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Lichtverschmutzung: Was Philips Hue mit der Tierwelt im Garten macht

LEDs für den Garten sind energiesparend und praktisch - für Menschen und manche Fledermäuse. Für viele Tiere haben sie jedoch fatale Auswirkungen. Aber mit einigen Änderungen lässt sich die Gartenbeleuchtung so gestalten, dass sich auch Tiere wohlfühlen.

Ein Bericht von veröffentlicht am
Philips Hue Outdoor Lightstrip: das Licht dekorativ und punktuell ausrichten
Philips Hue Outdoor Lightstrip: das Licht dekorativ und punktuell ausrichten (Bild: Signify)

Leuchtdioden überall: Kürzlich hat Philips Signify vorgestellt, einen wetterfesten Streifen aus Leuchtdioden (LED) für den Garten. Auf den ersten Blick ein harmloses Gadget - doch einige Kommentatoren äußerten im Forum ihren Unmut darüber. Produkte wie diese, kritisieren sie, trügen zur Lichtverschmutzung bei und schadeten der Umwelt. Für uns ein Anlass, bei einer Expertin nachzufragen.

Inhalt:
  1. Lichtverschmutzung: Was Philips Hue mit der Tierwelt im Garten macht
  2. Form der Lampen und Lichtfarbe

"Das ist das Problem heute noch mit der Beleuchtung, dass wir tatsächlich in das Leuchtmittel hineinschauen können und von weit entfernt schon die Straßenbeleuchtung oben an den Leuchtköpfen sehen", sagt Sibylle Schroer im Gespräch mit Golem.de. "Eigentlich müssten wir das Licht dort oben gar nicht sehen, sondern nur auf der Straße und auf dem Objekt, das es erhellen soll." Schroer ist wissenschaftliche Koordinatorin der Arbeitsgruppe Lichtverschmutzung und Ökophysiologie am Berliner Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) und wurde im vergangenen Jahr für ihre wissenschaftliche Arbeit zur Lichtverschmutzung mit dem Galileo Award der International Dark Sky Association (IDA) ausgezeichnet.

Es sei nicht die einzelne Lampe, sondern die Menge aller Lampen, die dazu beitragen, Nachtlandschaften zu erhellen. Lichtverschmutzung beklagen eher die Sterngucker. Tatsächlich hat aber die großflächige und helle Beleuchtung einen negativen Einfluss auf die Fauna und Flora. Ironischerweise gilt das auch für Lampen, die als besonders ökologisch gelten: hoch effiziente LEDs, die nur wenig Leistung aufnehmen, und Solarlampen, die tagsüber geladen werden und nachts den Garten beleuchten.

Außenbeleuchtung in der Nacht hat eine große Auswirkung auf viele Tierarten, und nur die wenigstens profitieren davon. Die erhellten Flächen bilden Barrieren beispielsweise für manche Fledermäuse oder wandernde Amphibien. Da diese Tiere lieber im Dunklen bleiben, trauen sie sich nicht, beleuchtete Gebiete zu durchqueren, was ihren Lebensraum einschränkt.

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Viele Insekten hingegen, beispielsweise Nachtfalter, werden von den Straßenlaternen angezogen. Ein paar wenige Fledermausarten profitieren davon, die dort leichte Beute machen. Für die Artenvielfalt sei das jedoch schädlich: Studien hätten ergeben, dass rund um Straßenleuchten die Anzahl der Insekten zwar zu-, die Anzahl der Arten jedoch abnehme, sagt Schroer.

In Reihe geschaltete Straßenbeleuchtung kann für nachtaktive Insekten eine Barriere in ihrem Lebensraum sein. Nur wenige Insekten werden nicht von den Leuchten angezogen und können den Lebensraum dahinter erreichen, was bedeutet, dass etwa Nachtfalter dort die Pflanzen weniger bestäuben. Das ist ein Problem, denn Nachtfalter bestäuben mit ihren langen Rüsseln, mit denen sie tief in Blüten hineinkommen, andere Pflanzen als Bienen am Tag. "Wenn wir die Nachtfalter ständig nachts um die Lampen schwirren lassen, dann nimmt die Bestäubung ab und damit eben auch die Biodiversität", sagt Schroer.

Sie will dabei die Beleuchtung vom Straßen und Gärten beileibe nicht abschaffen. Nur anders gestalten: Viele Straßenleuchten seien so beschaffen, dass sie ihr Licht in die Horizontale abstrahlten statt nach unten auf den Boden, wo das Licht gebraucht werde. Das sei nicht nur schlecht für viele Tiere, sondern auch für uns: Die Straßenlaternen blenden uns - auf der Straße, aber auch in den Wohnungen, in die sie oft hineinscheinen.

Hinzu kommt, dass viele Lampen viel zu hell sind.

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Form der Lampen und Lichtfarbe 
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S-Talker 16. Okt 2018

Eben nicht. Das Haus wo es mehr zu holen gibt und das wo keiner das ist, ist...

Trolem 04. Okt 2018

Es ist ja so dass die Lichtverschmutzung durch jeden Mieter mitgezahlt werden muss, ob er...

RüPe 04. Okt 2018

Einspruch: Selbst die Lebensdauer ist kein Argument mehr. Es gibt längst Natriumdapf...

Ravenstein 04. Okt 2018

Also soll es der Einbrecher oder IS-Mörder leichter haben und die Fledermaus kriegt...

das-emu 02. Okt 2018

Mono, nur eine einzelne Pflanzenart. 15×50 cm nur Kartoffeln isoliert ist Mono, 4x...


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