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Lightsail (künstlerische Darstellung): nächster Flug im April 2016
Lightsail (künstlerische Darstellung): nächster Flug im April 2016 (Bild: Planetary Society)

Planetary Society wollte schon 2001 segeln

Die Planetary Society beschäftigt sich schon seit längerem mit dem Weltraumsegeln. 2001 wollte die Gesellschaft das erste Raumschiff mit Sonnensegel ins All schießen. Eine russische Rakete vom Typ Wolna sollte Cosmos-1 ins All bringen. Die Wolna ist die zivile Version einer Interkontinentalrakete, die von einem U-Boot aus abgeschossen wird.

Der Start verzögerte sich mehrfach. Schließlich wurde er auf den 21. Juni 2005 festgesetzt. Die Rakete startete von der Barentssee aus. Allerdings verlor die russische Bodenkontrolle kurz nach dem Start den Kontakt zu der Rakete. Mutmaßlich hatte sich ein Triebwerk nach knapp anderthalb Minuten abgeschaltet und die Rakete war ins Meer gestürzt.

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Ikaros segelt durchs Sonnensystem...

So blieb es der japanischen Raumfahrtagentur Japan Aerospace Exploration Agency (Jaxa) vorbehalten, das erste Raumschiff mit Segel auf den Weg zu bringen: Am 21. Mai 2010 schossen die Japaner die Raumsonde Ikaros (Abkürzung für: Interplanetary Kite-craft Accelerated by Radiation Of the Sun) ins All. 2012 erhielt die Jaxa einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde für die erste von einem Sonnensegel angetriebene Sonde im interplanetarischen Raum.

Das Segel ist wie das von Lightsail quadratisch und aus vier Teilen zusammengesetzt, die nicht dreieckig, sondern trapezförmig sind. Das Segel besteht aus einem Kunststoff und wiegt zwei Kilogramm. Es dient allerdings nicht nur als Antrieb: Es ist zum Teil mit Dünnfilmsolarzellen besetzt, die Strom für die Sonde liefern. Außerdem ist es deutlich größer: Es hat eine Fläche von 173 Quadratmetern.

... und passiert die Venus

Zehn Tage nach dem Start begann das Entfalten des Segels. Der Prozess musste wegen technischer Probleme unterbrochen werden und dauerte bis zum 10. Juni. Seither segelt Ikaros. Erstes Ziel war die Venus, die die Sonde noch im gleichen Jahr erreichte: Am 8. Dezember 2010 passierte Ikaros den Nachbarplaneten in einer Entfernung von etwa 80.000 Kilometern. Damit war das Primärziel der Mission erreicht.

Im Oktober 2011 feuerte die Jaxa die Triebwerke, die für die Lageregelung zuständig sind, und drehte die Sonde. Sie ist seither weiter im Sonnensystem unterwegs, verfällt immer wieder in den Ruhezustand, aus dem sie unregelmäßigen Abständen wieder aufwacht.

Zuletzt wachte Ikaros im März dieses Jahres auf und fiel Ende Mai wieder in Tiefschlaf. Derzeit ist der Weltraumsegler etwa 110 Millionen Kilometer von der Erde und rund 130 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt. Die Jaxa erwartet, dass sie im kommenden Winter wieder Kontakt zu der Sonde herstellen kann.

Auch die Nasa segelt

Auch die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (Nasa) hat schon eine Sonde um die Erde segeln lassen: Im November 2010 schoss sie den Satelliten Fastsat ins All. Er setzte am 17. Januar 2011 das Raumfahrzeug Nanosail-D2 aus.

Wie Lightsail war auch Nanosail-D2 ein Cubesat-3. Das Segel wurde drei Tage später gesetzt. Es bestand ebenfalls aus vier Elementen, war aber deutlich kleiner: Es hatte eine Fläche von etwa 9,30 Quadratmetern. Rund acht Monate kreiste Nanosail-D2 um die Erde. Am 17. September 2011 verglühte das Raumfahrzeug beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre.

Erstes Nanosail geht baden

Wie bei der Planetary Society war auch bei der Nasa der erste Versuch mit dem Sonnensegel ein Fehlschlag: Nanosail-D sollte im August 2008 von einer Falcon-1-Trägerrakete des US-Raumfahrtunternehmens Space Explorations Technologies (SpaceX) ins All transportiert werden. Die Rakete stürzte jedoch mit ihrer Nutzlast in den Pazifik.

Ein weiterer Raumsegler der Nasa musste am Boden blieben: Im Januar 2015 sollte der Sunjammer starten. Ein 1.200 Quadratmeter großes Sonnensegel hätte ihn zum Lagrange-Punkt L1 bringen sollen. Im Oktober 2014 sagte die Nasa das Projekt jedoch ab. Grund waren Zweifel, dass der Auftragshersteller in der Lage sein würde, das Segel zu liefern.

Asche des Star-Trek-Erfinders bleibt auf der Erde

Er hätte eine ganze besondere Fracht mitgenommen: die Asche des 1991 verstorbenen Filmemachers Gene Roddenberry und seiner 2008 verstorbenen Frau Majel Barrett Roddenberry. Roddenberry ist der Erfinder der Star-Trek-Fernsehserie sowie der dazugehörigen Filmreihe.

Zwei weitere Projekte sind jedoch in Planung: 2018 soll die Trägerrakete Space Launch System (SLS) bei ihrem Erstflug die Raumsegler Near-Earth Asteroid Scout (Nea Scout) und Lunar Flashlight im All aussetzen.

Zwei Cubesat-6 setzen Segel

Beides sind Cubesat-6, bestehen also aus sechs Würfeln, die als doppelte Cubesat-3 angeordnet sind. Die Größe beträgt demnach 10 x 20 x 30 Zentimeter. Lunar Flashlight, der nach Wassereis am lunaren Südpol Ausschau halten soll, wird ein 80 Quadratmeter großes, rechteckiges Sonnensegel haben. Nea Scout hat ein 83 Quadratmeter großes Segel und soll zu einem erdnahen Asteroiden segeln.

Auch die Planetary Society bereitet schon die nächste Lightsail-Mission vor.

 Lightsail: Segeln vor dem SonnenwindDie Masse finanziert den nächsten Sonnensegler 

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Kurama 10. Jul 2015

Das planksche Wirkungsquantum ist eine Zahl, die je nach Maßsystem variiert ... aber für...

Technikfreak 10. Jul 2015

Gemäss Internet hat man gemessen, dass der Sonnendruck 1.1Millinewton ausmacht, das...

Buttermilch 10. Jul 2015

Weil seine Antwort nicht stimmt Auch ein flaches Brett oder Stück Papier erzeugt einen...

generalsolo 09. Jul 2015

Mich erinnert es auch etwas an den Solar Sailor aus Star Wars Episode 3: http://img...



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