Lieferdienst: Amazon Flex kündigt automatisiert per App

Werden die Vorgaben der App beim Liefern für Amazon Flex in den USA nicht erfüllt, folgt wohl eine Kündigung - vollständig automatisiert.

Artikel veröffentlicht am ,
Bei Amazon Flex liefern Privatleute als unabhängige Auftragsnehmer Pakete  aus.
Bei Amazon Flex liefern Privatleute als unabhängige Auftragsnehmer Pakete aus. (Bild: Chip Somodevilla/Getty Images)

Mit Amazon Flex versucht der Versandhändler, Lücken und Probleme im eigenen Liefernetz durch mehr oder weniger spontane Lieferungen von privaten Fahrern zu beseitigen. Wie Bloomberg berichtet, spricht das Unternehmen in den USA per App automatisiert Kündigungen oder vorübergehende Sperren für Flex-Fahrer aus, wenn die Vorgaben oder Erwartungen von Amazon nicht erfüllt werden.

Stellenmarkt
  1. SAP HCM Senior Berater (m/w/x)
    über duerenhoff GmbH, Haßfurt
  2. SAP BW/BI Berater (m/w/x)
    über duerenhoff GmbH, Essen
Detailsuche

Das gelte insbesondere für zahlreiche Unwägbarkeiten, die völlig außerhalb der Kontrolle derjenigen liegen, die die Pakete letztlich ausliefern. So erwarte Amazon etwa eine Auslieferung in einem bestimmten Zeitraum. Diese Vorgabe könne aber nicht immer erfüllt werden. Bloomberg berichtet unter Berufung auf Betroffene etwa davon, dass die Einfahrt zu einer Gated Community nicht möglich war, der Zugang zum Hausflur samt Amazon Locker verwehrt blieb oder ein Nagel im Reifen die Weiterfahrt zum Ausliefern verzögerte.

Das Magazin Ars Technica berichtet darüber hinaus von Vorfällen, die auf Reddit und in Flex-Foren dokumentiert sind. Dabei führten schlechtes Wetter und unvorteilhafte Selfie-Aufnahmen zu Sperren in dem Flex-Programm. Laut Bloomberg werden all diese nicht beeinflussbaren Ereignisse und Situationen gar nicht oder wenn doch nur sehr wenig bei den Kündigungen und Ausschlüssen aus dem Flex-Programm berücksichtigt.

Widerspruch kaum sinnvoll

Die Liefervorgänge werden dabei durch eine spezielle, von Amazon entwickelte App abgewickelt, über die sich Personen zum Ausliefern anmelden können, die Schichten verteilt werden und das Ausliefern koordiniert wird. Die App kontrolliert aber auch das Verhalten beim Ausliefern selbst, so wird etwa die Leistung bewertet.

Aus Sicht der Betroffenen kommt es dem Bericht zufolge dadurch aber zu zahlreichen ungerechtfertigten Kündigungen. Eine mögliche Schlichtung kostet zudem 200 US-Dollar. E-Mails zur Klärung bestimmter Probleme in diesem Zusammenhang erscheinen wohl mehrheitlich automatisiert erstellt. Eine menschliche Interaktion finde hier kaum noch statt, heißt es. Rechtliche Möglichkeiten gegen den Ausschluss aus dem Flex-Programm haben die Betroffenen darüber hinaus kaum. Immerhin sind diese nicht dauerhaft angestellt, sondern agieren als selbstständige Auftragsnehmer.

Ein ehemaliger Entwickler, der an dem Flex-System mitgewirkt hat, sagte Bloomberg, dass dieses System intern als großer Erfolg bewertet werde. Demnach überwiegen die Vorteile bei weitem mögliche Kollateralschäden. Eine Sprecherin von Amazon bezeichnet die in dem Bericht aufgeführten Fälle als "anekdotisch", die der Erfahrung einer großen Mehrheit der Flex-Fahrer nicht entspreche.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Myrso 30. Jun 2021

BGE für alle plus Gehalt (zusätzlich zum BGE) für die paar Wissensarbeiter, die...

dummzeuch 30. Jun 2021

https://en.wikipedia.org/wiki/Manna_(novel) ... zumindest der erste Teil. Und vermutlich...

MANDOL 30. Jun 2021

Der weise Prophet Marc Uwe Kling hats vorher gesagt. Ich warte auf den Tag bis mir mein...

pEtROLLLhEAD 30. Jun 2021

Die aller, alllllller schlimmsten gestalten fahren für Amazon. DHL Hermes UPS und wie sie...

Eheran 30. Jun 2021

Das war dein Fehler. Es ist für "IT für Profis", ganz andere Bedeutung...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Von Cubesats zu Disksats
Satelliten als fliegende Scheiben

Leichte und billige Satelliten, die auch zu Mond und Mars fliegen können: Aerospace Corp hat den neuen Standardformfaktor Disksats entwickelt.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

Von Cubesats zu Disksats: Satelliten als fliegende Scheiben
Artikel
  1. Cyrcle Phone 2.0: Rundes Smartphone soll 700 Euro kosten
    Cyrcle Phone 2.0
    Rundes Smartphone soll 700 Euro kosten

    Dass Mobiltelefone in den letzten 20 Jahren meist nicht rund gewesen sind, scheint einen guten Grund zu haben, wie das Cyrcle Phone 2.0 zeigt.

  2. Wochenrückblick: Frischobst
    Wochenrückblick
    Frischobst

    Golem.de-Wochenrückblick Apple zeigt neue Geräte und Windows wird schneller: die Woche im Video.

  3. Full Self Driving: Tesla-Fahrer dürfen Beta nur bei Wohlverhalten nutzen
    Full Self Driving
    Tesla-Fahrer dürfen Beta nur bei Wohlverhalten nutzen

    Die Testversion des Full-Self-Driving-Pakets sollen nur Tesla-Fahrer nutzen dürfen, deren Fahrverhalten einwandfrei ist.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Corsair Vengeance LPX DDR4-3200 16 GB 63,74€ und 32 GB 108,79€ • Alternate (u. a. Creative SB Z SE 71,98€, Kingston KC2500 2 TB 181,89€ und Recaro Exo Platinum 855,99€) • Breaking Deals mit Club-Rabatten • ASUS ROG Crosshair VIII Hero WiFi 269,99€ • iPhone 13 vorbestellbar [Werbung]
    •  /