Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Lieferengpass: Alternate verkauft Playstation 5 erst nach Bewerbung

"Ich hätte gerne eine PS5, weil ...": Alternate liefert die Sony-Konsole nur an Spieler aus, die sich beworben haben.
/ Peter Steinlechner
84 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Playstation 5 in einem Elektronikmarkt (Bild: Ed Jones/AFP via Getty Images)
Playstation 5 in einem Elektronikmarkt Bild: Ed Jones/AFP via Getty Images

Bei dieser Aktion haben Scalper mit ihren Bots keine Chance: Der Hardware-Händler Alternate verkauft die Playstation 5 aus einem Kontingent von 230 Geräten nur an Spieler, die sich dafür beworben haben.

"Mit einem kreativen Motivationsschreiben, eigenen Youtube-Videos oder Links zu den Social Media-Profilen" sollen die Interessierten begründen, warum sie die Konsole zugeteilt bekommen sollten, schreibt Alternate(öffnet im neuen Fenster).

Die Auswahl trifft dann eine Jury. Zum Kauf steht dabei nicht einfach eine Playstation 5, sondern ein Bundle aus Konsole und zweitem Gamepad sowie der Nioh Collection und Dirt 5 zum Gesamtpreis von rund 720 Euro.

Während das Rennspiel durchaus massenkompatibel ist, dürften mit den extrem herausfordernden Nioh-Titeln längst nicht alle Spieler etwas anfangen können.

Sony selbst hat übrigens in seinem offiziellen nordamerikanischen Shop zeitweise ebenfalls dafür gesorgt, dass statt Weiterverkäufern nur echte Gamer eine Playstation 5 erwerben konnten. Dazu mussten die Interessierten bei ihrer Vorbestellung ihre PSN-ID angeben.

Playstation 5 ausgepackt
Playstation 5 ausgepackt (01:37)

Die Auswahl sollte – laut Sony – basierend auf "früheren Interessen und Playstation-Aktivitäten" erfolgen. Ob die Gesamtspielzeit entscheidend war oder die Anzahl der Trophäen, blieb unklar.

Anzeige

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Sowohl das Verfahren als auch das von Sony mögen in einem marktbasierten Wirtschaftssystem seltsam wirken. Sie haben aber den Vorteil, dass sie den Aufwand für Weiterverkäufer, die ein paar schnelle Euro oder Dollar machen wollen, in die Höhe treiben.

Bei der Playstation 5 sind ebenso wie bei der Xbox Series X vermutlich noch bis zum Jahresende 2021 mehr oder weniger große Lieferengpässe zu erwarten. Grund ist unter anderem, dass Zulieferer wie AMD mit der Produktion der benötigten Prozessoren nicht nachkommen. Auf Auktionsplattformen sind die Geräte mit Aufpreisen von 100 bis 200 Euro erhältlich.


Relevante Themen