Abo
  • Services:

Lighthouse: Roboter findet Lecks in Wasserrohren

Täglich versickern Milliarden Liter Trinkwasser im Erdreich, weil die Wasserleitungen nicht dicht sind. Ein MIT-Forscher hat einen kleinen Roboter entwickelt, der helfen soll, den Wasserverlust zu stoppen.

Artikel veröffentlicht am ,
You Wu mit Lighthouse: Der Roboter schwimmt mit der Strömung.
You Wu mit Lighthouse: Der Roboter schwimmt mit der Strömung. (Bild: James Dyson Award)

In einem ausgedehnten, komplexen Rohrsystem ein Leck zu finden, ist nicht so einfach. Ein kleiner Roboter soll undichte Stellen in Wasserrohren aufspüren. Durch undichte Rohrleitungen geht in den Industrienationen etwa ein Fünftel des Trinkwassers verloren.

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, Würzburg
  2. Randstad Deutschland GmbH & Co. KG, Flensburg

Lighthouse heißt der Roboter. Er ist konisch und erinnert von der Form her an einen Federball. Sein Durchmesser entspricht dem des Rohrs, das er untersuchen soll. An dem Roboter sind kleine, flexible Schürzen angebracht, die als Berührungssensoren fungieren.

Um ein Rohrsystem zu überprüfen, wird Lighthouse durch einen Hydranten eingebracht. Er hat keinen eigenen Antrieb, sondern schwimmt mit der Strömung des Wassers durch die Rohre. Passiert er eine undichte Stelle, wird er durch den Sog, der an dieser Stelle entsteht, von seiner Bahn abgelenkt. Die Stärke des Sogs gibt einen Hinweis auf die Größe des Lecks.

Während er durch die Rohrleitungen schwimmt, zeichnet Lighthouse laufend seine Position auf. Am Ende seiner Tauchfahrt wird er an einem anderen Hydranten aus dem System herausgeholt. Dann werden die Daten - die der Sensoren sowie die Positionsdaten - drahtlos von Lighthouse heruntergeladen, eine Software überträgt sie in Google Maps und erstellt so eine Karte mit undichten Stellen für das Versorgungsunternehmen.

Der Roboter wurde von You Wu, einem Doktoranden des Massachusetts Institute of Technology, entwickelt. Wu ist dafür gerade in den USA mit dem James Dyson Award ausgezeichnet worden. Zudem kommt Lighthouse in die internationale Ausscheidung des Design-Preises.

Undichte Rohrleitungen sind für einen großen Wasserverlust verantwortlich. Etwa 20 Prozent des Trinkwassers geht dadurch verloren - in manchen Teilen der Welt sogar deutlich mehr. In Großbritannien etwa versickern nach offiziellen Angaben über drei Milliarden Liter Trinkwasser durch Lecks in Rohrleitungen im Erdreich - pro Tag! Es geht dabei nicht nur um den Wasserverlust: Das entweichende Wasser kann zudem das Erdreich unterspülen und so beispielsweise Straßenschäden verursachen.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 34,99€

Abdiel 08. Sep 2018 / Themenstart

füge zu den IMUs noch einen Kompass hinzu und das System ist komplett. So wie seit...

Abdiel 08. Sep 2018 / Themenstart

+1 Technisch absolut problemlos, zumal entsprechende Zugänge zu den Rohrsystemen für...

HeroFeat 07. Sep 2018 / Themenstart

Naja bei "Trinkwasser" handelt sich aber z.B. gerade in Deutschland um ein geprüftes...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Chuwi Higame im Test

Auf Indiegogo hat das Chuwi Higame bereits mehr als 400.000 US-Dollar erhalten. Der Mini-PC hat dank Kaby Lake G auch das Potenzial zu einem kleinen Multimediawürfel. Allerdings nerven die Lautstärke und ein paar Treiberprobleme.

Chuwi Higame im Test Video aufrufen
Zahlen mit Smartphones im Alltagstest: Sparkassenkunden müssen nicht auf Google Pay neidisch sein
Zahlen mit Smartphones im Alltagstest
Sparkassenkunden müssen nicht auf Google Pay neidisch sein

In Deutschland gibt es mittlerweile mehrere Möglichkeiten, drahtlos mit dem Smartphone zu bezahlen. Wir haben Google Pay mit der Sparkassen-App Mobiles Bezahlen verglichen und festgestellt: In der Handhabung gleichen sich die Apps zwar, doch in den Details gibt es einige Unterschiede.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Smartphone Auch Volksbanken führen mobiles Bezahlen ein
  2. Bezahldienst ausprobiert Google Pay startet in Deutschland mit vier Finanzdiensten

Leistungsschutzrecht: So viel Geld würden die Verlage von Google bekommen
Leistungsschutzrecht
So viel Geld würden die Verlage von Google bekommen

Das europäische Leistungsschutzrecht soll die Zukunft der Presse sichern. Doch in Deutschland würde derzeit ein einziger Verlag fast zwei Drittel der Einnahmen erhalten.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Netzpolitik Willkommen im europäischen Filternet
  2. Urheberrecht Europaparlament für Leistungsschutzrecht und Uploadfilter
  3. Leistungsschutzrecht/Uploadfilter Wikipedia protestiert gegen Urheberrechtsreform

Elektroroller-Verleih Coup: Zum Laden in den Keller gehen
Elektroroller-Verleih Coup
Zum Laden in den Keller gehen

Wie hält man eine Flotte mit 1.000 elektrischen Rollern am Laufen? Die Bosch-Tochter Coup hat in Berlin einen Blick hinter die Kulissen der Sharing-Wirtschaft gewährt.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Neue Technik Bosch verkündet Durchbruch für saubereren Diesel
  2. Halbleiterwerk Bosch beginnt Bau neuer 300-mm-Fab in Dresden
  3. Zu hohe Investionen Bosch baut keine eigenen Batteriezellen

    •  /