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Das bisschen Staub sollte eigentlich keine Ohrhörer stören, außer man nutzt Apples Lightning.
Das bisschen Staub sollte eigentlich keine Ohrhörer stören, außer man nutzt Apples Lightning. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Wenn das iPhone auf den Boden knallt

Uns nervt allerdings nicht nur die Steuerung der Musik, die praktische Handhabung ändert sich auch. Manche Änderungen sind gravierend, andere eher harmlos. Etwas umgewöhnen muss man sich beispielsweise bei der Haltung, denn der Audioausgang ist mit Lightning in der Mitte. Rechtshänder stabilisieren das iPhone gerne mit dem kleinen Finger unten und halten den mittig neben der Klinkenbuchse. Diese Verschiebung ist aber kein Problem. Die Haltung ist auch mit mittigem iPhone-Stecker stabil und man gewöhnt sich fix dran. Schließlich halten wir das Smartphone mit angeschlossenem Akkupack auch oft so.

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Schwerwiegender ist der Umstand, dass der Lightning-Anschluss im Vergleich zur Klinke ziemlich locker ist. Wobei wir hier zwischen der ersten Woche und der zweiten Praxiswoche unterscheiden müssen. In der ersten Woche war uns das Staubproblem noch nicht bewusst.

Woche 1: ein viel zu lockerer Lightning-Anschluss

Für die Aufgabe ist die Verbindung zwischen Lightning-Stecker und Lightning-Buchse fest genug. Es ist nicht so, dass der Stecker sich in einer engen Hosentasche einfach löst. Auch seitlicher Druck hat keine Auswirkungen. Wir hatten anderes erwartet, doch die Einstecktiefe ist ausreichend.

Anders verhält es sich bei Grenzsituationen. Wer kennt das nicht, dass das iPhone am Ohrhörer baumelt, nachdem man etwas unachtsam war? Ist die Klinkenbuchse als Sicherung vorhanden, riskieren wir es sogar, Fotos von Brücken herunter mit potenziell freiem Fall ins Salzwasser zu schießen, oder halten das iPhone etwas lockerer bei der Bedienung. Die Klinkensicherung hält normalerweise so fest, dass man beim engen Sitzen in der U-Bahn meist das iPhone am Kopfhörerkabel herausziehen kann, was wir regelmäßig machten, um den Nachbarn nicht zu sehr mit Bewegungen zu nerven. Damit ist mit Lightning Schluss. Bei unseren Versuchen ziehen wir nur den Stecker heraus. Und wenn wir es doch schaffen, riskieren wir einen Glasbruch.

Wir haben uns leider so sehr an die Klinkenvorteile gewöhnt, dass wir das iPhone 6 einfach am Kabel rauszogen, wo es sich plötzlich löste und aus Hüfthöhe auf die Fußgängerfurt knallte. Da das iPhone 6 ziemlich scharfkantig bricht, ist das nicht zu unterschätzen.

Wie fest der Stecker am Gerät hält, hängt bei Lightning-Audio davon ab, wie viel Staub im Anschluss ist. Leider entwickelt sich die Staubproblematik schleichend und vom Anwender weitgehend unbemerkt - bis es zu spät ist. Bei der Klinke ist das anders. Dort versagt zuerst der Ton durch zu viel Staub. An der Stabilität ändert sich unserer Erfahrung nach nichts. Und wenn der Ton versagt, wird der Anwender automatisch zum Handeln gezwungen. Diese Sicherung fehlt Lightning, denn auch ein leicht lockerer Stecker funktioniert noch.

Woche 2: fester Sitz, aber noch immer nicht perfekt

Nach unserer Reinigungsaktion stellten wir fest, dass der Lightning-Anschluss deutlich besser saß. Allenfalls bei hektischem Zug löste sich der Lightning-Anschluss noch etwas leichter als die Klinke. Die Klinke hat einen Vorteil beim Ziehen: Da sie nicht mittig sitzt, wirken die Kräfte an einer anderen Stelle. Hängt das iPhone an der Klinke, dann hängt es schief. Mit ruckartigem Ziehen bekommt man den Stecker schwerer aus der Buchse. Das gilt dann auch für ein mit Klinkenstecker fallendes iPhone aus Hüfthöhe. Der mittige Lightning-Anschluss hingegen bietet keinen zusätzlichen Widerstand durch eine Schieflage. Es mag sein, dass rein von der Verbindung der Lightning-Stecker nur minimal schwächer ist als der Klinkenstecker, doch die Position der Klinkenbuchse verbessert die Lage in Grenzbereichen zusätzlich.

Theoretisch gibt es für Nutzer von Lightning-Ohrhörern einen mechanischen Vorteil, wenn sie die Buchse dauerhaft mit den Ohrhörern belegen. Feiner Hosentaschenstaub dringt durch das konstante Belegen der Buchse nicht ein. Der Anwender muss nicht mehr so häufig putzen. Entsprechende Effekte können unserer Einschätzung nach aber frühestens nach einem Jahr erkennbar werden.

Es bleibt aber dabei: Auch mechanisch ist die Lightning-Buchse der Klinkenbuchse unterlegen. Bei einem Neugerät mag das noch kaum unterscheidbar sein. Spätestens nach einem halben Jahr dürften sich aber Unterschiede zeigen. Bei Geräten wie dem iPhone 6, immerhin zwei Generationen vor dem iPhone 7, zeigt sich das leider, wie bei unserem Gerät, sofort, wenn der Nutzer dazu neigt, sein Smartphone in der Hosentasche zu tragen. Handtaschennutzer dürften nicht so schnell betroffen sein. Selbiges gilt für iPads. Hier mussten wir noch nie eine Reinigung durchführen.

 Rein und raus mit LightningDie grundsätzlichen Probleme von Lightning-Audio 

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Nikolai 09. Nov 2016

Es gab in der Tat mal eine Zeit in der es nicht sicher war ob ein Bluetooth Gerät...

TechnikSchaaf 05. Nov 2016

Ich hatte bisher immer gedacht es genervte Übertreibungen wenn Bekannte IphoneNutzer...

crazypsycho 03. Nov 2016

Darum nimmt man ja einen um 90° gedrehten Stecker. Der dreht sich mit und es entstehen...

crazypsycho 03. Nov 2016

Ja zusätzlich zur Klinke und weiteren Usb-Ports. Das würde Sinn machen, Platz wäre ja...

crazypsycho 03. Nov 2016

Nur das es keine brauchbaren Kopfhörer dafür gibt und auch nie geben wird. Und in der...



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