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Drohne Lightning Strike: experimenteller Senkrechtstarter
Drohne Lightning Strike: experimenteller Senkrechtstarter (Bild: Aurora Flight Services)

Lightning Strike: Innovativer Senkrechtstarter fliegt erstmals

Drohne Lightning Strike: experimenteller Senkrechtstarter
Drohne Lightning Strike: experimenteller Senkrechtstarter (Bild: Aurora Flight Services)

Senkrecht starten kann Lightning Strike. Bei der Landung fehlt es dem ungewöhnlichen Fluggerät des US-Herstellers Aurora noch an Eleganz. Künftig soll Lightning Strike nach dem Senkrechtstart auch noch waagerecht fliegen.

Starten und - unsanft - landen kann er schon einmal: Das US-Unternehmen Aurora Flight Sciences hat einen ersten Flug mit dem Senkrechtstarter Lightning Strike durchgeführt. Das ungewöhnliche Fluggerät wurde im Auftrag der Defense Advanced Research Project Agency (Darpa) entwickelt.

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Das unbemannte Fluggerät (Unmanned Aerial Vehicle, UAV) soll senkrecht starten und landen. Für Start und Landung werden die Flügel senkrecht gestellt. Für den Horizontalflug werden sie dann in die Waagerechte gekippt. Lightning Strike ist ein Entenflugzeug oder Canard. Das bedeutet, die großen Tragflächen sind hinten, die kleinen vorn.

Aurora testet verkleinertes Modell

Aurora hat ein Modell des Flugzeugs im Maßstab 1:5 gebaut und es getestet. Bei dem Flug stieg Lightning Strike auf, stand eine Weile in der Luft und landete dann wieder, wobei es nicht so ganz sanft aufsetzte. Den kritischen Übergang vom Vertikal- in den Horizontalflug hat Aurora nicht ausprobiert.

  • Das Fluggerät Lightning Strike sieht etwas ungewöhnlich aus. (Foto: Aurora Flight Sciences)
  • Es startet senkrecht. Dann werden die Flügel geklappt und es fliegt waagerecht. (Foto: Aurora Flight Sciences)
  • Der Übergang vom Vertikal- in den Horizontalflug wurde noch nicht getestet. (Foto: Aurora Flight Sciences)
Das Fluggerät Lightning Strike sieht etwas ungewöhnlich aus. (Foto: Aurora Flight Sciences)

Das UAV ist im Rahmen des Programms Vertical Takeoff and Landing Experimental Plane (VTOL X-Plane, experimenteller Senkrechtstarter) entstanden, das die Darpa im Herbst 2013 eingerichtet hat. Die Unternehmen Aurora, Boeing, Karem und Sikorsky sollten Designstudien für VTOL X-Planes erstellen. Aurora hatte das Konzept im März vorgestellt.

Lightning Strike fliegt hybrid

Lightning Strike wird von 24 Mantelpropellern angetrieben: In jeder der beiden großen Tragflächen sitzen neun Propeller, in jedem Entenflügel drei. Angetrieben werden sie jeweils von einem Elektromotor. Den Strom liefert ein Generator im Rumpf, der von einem Verbrennungsmotor angetrieben wird. Der Generator liefert eine Leistung von 3 Megawatt.

Nach den Vorgaben der Forschungsagentur des US-Verteidigungsministeriums soll ein VTOL X-Plane mit einer Reisegeschwindigkeit von 300 bis 400 Knoten, 550 bis 740 km/h, fliegen. Das Gesamtfluggewicht soll zwischen 4,5 und 5,5 Tonnen betragen, wovon 40 Prozent Nutzlast sein sollen.

  • Das VTOL X-Plane stellt die Flügel senkrecht zum Starten und zum Schweben. (Bild: Darpa)
  • Im Flug werden die Flügel dann in die Waagerechte gebracht. (Bild: Darpa)
Das VTOL X-Plane stellt die Flügel senkrecht zum Starten und zum Schweben. (Bild: Darpa)

Die ersten VTOL-X-Planes werden unbemannt fliegen. Später sollen aber auch bemannte Flugzeuge mit Kippflügeln und einem Hybridantrieb ausgestattet werden.


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