Abo
  • Services:

Die grundsätzlichen Probleme von Lightning-Audio

Die folgenden Probleme betrachten wir nur der Vollständigkeit halber. Sie sind teils nicht lösbar und werden von Apple bewusst in Kauf genommen. Wer Lightning-Audio benutzt, der kann beispielsweise den Akku nicht gleichzeitig laden. Das kann ziemlich nerven, wie ein Praxisbeispiel zeigt. Eigentlich wollten wir uns in dem staugeplagten überfüllten Nahverkehrssystem von Hongkong etwas entspannen. Doch wir verpassten den Ausstieg und navigierten mit Stöpseln im Ohr zu Fuß durch die Stadt und durch eine unübersichtliche Riesenbaustelle. Natürlich schwächelte mittendrin der Akku, das Akkupack beanspruchte unsere Lightning-Buchse, und wir mussten ohne Musikentspannung einen alternativen Weg suchen. So etwas mag nicht häufig vorkommen, doch wenn es passiert, bereut man als Anwender schnell die Anschaffung eines Lightning-Ohrhörers.

  • Apple setzt auf zwei verdrehsichere Stecker: USB Typ C bei Macs und Lightning bei Ohrhörern. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Apple verzichtet bei der neuen Verpackung weitestgehend auf Kunststoff. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Außer dem Lightning-Anschluss gibt es sonst keine äußerlichen Unterschiede. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Lightning und Klinke am iPad Air. Die Fernbedienungen funktionieren immer. Die Audioausgabe beschränkt sich auf ein Gerät. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die kumulierte Menge an Staub, die wir aus dem iPhone holten. Danach änderte sich das Fehlerprofil. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Eine Klinkenbuchse würde von dieser Menge Staub nicht beeindruckt werden.  (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Unser Lightning-Debug-Kit. Die Taschenlampe brauchten wir, um besser in den Anschluss für die Makro-Aufnahmen zu leuchten und die Staubstellen zu erkennen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Wir entschuldigen uns für den nicht gerade appetitlichen Anblick, aber in einem iPhone sammelt sich einiges über die Jahre an. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Erst nach Abblenden und Perspektivenwechsel zu erkennen: Auf der rechten Seite stört noch etwas den Anschluss. Auch mit einer Nadel kamen wir nicht an diese Stelle. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Die kumulierte Menge an Staub, die wir aus dem iPhone holten. Danach änderte sich das Fehlerprofil. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Stellenmarkt
  1. CSL Behring GmbH, Marburg, Hattersheim am Main
  2. Robert Bosch GmbH, Stuttgart


Es gibt aber Abhilfe: Belkins Dongle ermöglicht das Laden des Akkus bei gleichzeitiger Musikwiedergabe - für stolze 40 Euro extra. Vermutlich werden Akkupacks mit der integrierten Audiofunktion bald ebenfalls den Markt füllen. Die Zubehörindustrie freut's, den Anwender nervt's.

Fürs Flugzeug sollte man ein zweites Paar Ohrhörer mitnehmen

Und auch die anderen Probleme sind nicht überraschend. Wir haben im Flugzeug beispielsweise die schlechten United-Kopfhörer nutzen müssen, weil unser Lightning-Ohrhörer nicht passt. Bis sich die Luftfahrtindustrie anpasst, wird es wohl noch lange dauern - wenn überhaupt; der Markt hat schon den Wegfall des 30-Pin-Konnektors nicht so gut vertragen. Die Innovationszyklen von Apple sind für den Luftfahrtsektor zu schnell. Man wird vermutlich eher auf USB Typ C setzen, erste Luftfahrtprodukte sind schon in der Entwicklung.

Und die Probleme mit unserem Notebook sind auch einleuchtend: Wir haben ein Macbook mit USB-C (ohne Audio) und Klinke. Da passt der Lightning-Anschluss nicht und wir tragen auch deswegen unseren zweiten Ohrhörer trotz Kabelbruch noch mit uns herum.

Über die Zukunft lässt sich nur spekulieren. Verschwindet die Klinkenbuchse auch bei iPads und iPods? Macht Apple die Lightning-Buchse zum Standardanschluss bei seinen Notebooks? Wünschenswert wäre Letzteres für Apple-Nutzer, denn den Wegfall der Klinkenbuchse beim iPhone werden wohl viele Nutzer zähneknirschend hinnehmen. Allerdings nur, wenn Apple die Klinkenbuchse als Alternative am Macbook lässt. Mit den kürzlich vorgestellten Macbook-Pro-Geräten zeigt Apple allerdings, dass für professionelle Anwender der angeblich qualitativ schlechtere Klinkenstecker ausreichend ist. Apple verlangt also im Mac-Universum, dass der Anwender immer zwei Systeme mit sich führt: Lightning und Klinke.

Das Mindeste wäre, dass Apple seine Partner über die Zukunft informiert. Einerseits ist Apple sehr aktiv bei USB-C-Audio und dessen Standardisierung, andererseits hat Apple mit Lightning erst einmal Tatsachen geschaffen. Auch den Kunden gegenüber fänden wir eine faire Kommunikation wichtig. Aber die ist nicht unbedingt Apples Stärke.

Wir wissen nicht, wo es hingeht, deswegen ist nicht klar, wie groß die hier aufgezählten Nachteile im Endeffekt sein werden. Es ist durchaus möglich, dass sich vieles in den nächsten zehn Jahren bessert. Oder alles drahtlos wird, denn einige Smartphones lassen sich schon heute drahtlos laden und selbst Apple tut dies mit der Apple Watch. In jedem Falle befindet sich die iOS-Welt seit dem iPhone 7 in einer Umstellungsphase. Logisch wäre eine Unterstützung für Lightning-Kopfhörer in allen Apple-Produkten als Ergänzung zur Klinke.

 Wenn das iPhone auf den Boden knalltFazit und Verfügbarkeit von Lightning Audio 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7. 6
  8. 7
  9.  


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)
  2. (u. a. ES Blu-ray 10,83€, Die nackte Kanone Blu-ray-Box-Set 14,99€)

Nikolai 09. Nov 2016

Es gab in der Tat mal eine Zeit in der es nicht sicher war ob ein Bluetooth Gerät...

TechnikSchaaf 05. Nov 2016

Ich hatte bisher immer gedacht es genervte Übertreibungen wenn Bekannte IphoneNutzer...

crazypsycho 03. Nov 2016

Darum nimmt man ja einen um 90° gedrehten Stecker. Der dreht sich mit und es entstehen...

crazypsycho 03. Nov 2016

Ja zusätzlich zur Klinke und weiteren Usb-Ports. Das würde Sinn machen, Platz wäre ja...

crazypsycho 03. Nov 2016

Nur das es keine brauchbaren Kopfhörer dafür gibt und auch nie geben wird. Und in der...


Folgen Sie uns
       


Royole Flexpai - Hands on (CES 2019)

Das Flexpai von Royole ist das erste kommerziell erhältliche Smartphone mit faltbarem Display. Ein erster Kurztest des Gerätes zeigt, dass es noch einige Probleme mit der Software hat.

Royole Flexpai - Hands on (CES 2019) Video aufrufen
Nubia X im Hands on: Lieber zwei Bildschirme als eine Notch
Nubia X im Hands on
Lieber zwei Bildschirme als eine Notch

CES 2019 Nubia hat auf der CES eines der interessantesten Smartphones der letzten Monate gezeigt: Dank zweier Bildschirme braucht das Nubia X keine Frontkamera - und dementsprechend auch keine Notch. Die Umsetzung der Dual-Screen-Lösung gefällt uns gut.

  1. H2Bike Alpha Wasserstoff-Fahrrad fährt 100 Kilometer weit
  2. Bosch Touch-Projektoren angesehen Virtuelle Displays für Küche und Schrank
  3. Mobilität Das Auto der Zukunft ist modular und wandelbar

Vivy & Co.: Gesundheitsapps kranken an der Sicherheit
Vivy & Co.
Gesundheitsapps kranken an der Sicherheit

35C3 Mit Sicherheitsversprechen geizen die Hersteller von Gesundheitsapps wahrlich nicht. Sie halten sie jedoch oft nicht.
Von Moritz Tremmel

  1. Krankenkassen Vivy-App gibt Daten preis
  2. Krankenversicherung Der Papierkrieg geht weiter
  3. Imagen Tech KI-System Osteodetect erkennt Knochenbrüche

Schwer ausnutzbar: Die ungefixten Sicherheitslücken
Schwer ausnutzbar
Die ungefixten Sicherheitslücken

Sicherheitslücken wie Spectre, Rowhammer und Heist lassen sich kaum vollständig beheben, ohne gravierende Performance-Einbußen zu akzeptieren. Daher bleiben sie ungefixt. Trotzdem werden sie bisher kaum ausgenutzt.
Von Hanno Böck

  1. Sicherheitslücken Bauarbeitern die Maschinen weghacken
  2. Kilswitch und Apass US-Soldaten nutzten Apps mit fatalen Sicherheitslücken
  3. Sicherheitslücke Kundendaten von IPC-Computer kopiert

    •  /