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Lidl/Kaufland: Schwarz-Gruppe finanziert Quantencomputer-Startup Eleqtron

Eleqtron aus Siegen will endlich einen Quantencomputer schaffen, der etwas Nützliches ausrechnet. Das Angebot soll einen Cloud-Zugang bekommen.
/ Achim Sawall
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Das Führungsteam von Eleqtron: Jan Henrik Leisse (CEO) (l.) und Michael Johanning (CTO) (r.) (Bild: Eleqtron)
Das Führungsteam von Eleqtron: Jan Henrik Leisse (CEO) (l.) und Michael Johanning (CTO) (r.) Bild: Eleqtron

Die Schwarz-Gruppe investiert in das Siegener Quantencomputer-Startup Eleqtron. Das gab das Unternehmen am 5. Mai 2026 bekannt(öffnet im neuen Fenster). Die IT-Sparte des Einzelhandelskonzerns (Lidl und Kaufland) führe die aktuelle Finanzierungsrunde mit einem Volumen von 57 Millionen Euro an, hieß es dazu.

Zu den weiteren Investoren zählen der EIC Fund des European Innovation Council, Earlybird, Ankaa Ventures aus Frankreich, der Laserausrüstungsspezialist Precitec sowie die Förderbanken NRW.Bank aus Düsseldorf und IFB Innovationsstarter. In den Finanzierungsmitteln ist den Angaben zufolge außerdem eine Individualförderung enthalten.

Das Startup mit rund 70 Beschäftigten entwickelt Quantencomputer auf Ionenfallenbasis und sucht nach ersten industriell nutzbaren Anwendungen. Nach eigenen Angaben verfügt Eleqtron über ein Auftragsvolumen von über 54 Millionen Euro.

Das Kapital werde in den Aufbau von Produktionskapazitäten, den Ausbau eines cloudbasierten Zugangs zu den Systemen sowie in die Weiterentwicklung der Hardwareplattform fließen, hieß es weiter. Zudem investiere Eleqtron in die Weiterentwicklung seiner proprietären Magic-Technologie (Magnetic Gradient Induced Coupling), die eine präzise Steuerung gefangener Ionen mittels miniaturisierter Mikrowellentechnik ermöglichen soll.

"Noch keines der Versprechen eingelöst"

Für die Schwarz-Gruppe stehe "digitale Souveränität an oberster Stelle. Nach unseren strategischen Weichenstellungen in den Bereichen Cloud und künstliche Intelligenz ist die Beteiligung an Eleqtron ein konsequenter Baustein. Wir wollen sicherstellen, dass wir bei Schlüsseltechnologien unabhängig bleiben", sagte Christian Müller, Co-CEO von Schwarz Digits.

"Die Firmen versuchen, Quantencomputer zu kommerzialisieren, obwohl diese noch keines der Versprechen eingelöst haben, die ihre Entwicklung seit 30 Jahren antreiben", erklärte Golem-Autor Christian J. Meier im Juli 2025 (Paywall). Um die Investoren bei Laune zu halten, müssten die jungen Unternehmen aber bald liefern.

Schwarz Digits als digitaler Dienstleister

Schwarz investiert aktuell rund 11 Milliarden Euro in den Bau eines Rechenzentrums in Lübbenau (Brandenburg). StackIT ist der deutsche Cloudanbieter der Schwarz Gruppe, basiert auf Open Source und ist eine europäische Alternative zu den großen US-Cloud-Konzernen wie Amazon Web Services (AWS), Microsoft Azure oder Google Cloud.

Schwarz Digits ist auch einer der Hauptinvestoren des Heidelberger KI-Unternehmens Aleph Alpha, der von dem kanadischen KI-Anbieter Cohere gekauft wurde.


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