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Lieferketten: E-Kleinstwagen Microlino hat ein Problem

Die Verwerfungen in den globalen Lieferketten machen vor dem Kleinstwagen Microlino nicht halt. Das Elektroauto kommt später als geplant.
/ Andreas Donath
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Microlino 2.0 auf der IAA (Bild: Micro Mobility Systems)
Microlino 2.0 auf der IAA Bild: Micro Mobility Systems

Der Schweizer Hersteller Micro Mobility Systems muss den Produktionsstart seines Kleinwagens Microlino(öffnet im neuen Fenster) verschieben. Nun soll das Mini-Auto erst ab Mitte März 2022 gebaut werden.

Der Kleinwagen soll künftig in drei Akkugrößen und Ausstattungslinien erhältlich sein. Der Grund für die Verschiebung ist der gleiche, mit dem auch etablierte Fahrzeughersteller zu kämpfen haben: Wegen der Corona-Pandemie sind Lieferketten unterbrochen oder Teile sind nur in geringen Stückzahlen zu hohen Preisen erhältlich.

Die ersten Autos sollen im April oder Mai 2022 in der Schweiz und später in Deutschland ausgeliefert werden. Das Schweizer Familienunternehmen lässt die Microlinos von Cecomp im italienischen Turin fertigen.

"Seit der erfolgreichen IAA im September haben wir die ganze Energie in den Aufbau unserer eigenen Produktion in Turin gesteckt, um den Microlino so bald wie möglich auf den Markt zu bringen" , heißt es in einem Blogbeitrag des Unternehmens. Selbst einfache Stecker für den Kabelbaum hätten Vorlaufzeiten von bis zu 50 Wochen.

Der noch ausstehende Konfigurator soll im Februar 2022 gestartet werden. Eigentlich sollte der Microlino 2.0, der auf der IAA Mobility vorgestellt wurde , noch 2021 in Produktion gehen.

Rundgang um den Microlino
Rundgang um den Microlino (00:59)

Die Akkus gibt es in den Größen 6, 10,5 und 14 kWh, wobei der große Akku erst später lieferbar ist. Die vorläufigen Reichweitenangaben liegen bei 95, 175 und 230 km. Die Höchstgeschwindigkeit liegt von 90 km/h und der Einstiegspreis bei 12.000 Euro. Der Microlino beschleunigt in 5 Sekunden von 0 auf 50 km/h. Das Fahrzeug ist preislich und vom Konzept her zwischen Kleinstwagen wie dem Citroën Ami und Opel Rocks-e sowie dem e.Go angesiedelt. Anders als der Ami lässt sich der Microlino nur mit einem Pkw-Führerschein fahren. Eine Besonderheit: Die Tür des Microlino öffnet nach vorne, wobei das Lenkrad starr in einer Säule verbaut ist


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