Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Lidl und Kaufland: Schwarz Gruppe gibt mehr für Rechenzentren aus

Der Handelskonzern Schwarz Gruppe verstärkt sein Engagement für Rechenzentren . Im Spreewald läuft ein wichtiger Neubau.
/ Achim Sawall
13 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Rechenzentrum der Schwarz Gruppe (Bild: Schwarz Gruppe)
Rechenzentrum der Schwarz Gruppe Bild: Schwarz Gruppe

Die Schwarz Gruppe investiert außer in Filialen und Lager auch in die Kapazität ihrer Rechenzentren. Das gab der viertgrößte Handelskonzern der Welt am 22. Mai 2025 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . 3,7 Milliarden Euro werden demnach in Deutschland ausgegeben. Insgesamt steigen die Investitionen im Vergleich zum Vorjahr um 1 Milliarde Euro.

Der Chef der Schwarz Gruppe, Gerd Chrzanowski, sagte, man investiere damit "in einer Zeit globaler Unsicherheiten" in "ein digital souveränes Europa" . Der Handelskonzern, zu dem Lidl und Kaufland gehören, macht Google, Amazon und anderen Hyperscalern im Cloudgeschäft Konkurrenz.

Im Oktober 2024 warb die Schwarz-Gruppe für den Ausbau ihrer Cloudaktivitäten einen Topmanager von Google ab : Bernd Wagner, seit Sommer 2021 Managing Director Google Cloud Germany, wechselte zur IT-Sparte des Einzelhandelskonzerns. Wagner übernahm ein neues Vorstandsressort in der Digitalsparte Schwarz Digits.

Wo die Schwarz Gruppe ihre Rechenzentren betreibt

Alle Rechenzentren der Schwarz Gruppe befinden sich in Deutschland und Österreich: in Deutschland im baden-württembergischen Neckarsulm (DC01), in Ellhofen (Stackit DC08) und künftig in Lübbenau sowie im österreichischen Ostermiething das DC 10. Die Cloud ist auch für andere Unternehmen zugänglich . Stackit ist der Cloud- und Colocation-Anbieter von Schwarz Digits.

Das neue Rechenzentrum in Lübbenau am Spreewalddreieck auf einem früheren Kraftwerksgelände wird eine Höhe von 33 Metern(öffnet im neuen Fenster) und eine elektrische Anschlussleistung von 200 Megawatt haben. Es entsteht auf 13 Hektar Fläche direkt neben dem Kaufland-Lager.

Das erste Gebäude soll bis Ende 2027 fertiggestellt sein. Die Abwärme will man der Touristenstadt Lübbenau und ihren knapp 16.000 Einwohnern zur Verfügung stellen. Jährlich besuchen etwa 9,2 Millionen Tagesgäste den Spreewald.


Relevante Themen