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Amazon-Fresh-Lieferwagen in Los Angeles
Amazon-Fresh-Lieferwagen in Los Angeles (Bild: Jonathan Alcorn/Reuters)

Höhere Preise und mehr Datenklau

Zeit Online: In einem Ihrer Forschungsprojekte beschäftigen Sie sich mit Ernährungsberatung: Nimmt man zwei Sorten Müsli aus dem Regal, vergleicht das Regal auf einem Bildschirm die Nährwerte. Wird es das bald im Supermarkt geben?

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Krüger: So etwas wie den Müslivergleich werden Sie wohl nicht in naher Zukunft am Regal erleben, aber die Idee dahinter ist übertragbar. Wenn Produkte wie Google Glass erst verbreitet sind, macht das die Brille. Bislang hat man Ideen aus dem stationären Handel auf den Internethandel übertragen, den Warenkorb zum Beispiel. Jetzt folgt eine Gegenbewegung. Dazu gehört der Produktvergleich. Der wird unsere Kaufentscheidung stark beeinflussen.

Zeit Online: Mit einem Abodienst würde ich auf den Produktvergleich aber verzichten. Nutzt der Versandhandel da meine Faulheit aus?

Krüger: Die Gefahr besteht natürlich. Wie häufig denken Sie über Ihren Strompreis nach? Wahrscheinlich könnten Sie sehr viel sparen, wie 80 Prozent aller Deutschen. Bei Lebensmitteln könnte es ähnlich kommen. Man wird wahrscheinlich etwas mehr zahlen als bei dem aggressiven Preiskampf heute. Andererseits könnten Sie auch eine Art digitalen Agenten nutzen - ein Helferlein, das für den Einkauf das günstigste Angebot zusammensucht. In England gibt es solche Dienste schon. Da ist man im Online-Lebensmittelhandel schon etwas weiter als in Deutschland.

Zeit Online: Amazon begann als Buchhändler, ab Herbst liefert der Konzern auch Lebensmittel. Deutsche Lebensmittelhändler tun sich mit der Lieferung dagegen schwer. Wer sind die Triebkräfte hinter der Innovation?

Krüger: Der traditionelle Händler denkt, dass sich seine Investition möglichst schnell tragen muss, schließlich sind die Margen in der Branche gering. Darum geben sie nicht mehr aus, als sie einnehmen. Ich kenne aber keinen Online-Lieferdienst für Lebensmittel, der schwarze Zahlen schreibt. Amazon denkt wie die gesamte digitale Ökonomie anders: Sie investieren erst einmal viel Geld, um die Nutzer an ihre Plattform zu binden. Damit machen sie zwar keine Gewinne, aber sie schaffen sich eine Kundenbasis, an der später niemand mehr vorbeikann. Das ist eine Wette auf die Zukunft.

Zeit Online: Machen mich Online-Bestellungen und Abodienste nicht zu einem attraktiven Opfer für Datenklau?

Krüger: Das ist natürlich mit Gefahren verbunden. Sie geben ziemlich viel von sich preis. Wenn jemand Ihren genauen Verbrauch kennt, weiß er vielleicht sogar mehr über Sie, als Google aus Ihrem Onlineverhalten lesen kann. Aber die Onlinehändler werden den Teufel tun, Ihr Vertrauen zu verspielen. Man sieht im Moment, wie Google und Apple sich gegen die NSA wehren, weil sie wissen, dass ohne das Vertrauen ihrer Kunden ihr Geschäftsmodell zusammenbricht.

 Lieferdienste: "80 Prozent der Lebensmittel werden wir online bestellen"

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DrWatson 05. Okt 2016

Wie willst du sowas sonst rechnen? Mir fällt kein Grund ein, warum Freizeit weniger Wert...

Peter Brülls 05. Okt 2016

Da sehe ich ehrlich gesagt das geringste Problem. Faules Obst kriege ich auch beim...

HûntStârJonny 21. Sep 2016

wäre da voll dabei, Straßen dann bitte abschaffen, in die Arbeit(falls kein Home-office...

Kleba 15. Sep 2016

Da hab ich auch schon dran gedackt. Die Hoffnung war, dass es eine passable und...

flow77 15. Sep 2016

Sofern man saisonal/regional kaufen möchte gibt es mittlerweile wohl in so gut wie jeder...



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