Lifestyle-Marktplatz: Groupon nur noch ausnahmsweise mit hohen Rabatten

Das Gruppenrabattportal Groupon will sein Image in Deutschland aufwerten. "Wir wollen die Sterneköche als Partner haben, die besten Friseure, die schönsten Fitness-Clubs und angesagtesten Attraktionen" , sagte Deutschland-Chef Emanuel Stehle der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Rabatte von mehr als 60 Prozent sollen künftig die Ausnahme sein, erklärte der Manager: "Lieber nur 20 Prozent – die aber auf die Top-Events und Partner."
Groupon gehört seit dem Start im Jahr 2008 zu den schnell wachsenden Unternehmen, macht aber weiterhin Verluste. Zuletzt wurde im Mai 2014 ein Minus von 37,8 Millionen US-Dollar berichtet(öffnet im neuen Fenster) . Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag der Verlust bei 4 Millionen US-Dollar. Der Umsatz stieg um 26 Prozent auf 757,6 Millionen US-Dollar. Groupon-Chef Andrew Mason war nach schwachen Quartalsergebnissen Anfang 2013 vom Aufsichtsrat entlassen worden .
Das Konzept des Portals sei komplett umgestellt worden, sagte Stehle zu dem Neustart: Weg von einer Handvoll Schnäppchen am Tag, hin zu einem lokalen Marktplatz mit allen interessanten Händlern vor Ort. "Kein Mensch managt seine Freizeit optimal – Groupon kann das übernehmen." "Künftig soll jeder einmal am Tag auf Groupon gucken, was in seiner Stadt gerade los ist."
Die neue Website soll mit einer besseren Suche die Kunden zum Stöbern nach Freizeitangeboten bei Groupon anregen, während die Angebote bisher vor allem per E-Mail verschickt werden.
Suchergebnisse sind jetzt auf mehrere Bereiche ausgeweitet und zeigen Treffer aus allen Kategorien: lokale Deals, Reisen, Produkte oder Live-Events.
Der Umbau der Website, die von Groupon-eigenen Entwicklerteams neu gestaltet worden sei, startete im November 2013 in den USA und Kanada und ist nun in Deutschland, als erstem internationalen Markt, abgeschlossen.