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Rein und raus mit Lightning

Alleine am zweiten Testtag fällt bei unserem iPhone die Fernbedienung dreimal aus. Die Lösung ist aber recht simpel und folgt der alten IT-Frage "Have you tried turning it off and on again?". Vorurteile besagen, dass Aus- und Wiedereinschalten nur bei Microsoft-Produkten hilft. Für uns gilt das jetzt offiziell auch für Apple-Geräte. Stecker raus, Stecker rein, danach funktioniert alles wieder. Objektiv gesehen verliert der Anwender dadurch pro Tag vielleicht ein paar Sekunden, es ist also nicht der Rede wert. Subjektiv nervt es aber, wenn man mitten im Musikgenuss nichts mehr steuern kann.

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Im Schnitt fällt der Kontrollmechanismus in der ersten Woche einmal pro Tag aus. Die Audiowiedergabe wird glücklicherweise nicht beeinflusst. Uns wundert allerdings, dass wir kein System erkennen. Manchmal fällt die Steuerungseinheit nach ein paar Minuten aus, manchmal erst am Abend eines Tages mit viel Musikgenuss unterwegs. Irgendwann fällt uns allerdings auf, dass der Stecker im iPhone 6 nicht so fest sitzt wie im iPad und uns kommt ein Verdacht: Staub im Anschluss.

  • Apple setzt auf zwei verdrehsichere Stecker: USB Typ C bei Macs und Lightning bei Ohrhörern. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Apple verzichtet bei der neuen Verpackung weitestgehend auf Kunststoff. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Außer dem Lightning-Anschluss gibt es sonst keine äußerlichen Unterschiede. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Lightning und Klinke am iPad Air. Die Fernbedienungen funktionieren immer. Die Audioausgabe beschränkt sich auf ein Gerät. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die kumulierte Menge an Staub, die wir aus dem iPhone holten. Danach änderte sich das Fehlerprofil. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Eine Klinkenbuchse würde von dieser Menge Staub nicht beeindruckt werden.  (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Unser Lightning-Debug-Kit. Die Taschenlampe brauchten wir, um besser in den Anschluss für die Makro-Aufnahmen zu leuchten und die Staubstellen zu erkennen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Wir entschuldigen uns für den nicht gerade appetitlichen Anblick, aber in einem iPhone sammelt sich einiges über die Jahre an. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Erst nach Abblenden und Perspektivenwechsel zu erkennen: Auf der rechten Seite stört noch etwas den Anschluss. Auch mit einer Nadel kamen wir nicht an diese Stelle. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Unser Lightning-Debug-Kit. Die Taschenlampe brauchten wir, um besser in den Anschluss für die Makro-Aufnahmen zu leuchten und die Staubstellen zu erkennen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)


Das Problem an sich kennen wir als Hosentaschen-Smartphone-Nutzer allzu gut. Ein bisschen Staub ist in der Hosentasche normal, und während der Klinkenanschluss bei uns wegen so einer Situation nur etwa einmal alle zwei Jahre gereinigt werden muss, ist die Lightning-Buchse empfindlicher. Einmal alle sechs Monate sollte man putzen, sonst klappt's mit dem Ladevorgang nicht. Lightning ist für Audio offenbar noch viel empfindlicher als beim Laden, was die Sauberkeit der Buchse angeht. Mit dem Laden haben wir nämlich keine Probleme.

Eigentlich wäre das Problem auszuschließen, denn die Anschlusszungen sind lang und kurze Aussetzer sollte das Betriebssystem eigentlich abfangen. Wir versuchten, mit Rütteln am Stecker das Problem zu provozieren, was nicht gelang. Es blieb zufällig. Nichtsdestotrotz half die Reinigung. Eine lächerliche Menge Staub schaufelten wir mühsam aus der Buchse, dank eines Nähsets und einer guten Taschenlampe. In der zweiten Woche trat der Ausfall der Kontrollen nicht mehr auf. Stattdessen hatten wir ein neues Problem: Die Musikwiedergabe stoppte ab und an einfach.

Bei genauer Betrachtung der Steckverbindung war immer noch kein perfektes Einstecken möglich, aber selbst mit Makroobjektiv (siehe letztes Foto) und der Taschenlampe im hellsten Modus konnten wir den Übeltäter nicht ausmachen. Wir waren trotzdem zufrieden. Denn eine gestoppte Musikwiedergabe ließ sich einfach wieder starten und unsere Ansprüche an die Funktionsfähigkeit von Hardware waren nach zwei Wochen schlicht gesunken. Mit iOS 10.1 hegten wir etwas die Hoffnung, dass Apple intelligenter mit Aussetzern umgeht. Doch die Hoffnung wurde nicht erfüllt, auch mit der neuen Version gab es ab und an Aussetzer. Ohne gründliche Reinigung geht es nicht.

Der Aufwand, den wir betreiben mussten, ist allerdings viel zu hoch. In der Not hat man nicht unbedingt eine Nadel und eine Taschenlampe dabei, um die fein vom Stecker zerdrückten Staubkörner aus den Ecken zu befreien. Der alte 30-Pin-Anschluss ließ sich damals besser reinigen.

Hier hat Apple leider in vollem Maße versagt und etwas geschafft, was wir nicht für möglich gehalten hätten: in ein fertiges simples System neue Bugs einzubauen und eine Konstruktion mit Lightning-Audio zu nutzen, die sehr empfindlich auf Staub reagiert und seitens des Betriebssystems nicht abgefangen wird. Mit der Klinke passiert so etwas jedenfalls nicht.

 Ohne iOS-Update geht es nichtWenn das iPhone auf den Boden knallt 
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Nikolai 09. Nov 2016

Es gab in der Tat mal eine Zeit in der es nicht sicher war ob ein Bluetooth Gerät...

TechnikSchaaf 05. Nov 2016

Ich hatte bisher immer gedacht es genervte Übertreibungen wenn Bekannte IphoneNutzer...

crazypsycho 03. Nov 2016

Darum nimmt man ja einen um 90° gedrehten Stecker. Der dreht sich mit und es entstehen...

crazypsycho 03. Nov 2016

Ja zusätzlich zur Klinke und weiteren Usb-Ports. Das würde Sinn machen, Platz wäre ja...

crazypsycho 03. Nov 2016

Nur das es keine brauchbaren Kopfhörer dafür gibt und auch nie geben wird. Und in der...


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