Lieferdrohnen: Nasa entwickelt Leitsystem für Flugroboter

Ein Flugsicherungssystem für Drohnen entwickelt die US-Raumfahrtbehörde Nasa. Es soll - wie die Fluggeräte, die es überwacht - unbemannt sein.

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DHL-Lieferdrohne Postcopter: Kollisionen verhindern, Flugverbotszonen beachten
DHL-Lieferdrohne Postcopter: Kollisionen verhindern, Flugverbotszonen beachten (Bild: Andreas Rentz/Getty Images)

Geht es nach Amazon oder Google, werden in Zukunft unbemannte Fluggeräte (Unmanned Aerial Vehicles, UAV) Waren ausliefern. Die US-Luftfahrtbehörde ist dagegen. Die US-Raumfahrtbehörde hingegen sucht nach Wegen, den unbemannten Luftverkehr zu koordinieren.

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Die National Aeronautics and Space Administration (Nasa) entwickelt ein Flugleitsystem für UAVs, wie die New York Times berichtet. Es soll ähnliche Aufgaben übernehmen wie die Flugsicherung in der zivilen Luftfahrt.

Fluggeräte koordinieren

Das System soll Drohnen und weitere niedrig fliegende Flugobjekte, wie etwa Kamerahubschrauber von Fernsehsendern, koordinieren und darauf achten, dass die UAVs nicht mit ihresgleichen oder mit bemannten Fluggeräten zusammenstoßen. Außerdem überwacht es, dass die Drohnen sich an Flugverbotszonen wie etwa Flughäfen halten und nicht mit Gebäuden kollidieren. Eine weitere wichtige Aufgabe ist die Wetterbeobachtung: Die Fluggeräte sind teilweise sehr anfällig gegen Wind.

Anders als die herkömmliche Flugsicherung ist das Nasa-System nicht bemannt: Wie die Drohnen selbst arbeitet auch das System automatisiert. Ein UAV allein sei einfach zu kontrollieren, sagte Projektleiter Parimal Kopardekar der Zeitung. Es gebe aber derzeit keine Infrastruktur für mehrere UAVs im gleichen Luftraum.

Drohnen in der Landwirtschaft

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Kopardekar geht davon aus, dass es in den kommenden Jahren mehr und mehr kommerzielle Anwendungen für UAVs geben wird. Den Anfang werden seiner Ansicht nach Anwendungen in der Landwirtschaft und der Industrie machen: Die UAVs sollen die Felder und Anlagen, wie etwa Rohrleitungen, überwachen. Diese Anwendungen hält er für das kommende Jahr für realistisch.

Paketlieferungen per UAV, so glaubt er, dauerten noch einige Jahre. Diese seien auch weniger für Städte, sondern eher für entlegene, dünn besiedelte Regionen geeignet. Ob sie sich dort durchsetzen, dürfte vor allem davon abhängen, ob die Menschen dort bereit sind, eine solche Dienstleistung zu bezahlen.

Lieferung per Drohne

Ende des vergangenen Jahres hatte Amazon das Konzept Prime Air vorgestellt: die Auslieferung von Waren mit einem kleinen unbemannten Copter. Andere Logistikunternehmen zogen nach. DHL etwa demonstrierte kurz darauf eine Medikamentenlieferung per Drohne in Bonn. Google arbeitet ebenfalls an unbemannten fliegenden Liefersystemen.

Derzeit ist der kommerzielle Betrieb von Drohnen in den USA streng reglementiert - wie hierzulande übrigens auch. Die US-Flugsicherheitsbehörde Federal Aviation Administration (FAA) hat kürzlich noch einmal betont, dass die Auslieferung von Waren per Drohnen nicht erlaubt sei. Der New York Times sagte ein FAA-Sprecher, die Behörde wolle noch in diesem Jahr Entwürfe für Regelungen für Drohnen bis 25 Kilogramm vorstellen.

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