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Lichttechnik: OLEDs lassen Autos leuchten

Der Leuchtenproduzent Osram will 2014 erste Autohersteller mit neuen Spezialleuchten auf OLED-Basis beliefern. Die Flächenstrahler ermöglichen ganz neue Licht- und Designeffekte.

Artikel veröffentlicht am , Thomas Kuhn/Wirtschaftswoche
Rückleuchte
Rückleuchte (Bild: Osram)

Lange sind die Zeiten vorbei, in denen LEDs in Autos nur als Warn- und Infoleuchten fürs Kühlwasser oder den Blinker dienten. Inzwischen verwendet fast jeder Autohersteller die winzigen Strahler mindestens als Designmerkmal seiner Tagfahrleuchten oder baut die stromsparenden Leuchten sogar in die Scheinwerfer seiner Pkws ein. Während also Leuchtdioden schon fast Standardausstattung moderner Fahrzeuge sind, schickt sich der Münchner Leuchtenspezialist Osram nun an, die nächste Generation von Lichttechnik für den Fahrzeugbau zur Serienreife zu bringen - sogenannte OLEDs.

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Diese auf Kohlenstoff basierenden (und daher "organisch" genannten) Dioden sind nochmals sparsamer, vor allem aber (im Gegensatz zu LEDs) auch als Flächenstrahler geeignet. Bisher kommen sie zumeist in kleineren Displays wie etwa Handys und Smartphones zum Einsatz. Daneben haben TV-Hersteller wie Sony, LG und Samsung aber auch erste OLED-Flachbildschirme im Angebot, die durch ihre farbstarke Bildwiedergabe auffallen. Ihre teils prohibitiv hohen Preise allerdings machten den Einsatz von OLEDs in anderen Nutzungsszenarien bisher zumeist zu teuer. Dazu kommt, dass die leuchtenden Folien in der Vergangenheit teils nicht alle Farben gleich ausdauernd abstrahlen konnten, und, dass die sensiblen Leuchten auf starke Temperaturschwankungen gerne auch mal mit einem Teil- oder Totalausfall reagierten.

Das soll nun vorbei und die Leuchtentechnik für den Auto-Einsatz so gut wie reif sein. "Im kommenden Jahr werden wir Sonderausstattungen ermöglichen", sagte Osrams OLED-Chef Ulrich Eisele vor wenigen Tagen.

"Spätestens ab 2016 rechnen wir dann mit OLED in Serie auf der Straße. Da könnten wir die Ersten sein." Als erstes Einsatzfeld dürften die flachen Strahler als Rücklichter verbaut werden, später dürften dann auch andere Einbauszenarien möglich werden.

Tatsächlich nämlich ermöglicht die flache und flexible Bauweise der OLEDs ganz neue Design- und Gestaltungsideen für Licht und Beleuchtungseffekte am und im Auto. So denken die Designer bei Osram beispielsweise an mit OLEDs überzogene Auslöseknöpfe am Gurtschloss, die im Notfall hell aufleuchten könnten.

Genauso wäre eine OLED-Beschichtung am Dachhimmel möglich, der den Innenraum bei Nacht so matt erhellt, dass zwar der Fahrer nicht geblendet wird, wohl aber die Orientierung der Passagiere im Auto erleichtert wäre. Zudem können OLED-Folien auch durchscheinend produziert werden.

Damit lassen sich selbst Rückspiegelbeschichtungen entwickeln, die bei Gefahrsituationen die jeweils betroffenen Bildbereiche im Spiegel hervorheben und so den Blick von Fahrer oder Fahrerin direkt auf Unfallrisiken lenken.

Und weil sich die OLED-Leuchten auf lange Sicht in so großen Bahnen produzieren lassen, dass sich damit sogar ganze Karosserieteile überziehen lassen wie heute schon mit Werbefolien, könnte es dann sogar möglich werden, als Designeffekt etwa die Kühlerumrandung bei Nacht aufschimmern zu lassen. Oder etwa bei einer Vollbremsung die ganze Stoßstange oder gar das ganze Fahrzeugheck in eine in Warnrot aufleuchtende Karosse zu verwandeln.

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Der Spatz 06. Sep 2013

1. Als ob ein Anlasser bei Fahrzeugen ohne Start-Stop nicht auch kaputt geht. 2. Der...

donadi 06. Sep 2013

Audi entwickelt auch keine Lichtsysteme. Da setzt sich ein Designer mit Osram/Phillips...

SoniX 05. Sep 2013

Das hatte da seinen Ursprung:

Martin F. 05. Sep 2013

Ja, klar, aber es reicht, wenn das Licht von oben kommt. Dort schlägt man eher selten...


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