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Was Klinke, Lightning-Ohrhörer und USB-C-Ohrhörer unterscheidet

Apple hat sich also gegen die jahrzehntealte Klinkenbuchse und für etwas Neues entschieden. Ein Neuanfang muss nichts Schlechtes sein. Konstruktionsseitig ist die Klinkenbuchse ein riesiger Störfaktor bei Smartphones und vergleichbar mit der Ethernet-Buchse bei Notebooks. Sie verbraucht wertvollen Platz, der anderweitig benötigt wird.

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Die Einbautiefe ist für die IT-Welt enorm, vergleicht man sie mit anderen Buchsen-Stecker-Kombinationen. Das gilt insbesondere für die immer dünner werdenden Smartphones. Zudem sind digitale Funktionen nicht standardisiert. Ein Headset mit Bedienungselementen und Mikrofon funktioniert nicht an jedem Kopfhöreranschluss. Das Mikrofon wird von Notebooks meist angenommen. Doch die Pause-Taste und die Lautstärkeregelung funktionieren häufig nur an Macbooks. Selbiges gilt für Tastenkombinationen. Weder Verstärker, alte Walkmen und Minidisc-Player noch Windows-Notebooks können mit den proprietären Signalen etwas anfangen.

  • Apple setzt auf zwei verdrehsichere Stecker: USB Typ C bei Macs und Lightning bei Ohrhörern. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Apple verzichtet bei der neuen Verpackung weitestgehend auf Kunststoff. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Außer dem Lightning-Anschluss gibt es sonst keine äußerlichen Unterschiede. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Lightning und Klinke am iPad Air. Die Fernbedienungen funktionieren immer. Die Audioausgabe beschränkt sich auf ein Gerät. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die kumulierte Menge an Staub, die wir aus dem iPhone holten. Danach änderte sich das Fehlerprofil. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Eine Klinkenbuchse würde von dieser Menge Staub nicht beeindruckt werden.  (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Unser Lightning-Debug-Kit. Die Taschenlampe brauchten wir, um besser in den Anschluss für die Makro-Aufnahmen zu leuchten und die Staubstellen zu erkennen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Wir entschuldigen uns für den nicht gerade appetitlichen Anblick, aber in einem iPhone sammelt sich einiges über die Jahre an. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Erst nach Abblenden und Perspektivenwechsel zu erkennen: Auf der rechten Seite stört noch etwas den Anschluss. Auch mit einer Nadel kamen wir nicht an diese Stelle. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Außer dem Lightning-Anschluss gibt es sonst keine äußerlichen Unterschiede. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)


Apples Klinkenbuchse ist also ohnehin proprietär in der Ausführung, allerdings mit einer hohen Kompatibilität. Doch was macht ein Hersteller, der den Platz braucht? Eine Möglichkeit wäre die 2,5-mm-Klinkenbuchse gewesen. Die ist allerdings kaum verbreitet. Man erkauft sich damit noch mehr Kompatibilitätsprobleme und das Grundproblem der hohen Einstecktiefe bleibt. Und Apple hat mit dem iPhone 7 gezeigt, dass man ohne die Klinkenbuchse noch mehr in ein derart kleines Gehäuse stecken kann. Bei gleicher Gehäusegröße wurde die Akkukapazität im Vergleich zum iPhone 6S um 0,9 Wh auf 7,45 Wattstunden gesteigert und unter dem Homebutton die neue Taptic-Engine platziert. Außerdem gibt es gibt Platz für einen breiten Lautsprechergrill, der sich nicht so leicht verdecken lässt.

Apple beteiligte sich an der Lightning-Konkurrenz

Apple hatte allerdings noch eine weitere Alternative. Das Unternehmen war aktiv an der Standardisierung von USB Typ C als Audioschnittstelle der Zukunft beteiligt. Die USB-C-Buchse wäre also eine interessante, weil von fast der gesamten IT-Industrie akzeptierte Alternative gewesen. Nur die Hi-Fi-Industrie wurde nicht in die Entwicklung einbezogen. Es war also zu erwarten, dass sich wie bei Displays zwei Lager bilden würden: Klinke vs. digitale Schnittstelle, analog zu HDMI und Displayport.

Wer sich für den Hintergrund interessiert, dem empfehlen wir den Artikel USB soll die Audio-Klinkenbuchse bald überflüssig machen und die Meldung über den Abschluss der Standardisierung von Audio über USB Typ C.

Lightning-Kompatibilität war offenbar wichtiger

Apple entschied sich verständlicherweise für Kompatibilität: die Lightning-Buchse, die ohnehin schon alle Funktionen hatte und für die es genug Infrastruktur gibt, seien es Radiowecker mit Lightning-Dock im Hotel oder Zubehör bei den Anwendern daheim. Nach dem Verschwinden des alten 30-Pin-Konnektors wäre es die falsche Entscheidung gewesen, Hardwarepartner wie Nutzer schon wieder mit einem Wechsel zu verärgern.

Ein Vorteil der Lightning-Buchse gegenüber USB Typ C ist der geringe Platzbedarf. Die Einbautiefe ist etwas geringer, auch die Buchse ist kleiner als die USB-C-Konkurrenz. Nachteilig ist allenfalls die Bandbreite, weswegen iPhone-Backups einige Zeit brauchen und der HDMI-Adapter mit Kompression arbeitet.

Die Entscheidung für Lightning statt USB-C ist also nachvollziehbar, insbesondere da das Implementers Forum viel zu lange für die Standardisierung des verdrehsicheren Steckers gebraucht hat. Dafür ist USB-C mittlerweile eine eierlegende Wollmilchsau geworden. Sei es Thunderbolt, Displayport oder gar Ethernet, das über HDMI möglich ist.

Die Hardware ist also ein klarer Fall. Bei der Software sieht es allerdings schwieriger aus.

 Lightning-Audio im Praxistest: Wenn ein bisschen Staub den Anschluss lahmlegtOhne iOS-Update geht es nicht 
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Nikolai 09. Nov 2016

Es gab in der Tat mal eine Zeit in der es nicht sicher war ob ein Bluetooth Gerät...

TechnikSchaaf 05. Nov 2016

Ich hatte bisher immer gedacht es genervte Übertreibungen wenn Bekannte IphoneNutzer...

crazypsycho 03. Nov 2016

Darum nimmt man ja einen um 90° gedrehten Stecker. Der dreht sich mit und es entstehen...

crazypsycho 03. Nov 2016

Ja zusätzlich zur Klinke und weiteren Usb-Ports. Das würde Sinn machen, Platz wäre ja...

crazypsycho 03. Nov 2016

Nur das es keine brauchbaren Kopfhörer dafür gibt und auch nie geben wird. Und in der...


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