Abo
  • IT-Karriere:

Lightyear One: Luxus-Elektroauto fährt auch mit Solarstrom

Ein niederländisches Jungunternehmen hat ein ungewöhnliches Fahrzeug entwickelt, das Luxus und Umweltfreundlichkeit kombiniert. Solarzellen auf dem Dach erhöhen die Reichweite um bis zu 220 Kilometer.

Artikel von Wolfgang Kempkens veröffentlicht am
Solarauto Lightyear One: nach 50.000 Kilometern zur Wartung
Solarauto Lightyear One: nach 50.000 Kilometern zur Wartung (Bild: Lightyear)

Der Lightyear One ist ein Elektroauto, das weniger Strom aus dem Netz benötigt als jedes andere batteriebetriebene Fahrzeug. Das liegt daran, dass es seine Batterien während der Fahrt auflädt - jedenfalls bei Sonnenschein. Das Dach des Fahrzeugs ist mit Solarzellen bedeckt. Kombiniert mit dem Strom aus den Bordbatterien liegt die Reichweite bei bis zu 800 Kilometern. Die Batterien allein reichen bei einer Kapazität von 60 Kilowattstunden für 580 Kilometer. In diesem Sommer will der Hersteller, das Jungunternehmen Lightyear aus dem niederländischen Städtchen Helmond, einen Prototyp präsentieren. Die ersten Fahrzeuge sollen bereits 2020 ausgeliefert werden.

Stellenmarkt
  1. Interhyp Gruppe, München
  2. Dataport, verschiedene Standorte

Wer dabei sein will, kann sich jetzt schon vormerken lassen. Er muss allerdings ganz tief in die Tasche greifen. Das fünf Meter lange Fahrzeug kostet 119.000 Euro, plus Steuern. In Deutschland liegt der Endpreis also bei gut 140.000 Euro. Die Solarzellen auf dem Dach ermöglichen einen Luxus, den nicht jedes Elektroauto hat. Der Lightyear One ist mit einer Klimaanlage ausgestattet, die den Innenraum sogar dann kühl hält, wenn das Fahrzeug in der prallen Sonne parkt. Dafür liefern die Solarzellen genügend Strom.

Der Fünfsitzer wird von vier Radnabenmotoren angetrieben. Gemeinsam kommen sie auf 100 Kilowatt (136 PS). Das reicht für eine Spitzengeschwindigkeit von 150 Kilometern pro Stunde. Von Null auf Tempo 100 beschleunigt das Fahrzeug in acht Sekunden.

Der Lightyear One braucht gerade mal 10,3 Kilowattstunden auf 100 Kilometer. "Um dieses Ziel zu erreichen, muss das Fahrzeug unglaublich effizient sein", sagt Lex Hoefsloot, Chef des Unternehmens. Es habe eine sehr gute Aerodynamik, ein effektives Antriebssystem und ein besonders leichtes Chassis. Um den Luftwiderstand zu senken, verzichteten die Konstrukteure auf Außenspiegel. Die Spiegel werden durch kleine Kameras ersetzt, die die Rücksicht auf einem Display darstellen.

Ganz allein haben es die Niederländer nicht geschafft. Als Vorbild diente ihnen Stella, ein viersitziges Solarauto, das an der Technischen Universität Eindhoven entwickelt wurde. Außerdem arbeitet Lightyear mit dem renommierten Schweizer Ingenieurbüro EDAG zusammen. Die Gemeinschaftsleistung beeindruckt sogar die Europäische Union: Über den Europäischen Innovationsrat (European Innovation Council, EIC) erhielt Lightyear jetzt 2,5 Millionen Euro aus dem Forschungs- und Innovationförderprogramm "Horizont 2020".

Hoefsloot rechnet potenziellen Käufern gern vor, was die Solarzellen auf dem Dach ausmachen. In den Niederlanden etwa benötige das Auto bei einer Jahresfahrleistung von 20.000 Kilometern 25 Batterie-Vollladungen. Ein Tesla Model S benötige mit 54 dagegen mehr als doppelt so viel. Im sonnenreicheren Lissabon komme der Lightyear One sogar mit 15 Aufladungen aus. Der CEO macht noch eine Rechnung auf: An einer Schnellladestation, die eine Leistung von 75 Kilowatt vorhält, könne man innerhalb von 45 Minuten Strom für mehr als 500 Kilometer tanken. Wer den Lightyear One daheim mit normalem Netzstrom auflädt, tankt über Nacht Strom für 440 Kilometer.

Ein Werkstattnetz will das Unternehmen nicht aufbauen. Wartung und Reparaturen könne jede Werkstatt übernehmen, weil das Fahrzeug sehr einfach aufgebaut sei. Die Wartungsintervalle liegen bei komfortablen 50.000 Kilometern.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Total war - Three Kingdoms für 35,99€, Command & Conquer - The Ultimate Collection für 4...
  2. 116,09€ (10% Rabatt mit dem Code PREISOPT10)
  3. 33,95€

Azzuro 21. Mai 2019

Sehe ich auch so. Der iPace verbraucht viel - aber hast du für diesen extrem niedrigen...

Copper 16. Mai 2019

Durch Einbau eines 4-Quadrantendimmers kann die Aufladung sogar noch erhöht werden...

goggi 16. Mai 2019

Wenn der Sion bis zu 34km angibt. Dann sprechen qir vielleicht von 15 bis 16km extra...

norbertgriese 16. Mai 2019

Konfiguration unverändert, nur der Preis wird angehoben. Norbert

DeathMD 16. Mai 2019

Die kommen aber weiter als der Golf...


Folgen Sie uns
       


Asus Zenfone 6 - Test

Das Zenfone 6 fällt durch seine Klappkamera auf, hat aber auch abseits dieses Gimmicks eine Menge zu bieten, wie unser Test zeigt.

Asus Zenfone 6 - Test Video aufrufen
Kickstarter: Scheitern in aller Öffentlichkeit
Kickstarter
Scheitern in aller Öffentlichkeit

Kickstarter ermöglicht es kleinen Indie-Teams, die Entwicklung ihres Spiels zu finanzieren. Doch Geld allein ist nicht genug, um alle Probleme der Spieleentwicklung zu lösen. Und was, wenn das Geld ausgeht?
Ein Bericht von Daniel Ziegener

  1. Killerwhale Games Verdacht auf Betrug beim Kickstarter-Erfolgsspiel Raw
  2. The Farm 51 Chernobylite braucht Geld für akkurates Atomkraftwerk
  3. E-Pad Neues Android-Tablet mit E-Paper-Display und Stift

In eigener Sache: Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement
In eigener Sache
Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement

Wir haben in unserer Leserumfrage nach Wünschen für Weiterbildungsangebote gefragt. Hier ist das Ergebnis: Zwei neue Workshops widmen sich der Selbstorganisation und gängigen Fehlern beim agilen Arbeiten - natürlich extra für IT-Profis.

  1. In eigener Sache ITler und Board kommen zusammen
  2. In eigener Sache Herbsttermin für den Kubernetes-Workshop steht
  3. Golem Akademie Golem.de startet Angebote zur beruflichen Weiterbildung

Ryzen 3900X/3700X im Test: AMDs 7-nm-CPUs lassen Intel hinter sich
Ryzen 3900X/3700X im Test
AMDs 7-nm-CPUs lassen Intel hinter sich

Das beste Prozessor-Design seit dem Athlon 64: Mit den Ryzen 3000 alias Matisse bringt AMD sehr leistungsstarke und Energie-effiziente CPUs zu niedrigen Preisen in den Handel. Obendrein laufen die auch auf zwei Jahre alten sowie günstigen Platinen mit schnellem DDR4-Speicher.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Ryzen 3000 BIOS-Updates schalten PCIe Gen4 für ältere Boards frei
  2. Mehr Performance Windows 10 v1903 hat besseren Ryzen-Scheduler
  3. Picasso für Sockel AM4 AMD verlötet Ryzen 3400G für flottere iGPU

    •  /