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Liechtenstein: Hacker kopieren 31.000 Datensätze aus Wirtschaftsregister

Die liechtensteinische Regierung muss nicht nur dem Angriff nachgehen, sondern auch Maßnahmen wegen der Verletzung der DSGVO ergreifen.
/ Mike Faust
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Die liechtensteinische Regierungschefin Brigitte Haas hat einen Krisenstab eingerichtet. (Bild: Daniel Schwendener / Fürstentum Liechtenstein)
Die liechtensteinische Regierungschefin Brigitte Haas hat einen Krisenstab eingerichtet. Bild: Daniel Schwendener / Fürstentum Liechtenstein

In Liechtenstein ist am 30. Juli 2026 das Verzeichnis der wirtschaftlich berechtigten Personen (VwbP) gehackt worden. Dieses Verzeichnis enthält Daten über Personen, die als Rechtsträger für Gesellschaften, Stiftungen und Treuhänderschaften auftreten.

Wie die Landesverwaltung des Fürstentums in einer Pressemitteilung erklärt(öffnet im neuen Fenster), gelang es den Tätern, Kopien der Daten von circa 31.000 Rechtsträgern anzufertigen. Nachdem das Amt für Justiz im Verlauf des 30. Juli 2026 Unregelmäßigkeiten in den IT-Systemen bemerkt hatte, wurde das Amt für Informatik informiert, welches das betroffene Verzeichnis vom Netz nahm.

Nach bisherigem Kenntnisstand sollen keine Daten verändert oder gelöscht, sondern lediglich kopiert worden sein. Am 31. Juli 2026 wurde die liechtensteinische Regierung über den potenziellen Erfolg des Angriffs informiert. Nachdem am Nachmittag des 1. August erste bestätigte Untersuchungsergebnisse vorlagen, richtete das Land einen Krisenstab ein.

Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung

Der Krisenstab wird von der liechtensteinischen Regierungschefin Brigitte Haas und dem Justizminister Emanuel Schädler geleitet. Ziel sei es, den Vorfall lückenlos aufzuklären und geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Da es sich um eine Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten nach der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) handelt, wolle man zudem sicherstellen, die Betroffenen so schnell wie möglich zu informieren. Als zentrale Stelle für Anfragen soll die E-Mail-Adresse vwbpfragen@llv.li verwendet werden.

Das VwbP wurde im Jahr 2021 zur Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung eingerichtet. In Rumänien ereignete sich ein ähnlicher Vorfall mit mutmaßlich schwerwiegenderen Auswirkungen. In dem Land wurde die Katasterbehörde Ziel eines Hackerangriffs, wobei die Täter offenbar die gesamte Grundbuchdatenbank des Landes löschten.


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