Lieferprobleme: Renault muss Bestellungen für Elektroautos stoppen

Die ab 2023 veränderten und immer noch unklaren Förderregeln für Elektroautos, die Teilekrise durch den Ukrainekrieg und die hohe Nachfrage nach den Fahrzeuge zwingt Renault Deutschland zu einem drastischen Schritt. Bis Freitag, 25. März 2022 werden noch Bestellungen angenommen, danach nicht mehr, heißt es beim Portal Edison(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf interne Schreiben von Renault an seine deutschen Händler. Die Existenz des Schreibens wurde mittlerweile auch von Electrive.net(öffnet im neuen Fenster) bestätigt
Wie lange die vorübergehende Bestellpause für Zoe, Twingo Electric und den Mégane E-Tech gilt, ist nicht bekannt. Auch der Transporter Master Z.E. sowie die Plug-in-Hybride sind betroffen.
In der Ukraine werden für viele Hersteller von Zulieferern Kabelbäume hergestellt. Zudem sind die für Akkus wichtigen Rohstoffe Nickel und Lithium im Preis enorm gestiegen. Auch VW und Audi haben Bestellstopps für Plug-in-Hybride eingeführt, Bestellungen der rein elektrischen Fahrzeuge sind bei diesen Firmen weiterhin möglich.
Zudem hat der Verwaltungsrat der Renault Group am 23. März 2022 beschlossen, dass die Aktivitäten des Unternehmens in der Produktionsstätte Moskau ausgesetzt werden(öffnet im neuen Fenster) . Darüber hinaus prüft der Konzern die Beteiligung an AwtoWAS, dem größten Hersteller von PKWs in Russland. Die Fahrzeuge von AwtoWAS werden unter dem Markennamen Lada verkauft.