. Eine Lizenz aus Curaçao habe es Plattformen ermöglicht, sich auf der Insel niederzulassen und Offshore-Geschäfte zu betreiben. Das habe sie jedoch nicht automatisch dazu berechtigt, Wetten aus anderen Ländern anzunehmen.

Allerdings biete die Lizenz den Vorteil, Betreibern Zugang zu einem für Casinos günstigen Ökosystem aus Treuhandgesellschaften, Zahlungsdienstleistern und Anbietern von Casino-Software zu verschaffen. Zudem habe die Lizenz einen Anschein von Seriosität verliehen.

Nachtrag vom 23. September 2026, 9:41 Uhr

Wittmann stellte am 23. September 2026 auf der Seite Casinosecrets.lol(öffnet im neuen Fenster) zunächst 40.000 Dokumente aus dem Hack bereit. Diese lassen sich nach Unternehmen und Domains durchsuchen.


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