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Lieferketten: Nokia kündigt Einbußen durch Trump-Zölle an

Die Trump-Zölle treffen die Lieferketten von Nokia , einem wichtigen Lieferanten für Mobilfunk- und Festnetztechnik der USA.
/ Achim Sawall
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Der neue Nokia-Chef Justin Hotard (Bild: Nokia)
Der neue Nokia-Chef Justin Hotard Bild: Nokia

Nokia erwartet im zweiten Quartal einen Rückgang von 20 bis 30 Millionen Euro auf das Betriebsergebnis durch Handelszölle aus den USA. Das gab der finnische Telco-Ausrüster am 24. April 2025 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Die erwarteten Zollerhöhungen im zweiten Quartal bewirkten hauptsächlich Unterbrechungen der Lieferketten, sagte der neue Nokia-Chef Justin Hotard in der Telefonkonferenz mit Journalisten und Analysten.

Das Unternehmen habe keine Auswirkungen der Zölle auf die Nachfrage bemerkt, betonte er.

Im ersten Quartal erzielte Nokia einen Verlust von 60 Millionen Euro, nach einem Gewinn von 438 Millionen Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Eine einmalige Vertragsabfindungszahlung der Mobilfunksparte habe das Quartalsergebnis mit 120 Millionen Euro belastet, teilte Hotard mit. Dies gehe auf ein Kundenprojekt aus dem Jahr 2019 zurück.

Der Umsatz von Nokia lag im ersten Quartal bei 4,39 Milliarden Euro, was einen Rückgang von 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht, die Analysten erwarteten jedoch 4,41 Milliarden Euro.

Nokia: Mehr Produktion in den USA

Das Unternehmen gab bekannt, dass es seine 5G-Lieferverträge mit T-Mobile US um mehrere Jahre verlängert habe. Finanzielle Details wurden nicht genannt.

Hotard, der Anfang April die Führung übernommen hatte, sagte, es gebe aufgrund der US-Zölle zusätzliche Möglichkeiten, Investitionen in den USA in Betracht zu ziehen. "Es geht nicht um die Verlegung unseres Hauptsitzes (...) das ist weniger wichtig als Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E) sowie in die Fertigungskapazitäten" , sagte er zu Reuters (Paywall)(öffnet im neuen Fenster) . Nokia verfügt über mehr als ein Dutzend Standorte in Nordamerika und besitzt die renommierteren Bell Labs in New Jersey für Forschung und Entwicklung.

Nokia bestätigte seinen Jahresausblick, der die Übernahme von Infinera in den USA beinhaltet, teilte jedoch mit, dass es schwieriger sein werde als ursprünglich erwartet, das obere Ende der Spanne beim Betriebsgewinn zu erreichen.


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