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Lightpaper: Rohinni druckt Leuchtdioden

Leuchtendes Papier hat das US-Unternehmen Rohinni entwickelt: Lightpaper sind Leuchtdioden, die auf ein dünnes Trägermaterial gedruckt werden. Gerade in der Werbung sieht der Hersteller Anwendungsmöglichkeiten.
/ Werner Pluta
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Lightpaper: biegsam und dünner als OLEDs (Bild: Rohinni/Screenshot: Golem.de)
Lightpaper: biegsam und dünner als OLEDs Bild: Rohinni/Screenshot: Golem.de

Der Name Lightpaper sagt schon alles: Das US-Unternehmen Rohinni(öffnet im neuen Fenster) hat eine Methode entwickelt, Leuchtdioden auf ein dünnes Trägermaterial zu drucken. Das ermöglicht Leuchtmittel von der Stärke eines Blattes Papier.

Das Material, mit dem das Lightpaper gedruckt wird, ist eine Tinte, in die Leuchtdioden (LED) gemischt sind. Die LEDs haben in etwa die Größe einer roten Blutzelle. Die Tinte wird auf eine leitfähige Schicht aufgebracht. Das bedruckte Material wird dann mit zwei Schutzschichten versiegelt. Wird Spannung angelegt, leuchten die LEDs.

Leuchtdioden können gezielt angesteuert werden

Die Dioden seien dünn und biegsam, sie leuchteten hell, und es sei möglich, sie genau anzusteuern, sagte Rohinni-Marketingchef Nick Smoot dem US-Magazin Fast Company(öffnet im neuen Fenster) . Das bedeute, dass es möglich sei, einzelne Bereiche einer größeren Fläche gezielt anzusprechen.

Weiterer Vorteil der gedruckten LEDs: Sie können in einer beliebigen Form produziert werden. Außerdem lassen sie sich dünner herstellen als organische Leuchtdioden (OLED). Dazu sind sie günstiger. In der ersten Produktgeneration ist allerdings die Verteilung der LEDs ungleichmäßig. Entsprechend kann es sein, dass eine Fläche auch nicht gleichmäßig hell leuchtet. Das Problem will das Unternehmen aber in den kommenden Monaten lösen.

Leuchtende Schriftzüge und Autoscheinwerfer

Anwendungen für Lightpaper gibt es viele. Das Unternehmen aus Coeur d'Alene im US-Bundesstaat Idaho stellt einige auf seiner Website vor(öffnet im neuen Fenster) . Darunter sind Displays für mobile Geräte wie Smartwatches, leuchtende Schriftzüge oder Logos auf allen möglichen Produkten, Autoscheinwerfer und natürlich eine leuchtende Tapete. Rohinni wolle keine Fernsehgeräte bauen, sagte Smoot.

Einige Unternehmen arbeiten bereits daran, Lightpaper in ihre Produkte zu integrieren. Smoot wollte Fast Company jedoch nicht verraten, welche das sind. Die ersten Anwendungen von Lightpaper sollen Mitte kommenden Jahres auf den Markt kommen.


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