Lichtfeldkamera Lytro Illum: Das Spiel mit der Tiefenschärfe

Der Betrachter schaut ein Foto nicht nur an - er kann auch damit interagieren: Lichtfeldfotografie ist eine andere Spielart der Fotografie. Sie ist ein wenig wie die Digitalfotografie. Ein Teil ist bekannt, zum Beispiel die Optik. Anderes wie die Aufnahmetechnik musste neu entwickelt werden. Golem.de hat die Lichtfeldfotografie mit der Lichtfeldkamera Lytro Illum ausprobiert.

Fotografieren mit einer Lichtfeldkamera, so erklärte es Erfinder Ren Ng Golem.de auf der Photokina , sei etwas anderes als die herkömmliche zweidimensionale Fotografie. Den Unterschied macht, dass der Sensor einer Lichtfeldkamera wie der Lytro Illum nicht nur die Farbe und Helligkeit des ankommenden Lichts erfasst, sondern auch die Richtung, aus der das Licht einfällt.
Kamera fängt Lichtstrahlen ein
"Die Kamera nimmt das ganze Lichtfeld auf, also alle Lichtstrahlen in einem bestimmten Bereich der Welt" , erklärte Ng. "Jeder Lichtstrahl, der in die Kamera hereinkommt und auf den Sensor trifft, nimmt eine andere Flugbahn durch die Kamera. Unser Sensor erfasst alle diese Daten und grenzt mit Hilfe eines bestimmten Algorithmus ab, welcher Teil von rechts und welcher von links kommt."
Entsprechend berechnet Lytro auch die Auflösung anders als die Hersteller herkömmlicher Kameras. Angegeben wird nicht die Zahl der Bildpunkte auf dem Sensor, sondern die der eingefangenen Lichtstrahlen. 40 Millionen Lichtstrahlen erfasst der Sensor der Lytro Illum. Die Auflösung beträgt also 40 Megaray.
Das Objektiv wurde neu entwickelt
Anders als die erste Lytro-Kamera , die wie ein länglicher Kasten aussah, sieht die Lytro Illum eher wie eine konventionelle Kamera aus, mit einem Gehäuse, an dem vorne ein Objektiv sitzt. Es ist ein Zoom mit einem Brennweitenbereich von 9,5 bis 77,8 Millimetern. Das entspricht 30 bis 250 Millimetern bei einer analogen Kleinbildkamera oder einer digitalen Spiegelreflexkamera (DSLR) mit einem Vollformatchip. Das Objektiv hat zwei Einstellringe - einen zum Zoomen, den anderen zum Fokussieren.










Die Kamera ist etwa 9 x 15 x 17 cm groß und wiegt knapp ein Kilogramm - in etwa so viel wie eine größere DSLR. Mit der muss sich die Kamera auch messen - mit einem Preis von 1.600 Euro liegt die Illum schon fast im Bereich einer EOS 7D Mark II , Canons Prestigemodell mit APS-C-Chip.
Tablet-Prozessor für die Lytro Illum
Diesem Anspruch wird die Kamera durchaus gerecht. Die Verarbeitung ist der Preisklasse angemessen. Das Gehäuse besteht aus Aluminium und Magnesium. Lytro setzt einen Snapdragon-808-Prozessor des US-Hardwareherstellers Qualcomm ein - der Vierkernprozessor wird sonst eher in Tablets oder teuren Smartphones verbaut. Auch das Objektiv, das eigens für die Kamera entwickelt wurde, macht einen guten Eindruck.
Einen Sucher hat die Illum nicht, nur ein Display hinter einer Glasscheibe. Der Bildschirm hat eine Diagonale von 4 Zoll (etwa 10 cm) und eine Auflösung von 800 x 480 Pixeln. Er ist sehr blickstabil - Lytro gibt den Blickwinkel mit 80 Grad an - und lässt sich deshalb gut ablesen. Das Display ist ein Touchscreen, über den viele Funktionen gesteuert werden, das Menü für die Kamerasteuerung etwa. Beim Fotografieren kann zudem darüber fokussiert werden.
Vier Tasten, zwei Einstellräder
Als Bedienungselemente gibt es drei Tasten oben auf dem Gehäuse und vier auf der Rückseite. Hinzu kommen zwei Drehräder. Eines sitzt an der Vorderseite des Gehäuses unter dem Auslöser, das andere auf gleicher Höhe auf der Rückseite. Die Funktion der Bedienungsräder ist abhängig von dem Belichtungsmodus, den der Fotograf einstellt. Darüber werden für die Aufnahme relevante Parameter eingestellt, etwa die Belichtungskorrektur oder Lichtempfindlichkeit.
Der Auslöser sitzt wie üblich oben auf dem Gehäuse. Daneben sind ein kleiner Knopf, die Lytro-Taste sowie der Einschaltknopf. Neben dem Display sitzen Tasten, über die der Autofokus aktiviert (AF), die aktuelle Belichtung gespeichert (AEL) sowie zwischen Aufnahme- und Wiedergabemodus gewechselt (Fn) wird. Mit der vierten Taste wird die Hyperfokaldistanz eingestellt (∞). Das ist die Einstellung, die Tiefenschärfe am besten ausnutzt: Dann werden Objekte von der halben Fokusdistanz bis ins Unendliche scharf abgebildet.
Touchscreen neben Einstelltaste
Leichte Abzüge gibt es bei der Handhabung der Kamera. So befindet sich der Knopf für den Autofokus neben dem Display. Das ist ein Touchscreen, und das Menü ist am rechten Rand - also genau neben dem Knopf. Trifft der Finger die Autofokustaste oder die darunterliegende Hyperfokaltaste nicht genau, kann er unabsichtlich eine Funktion im Menü verstellen.
Etwas unglücklich ist auch der Tragegurt der Kamera angebracht. Normalerweise sind die Aufhängungen für den Gurt an den Seiten des Gehäuses oben angebracht. Dann hängt die Kamera gerade, und der Gurt stört möglichst wenig beim Fotografieren.
Der Kameragurt stört
An der Illum ist der Gurt rechts auf der Oberseite und links an der Seite unten befestigt. Dadurch hängt die Kamera schief. Rechts ist die Gurthalterung direkt neben dem Einschaltknopf und - vom Fotografen aus gesehen - vor dem Auslöser und dem Lytro-Knopf. Im Ergebnis kommt der Gurt schonmal beim Auslösen in die Quere und hängt auch mal vor dem Drehrad.
Links ist er unterhalb der Klappe angebracht, hinter der sich der Einschub für die Speicherkarte, der USB-3-Port und der Anschluss für eine Kabelfernbedienung verbergen. Das wäre an sich noch nicht hinderlich. Aber unterhalb der Klappe - und damit genau über der Halterung - ist im Gehäuse eine Vertiefung, um die Klappe öffnen zu können.
Bei dem Testgerät war der Tragegurt schon dran. Ihn wegzulassen und die Kamera in einer Tasche zu transportieren, könnte praktisch sein - eine Liste mit passendem Zubehör(öffnet im neuen Fenster) gibt es auf der Lytro-Website.
Was aber unterscheidet eine Lichtfeldkamera von einem herkömmlichen Fotoapparat?
Die Bilder leben
Ziel der Lichtfeldfotografie sei, "die Tiefe der Welt" abzubilden, erklärte uns Ng auf der Kölner Fotomesse. Diese Aufnahmetechnik verlangt eine besondere Bildkomposition. Nicht unbedingt eine komplett Neue: Auch ein herkömmliches 2D-Foto gewinnt, wenn ein Objekt im Vordergrund und ein anderes im Hintergrund zu sehen sind. Eine solche Anordnung mit Vorder- und Hintergrund erzeugt Spannung. Sie ist das Geheimnis der Lichtfeldfotografie: Da die Kamera eine Festblende von f/2 hat, ist nur eines der beiden Objekte scharf: das vorne oder das im Hintergrund. Landschaftstotalen hingegen sind nicht die Stärke der Kamera.

Bei der Komposition eines Bildes hilft der Tiefenassistent. Das ist eine Funktion, die Lytro für die Illum neu entwickelt hat. Sie zeigt den Refokus-Bereich an. Das ist der Bereich, in dem Objekte scharf abgebildet werden und die später scharf gestellt - refokussiert - werden können. Der Refokus-Bereich ist vom optischen System abhängig. Hier kommt auch die Hyperfokaltaste ins Spiel: Sie ermöglicht, den größten Refokus-Bereich einzustellen.
Ein Assistent für Tiefenschärfe hilft ...
Aktiviert wird der Tiefenassistent über die Lytro-Taste. Dann bekommen die Objekte im Livebild einen Rahmen: Einige leuchten in Rot-, die anderen in Blautönen. Die Farbtöne zeigen an, wo sich ein Objekt im Bild befindet. Die Blautöne stehen für Objekte im Vorder-, die roten für solche im Hintergrund.
Rechts neben dem Livebild wird ein Tiefenhistogramm eingeblendet. Es zeigt die Verteilung der refokussierbaren Bereiche im Bildvorder- und -hintergrund. Wie ein Farb- oder ein Helligkeitshistogramm muss der Fotograf auch dieses zu lesen wissen: Die Ausschläge zeigen an, ob es Objekte in dem jeweiligen Bereich gibt. Je breiter die Wellen, desto besser. Erscheinen Wellen außerhalb des roten oder blauen Bereichs, heißt das, in diesem Bildausschnitt gibt es Objekte, die nicht refokussiert werden können. Sie sind zu weit entfernt oder zu nah.
... aber es geht auch ohne
Die Funktion ist praktisch. Allerdings lassen sich auch ohne den Tiefenassistenten gute Bilder machen. Wichtig ist, sich bei der Komposition eines Fotos die Schärfenverteilung vorzustellen. Und natürlich Übung - wie immer beim Fotografieren.
Damit die Illum trotz der großen Blende auch bei hellem Licht eingesetzt werden kann, muss bei sehr hellem Licht eine kurze Belichtungszeit eingestellt werden. Die Kürzeste ist 1/4.000 Sekunde - das entspricht eher einer Einsteiger-DSLR. Die erwähnte Canon EOS 7D hat als kürzeste Belichtungszeit 1/8.000 Sekunde. Ist diese Belichtungszeit noch zu lang, kann der Fotograf einen Graufilter auf das Objektiv schrauben. Ein solcher Filter gehört zum Lieferumfang.
Der Betrachter interagiert mit den Bildern
Living Picture, lebendige Bilder, nennt Lytro die Fotos, die mit einer Lichtfeldkamera aufgenommen werden. Lebendig deshalb, weil der Betrachter sie nicht einfach nur anschaut. Er kann mit ihnen interagieren: Er kann beispielsweise mit einem Mausklick selbst den Schärfepunkt setzen. Die Software berechnet den Lichteinfall, also die Bahn, die ein Lichtstrahl genommen hätte, wenn er auf diesen Punkt fokussiert gewesen wäre. Die anderen Lichtstrahlen werden entsprechend projiziert, und es entsteht ein Bild. Klickt der Betrachter auf eine andere Stelle, wird das Bild neu gerendert. Das Verfahren, Raytracing genannt, wird auch in der Computerspiele- und Filmindustrie für Computereffekte eingesetzt.
Living Pictures aufzunehmen, heißt aber nicht allein, die Schärfe im Nachhinein verändern zu können. Ng will Lichtfeldfotografie explizit nicht so verstanden wissen, dass der Fotograf einfach auf den Auslöser drückt und anschließend am Computer aus jeder noch so falsch fokussierten Aufnahme noch etwas herausholen kann. Denn Lichtfeldfotografie bietet mehr: einen räumlichen Eindruck der abgebildeten Situation.
Bilder für den Bildschirm ...
Gedacht sind die Living Pictures für die Betrachtung auf einem Bildschirm. Zwar lässt sich ein solches Bild auch im .jpg-Format exportieren, dann hat es aber nur eine Auflösung von 4 Megapixeln. In der Interaktion liegt die Stärke des Konzepts: Der Betrachter kann mit der Maus den Fokus neu setzen oder die Blende und damit die Tiefenschärfe verändern. Er kann zoomen und sogar - indem er in das Bild klickt und mit gedrückter Maustate den Zeiger bewegt - die Perspektive verändern.
Wird der Zeiger länger durch das Bild bewegt, bekommt der Betrachter einen Eindruck von Dreidimensionalität. Möglich wird das, weil die Kamera auch die Richtung der Lichtstrahlen erfasst und dadurch die Perspektive variieren kann. Entsprechend lässt sich ein Living Picture auch als 3D-Bild exportieren.
... und das iPad
Besonders gut machen sich die Living Pictures auf einem iPad: Der Betrachter kann auch hier durch Tippen neu fokussieren. Er kann mit einer kreisförmigen Bewegung die Blende und damit die Tiefenschärfe verändern: Wird die Blende geschlossen, bekommt das Bild mehr Tiefenschärfe, es werden also größere Bereiche des Bildes scharf.
Auch die Perspektivänderung ist auf dem Tablet möglich. Die App nutzt dabei die Sensoren des Tablets: Der Betrachter bewegt das Tablet, und das Bild verändert die Perspektive entsprechend, was einen räumlichen Eindruck vermittelt.
Bevor die Living Pictures betrachtet werden können, müssen sie erst von der Kamera auf den Rechner übertragen und bearbeitet werden. Die aufgenommenen Bilder sind nämlich RAW-Dateien.
Eine Software für die Bildbearbeitung
Für die Bildbearbeitung stellt Lytro eine eigene Bildbearbeitungssoftware bereit: den Lytro Desktop. Das Programm gibt es für Mac OS X (ab Version 10.7) und für Windows (64 Bit, ab Version 7). Beide Versionen gibt es kostenlos auf der Website(öffnet im neuen Fenster) .
Die Oberfläche von Lytro Desktop erinnert an Adobes Bildverwaltungs- und -bearbeitungssoftware Lightroom: Der Hintergrund ist ebenfalls dunkelgrau. Bedienung und Funktionen sind vergleichbar: Es gibt Regler, die waagerecht bewegt werden, um verschiedene Parameter zu verändern. Der Weißabgleich kann über zwei Regler bearbeitet werden. Die Belichtung sowie die Blende können nachjustiert werden. Daneben können Tiefen und Lichter, Schwarz und Weiß, Lebendigkeit und Sättigung verändert werden. Weitere Regler gibt es zum Schärfen und für die Rauschreduzierung.
Nicht so bequem wie Lightroom
Die Bedienung ist allerdings nicht ganz so einfach wie in Lightroom: Die Regler lassen sich nur mit der Maus ziehen. Adobe bietet daneben die Möglichkeit, einen Wert mit den Pfeiltasten der Tastatur fließend zu verändern. Diese Option bietet Lytro nicht. Der Nutzer kann sonst nur auf einen Wert doppelt klicken und ihn dann per Tastatureingabe eintragen.
Wem die Funktionen von Lytro Desktop nicht ausreichen, der kann die Bilder auch in einem anderen Bildbearbeitungsprogramm - in Photoshop oder dem bereits genannten Lightroom - weiterbearbeiten. Dazu wird das Living Picture in Form mehrerer Einzelbilder exportiert, jedes mit einer leicht veränderten Perspektive. Jedes Bild wird einzeln bearbeitet und anschließend wieder in Lytro Desktop importiert.
Software will auf das Systemlaufwerk
Negativ ist uns bei der Windows-Version aufgefallen, dass der Nutzer bei der Installation nicht die Möglichkeit hat, das Laufwerk zu bestimmen, auf dem Software installiert werden soll. Die Software wählt das Laufwerk C: Auch die Bibliothek wird standardmäßig erst einmal dort angelegt. Sie ist nicht eben klein - ein Bild ist im Format Lytro-XRaw etwa 100 MByte groß, im Format Lytro-Raw 50 MByte. Wer auf seinem Systemlaufwerk nur wenig Platz hat, stößt schnell an die Grenze der Speicherkapazität.
Die Software lässt sich allerdings auf ein anderes Laufwerk verschieben. Nach einigem Suchen fanden wir auch eine Lösung für die Bibliothek: Über das Untermenü Datei > Neue Bibliothek ... lässt sich eine neue auf einem Laufwerk der Wahl anlegen.
Bilder in 3D betrachten
Lytro Desktop ist aber nicht nur zum Bearbeiten der Bilder da. Sie werden damit auch betrachtet - zweidimensional oder dreidimensional - als Rot-Cyan-Anaglyph(öffnet im neuen Fenster) oder als Side-By-Side-Bild für die Ausgabe auf den Fernseher. Schließlich kann der Nutzer die Bilder in eine Onlinegalerie hochladen(öffnet im neuen Fenster) . In der Galerie gibt es die Möglichkeit, die Bilder auf einem sozialen Netz zu teilen sowie einen Code zu generieren, um ein Living Picture in einer Website einzubinden.
Die iPad-App greift ebenfalls auf die Galerie zu. Ein klares Manko: Die App gibt es derzeit nur für iOS. Eine Version für Android ist zwar in Planung. Sie werde aber nicht mehr in diesem Jahr kommen, sagt Lytro(öffnet im neuen Fenster) . Apps für andere mobile Plattformen wie etwa Windows Mobile oder Blackberry sind nicht geplant.
Lytro bevorzugt Apple
Wahrscheinlich geht Lytro davon aus, dass die fotoaffine Zielgruppe eher iPads als Android-Tablets nutzt. Angesichts des schrumpfenden Marktanteils von Apple auf dem Mobilmarkt schließt der Hersteller damit jedoch eine große Zahl potenzieller Käufer aus.
Es gibt die unabhängige Android-App Lytview(öffnet im neuen Fenster) . Ein unzufriedener Besitzer einer Lytro-Kamera hat sie programmiert und verkauft sie im Google Play Store für rund 70 Euro-Cent. Allerdings konnten wir damit keine Living Pictures auf einem Nexus 10 mit der aktuellen Android-Version 4.4 betrachten. Möglicherweise geht das nur mit Bildern, die mit der ersten Lytro-Kamera aufgenommen wurden. Eine entsprechende Nachfrage von Golem.de blieb unbeantwortet.
Fazit
Lichtfeldfotografie ist eine neue Art zu fotografieren. Das Besondere daran ist, dass Fotos vom Betrachter neu fokussiert werden können. Das eröffnet neue gestalterische Möglichkeiten, erfordert aber auch eine andere Bildkomposition. Die Illum ist die zweite Kamera des US-Unternehmens Lytro für die Lichtfeldfotografie. Sie hinterlässt einen guten Eindruck und lässt sich - von einigen Einschränkungen abgesehen - gut bedienen.
Lytros Schwachstelle ist die Software zur Bildbearbeitung. Die Bedienung ist teilweise hakelig - hier gibt es sicher Potenzial für Verbesserung. Dazu gehören auch einige Übersetzungsfehler. So heißt in der Bibliothek ein Menüpunkt "Letzter Month" .
Handbuch und Lernvideos im Netz
Negativ ist uns zudem aufgefallen, dass ein Handbuch fehlt - zumindest lag unserem Testgerät keines bei. Lytro bietet auf seiner Website eines zum Herunterladen(öffnet im neuen Fenster) an - unter anderem auch auf Deutsch. Außerdem erklärt Lytro die Kamera und ihre Möglichkeiten in verschiedenen Videos(öffnet im neuen Fenster) auf der Website. Anders als die Anleitung gibt es die Videos aber nur auf Englisch.
Worauf es ankommt, ist die neue Aufnahmetechnik. Die Lichtfeldfotografie hat uns Spaß gemacht. Sie erfordert einen anderen Blick auf die Welt und eine andere Komposition von Bildern. Ob eine Lichtfeldkamera eine herkömmliche Kamera ersetzt, ist fraglich. Wer etwa seine Fotos gern im Großformat druckt, wird an der Illum mit ihrer .jpg- oder .tiff-Auflösung von 4 Megapixeln nicht so viel Freude haben. Für eine Zweitkamera ist die Illum mit 1.600 Euro aber etwas teuer.



