Lightfish: U.S. Navy testet Solarboot für monatelange Meerespatrouille
Das Lightfish-Drohnenschiff des Unternehmens Seasats aus San Diego ist kaum größer als ein Kajak: 3,47 Meter lang, 1,04 Meter breit und 138 Kilogramm schwer. Es passt in einen Kleintransporter und kann von zwei Personen zu Wasser gelassen werden. Trotzdem überquerte es den Pazifik.
GPS-unabhängige Navigation
Das Lightfish erreicht nur maximal 9,3 km/h. Dafür hält es bis zu sechs Monate durch und legt auf einer Fahrt bis zu 14.800 Kilometer zurück. Fünf HD-Kameras, LTE, Iridium und Starlink übernehmen die Datenübertragung. Zusätzlich sind GPS-unabhängige Navigation und ein KI-gestütztes Kollisionsvermeidungssystem an Bord.
Der Rumpf richtet sich bei Wellenhöhen bis sechs Meter selbst wieder auf. Ein Solarantrieb mit Methanol-Brennstoffzelle liefert zwischen 11 und 28 Kilowattstunden. Die meisten Sensoren lassen sich laut Hersteller in wenigen Minuten tauschen.
2024 scheiterte ein erster Überquerungsversuch, als ein Taifun das Boot außer Gefecht setzte; eine schlecht abgedichtete Abgasöffnung ließ Wasser in den Rumpf. Der zweite Versuch gelang: Im Juli 2025 erreichte das Lightfish nach 150 Tagen und rund 13.900 Kilometern Japan, mit Zwischenstopps in Hawaii sowie Demonstrationen bei Wake Island, Guam und Okinawa.
Im Februar 2026 setzte die 6. US-Flotte das Boot beim Manöver Cutlass Express 2026(öffnet im neuen Fenster) im Westlichen Indischen Ozean ein, gestartet von einem Hilfsschiff der Seychellen-Marine.
U.S. Navy will bis 2045 zur Hälfte unbemannt sein
Die U.S. Navy hat das Ziel, bis 2045 die Hälfte ihrer Überwasserflotte durch autonome Systeme zu ersetzen. Das Lightfish steht dabei neben weit größeren Projekten wie dem 55 Meter langen USX-1 Defiant . Auch die deutsche Marine testete 2026 eine unbemannte Unterwasserdrohne .
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