Lichtgeschwindigkeit: Neutrinos sind ganz normal

Der Cern-Forschungsdirektor hat auf einer Konferenz bestätigt: Neutrinos sind nicht schneller als Licht. Messungen aller vier Detektoren unter dem Gran Sasso haben ergeben, dass sich die Elementarteilchen an die kosmische Geschwindigkeitsbegrenzung halten.

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Opera-Experiment: gemeinsam besser messen
Opera-Experiment: gemeinsam besser messen (Bild: Istituto Nazionale di Fisica Nucleare)

Das europäische Kernforschungszentrum Cern hat die Welt der Naturwissenschaften wieder geradegerückt: Neutrinos sind nicht schneller als das Licht, hat Cern-Forschungsdirektor Sergio Bertolucci auf einer Konferenz erklärt. Zu diesem Ergebnis seien mehrere Detektoren unter dem italienischen Berg Gran Sasso gekommen.

Schneller als die Physik erlaubt

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Im September 2011 hatte das Cern die wissenschaftliche Welt mit der Nachricht überrascht, Neutrinos seien schneller als das Licht. Die Wissenschaftler des Opera-Experiments wollten gemessen haben, dass die Elementarteilchen für die 730 Kilometer lange Strecke von Genf zum Gran Sasso 60 Nanosekunden weniger brauchten als das Licht. Das hätte das Standardmodell, nach dem nichts schneller sein kann als Licht, über den Haufen geworfen.

  • Opera-Experiment (Quelle: INFN - Istituto Nazionale di Fisica Nucleare)
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  • Opera-Experiment (Quelle: Marco Pinarelli)
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Opera-Experiment (Quelle: INFN - Istituto Nazionale di Fisica Nucleare)

Schon von Anfang an zogen die Forscher einen Messfehler in Betracht. Im Februar 2012 erhärtete sich der Verdacht - ein Fehler im Zeitnahmesystem kristallisierte sich als Ursache heraus.

Übereinstimmung von vier Detektoren

Messungen mit allen vier Detektoren, im Fachjargon: Experimente, unter den Abruzzen - neben Opera sind das Borexino, Icarus und LVD - hätten übereinstimmend gezeigt, dass sich die Neutrinos an die Naturgesetze hielten und nicht mit Überlichtgeschwindigkeit von der Schweiz nach Italien reisten, erklärte Bertolucci auf der International Conference on Neutrino Physics and Astrophysics, die gegenwärtig im japanischen Kyoto stattfindet.

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"Auch wenn das Ergebnis nicht so aufregend ist, wie wir es uns gewünscht hätten, so ist es doch das, was wir alle im Innersten erwartet haben", sagte Bertolucci. "Die Geschichte hat die öffentliche Vorstellungskraft gepackt, und sie hat Menschen einen Einblick in wissenschaftliche Methoden gegeben: Ein unerwartetes Ergebnis ist auf den Prüfstand gekommen, gründlich überprüft und schließlich dank der Zusammenarbeit zwischen normalerweise konkurrierenden Experimenten behoben worden. So kommt Wissenschaft voran."

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IT.Gnom 11. Jun 2012

Nur dass nicht, Gott bewahre. Behaltet den morecomp mal lieber , und verbessert mal den...

Kaiser Ming 11. Jun 2012

genau und beruft nicht eine riesen pressekonferenz ein bist du so naiv oder tust du nur...

SoniX 11. Jun 2012

Hallo Mag, Ich muss sagen: Sehr schön geschrieben. Danke sehr :-)

Endwickler 11. Jun 2012

He, sei mal lieber ehrlich zu dir selber: Du magst das Licht, aber überlichtschnelle...

uwe81 08. Jun 2012

Es wurde ja gecheckt und ge-recheckt, aber diese Experimente sind so unglaublich...



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