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Lieferdienste: DHL will Kunden besser über Paketzustellung informieren

15 Minuten vor der Paketzustellung sollen Kunden von DHL ab 2020 per E-Mail informiert werden, kündigt Post-Chef Frank Appel an. Er hofft zudem auf Ausschreibungen an nur noch eine Firma für die letzte Liefermeile.
/ Peter Steinlechner
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Produktion des Screetscooter in Düren, Nordrhein-Westfalen (Bild: Andreas Rentz/Getty Images)
Produktion des Screetscooter in Düren, Nordrhein-Westfalen Bild: Andreas Rentz/Getty Images

Der zur Post gehörende Paketzusteller DHL will ab 2020 seine Kunden besser über die bevorstehende Zustellung ihrer Pakete informieren. Zuerst sollen diese eine E-Mail mit der "ungefähren Zeit erhalten, zu der der Zusteller kommt" , sagt Firmenchef Frank Appel im Gespräch mit der Rheinischen Post(öffnet im neuen Fenster) .

Rund 15 Minuten vor der Ankunft solle es eine weitere Mail mit der genauen Lieferzeit geben, die "anhand der per GPS erfassten Position des Lieferwagens" berechnet werde.

Das System werde derzeit in einigen Regionen getestet, im Laufe des Jahres 2020 soll es diese "Just-in-Time-Pakete" bundesweit geben. Von den großen Lieferdiensten hat bislang nur DPD ein vergleichbares System im Angebot: Dort kann der Kunde auf einer Übersichtskarte verfolgen, wo zuständige Lieferwagen gerade unterwegs sind. Das prognostizierte Zeitfenster ist meist auf ein bis zwei Stunden genau - immerhin.

Appel geht auch auf weitere Probleme seiner Branche ein. Zur Verringerung des massiv zunehmenden Lieferverkehrs in Städten schlägt er vor, dass die Städte für die unmittelbare Zustellung auf der letzten Meile mit einer Ausschreibung nur an eine Firma vergeben. So könne "überflüssiger Verkehr eingeschränkt und die Umwelt geschont werden" , meint er.

Streetscooter Work XL
Streetscooter Work XL (02:37)

Außerdem habe DHL mit anderen Postunternehmen über eine Beteiligung an der DHL-Tochter Streetscooter gesprochen, die den gleichnamigen elektrisch betriebenen Transporter herstellt. Es könne sein, dass sich da etwas tue - langfristig könnten so mehr E-Lieferfahrzeuge statt der bislang üblichen per Diesel angetriebenen unterwegs sein, die oftmals auch beim Zustellvorgang mit laufendem Motor geparkt werden. Der Post-Chef wünscht sich, dass in den Städten irgendwann nur noch E-Transportautos zugelassen werden.


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