Eine Software für die Bildbearbeitung

Für die Bildbearbeitung stellt Lytro eine eigene Bildbearbeitungssoftware bereit: den Lytro Desktop. Das Programm gibt es für Mac OS X (ab Version 10.7) und für Windows (64 Bit, ab Version 7). Beide Versionen gibt es kostenlos auf der Website.

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Die Oberfläche von Lytro Desktop erinnert an Adobes Bildverwaltungs- und -bearbeitungssoftware Lightroom: Der Hintergrund ist ebenfalls dunkelgrau. Bedienung und Funktionen sind vergleichbar: Es gibt Regler, die waagerecht bewegt werden, um verschiedene Parameter zu verändern. Der Weißabgleich kann über zwei Regler bearbeitet werden. Die Belichtung sowie die Blende können nachjustiert werden. Daneben können Tiefen und Lichter, Schwarz und Weiß, Lebendigkeit und Sättigung verändert werden. Weitere Regler gibt es zum Schärfen und für die Rauschreduzierung.

Nicht so bequem wie Lightroom

Die Bedienung ist allerdings nicht ganz so einfach wie in Lightroom: Die Regler lassen sich nur mit der Maus ziehen. Adobe bietet daneben die Möglichkeit, einen Wert mit den Pfeiltasten der Tastatur fließend zu verändern. Diese Option bietet Lytro nicht. Der Nutzer kann sonst nur auf einen Wert doppelt klicken und ihn dann per Tastatureingabe eintragen.

Wem die Funktionen von Lytro Desktop nicht ausreichen, der kann die Bilder auch in einem anderen Bildbearbeitungsprogramm - in Photoshop oder dem bereits genannten Lightroom - weiterbearbeiten. Dazu wird das Living Picture in Form mehrerer Einzelbilder exportiert, jedes mit einer leicht veränderten Perspektive. Jedes Bild wird einzeln bearbeitet und anschließend wieder in Lytro Desktop importiert.

Software will auf das Systemlaufwerk

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Negativ ist uns bei der Windows-Version aufgefallen, dass der Nutzer bei der Installation nicht die Möglichkeit hat, das Laufwerk zu bestimmen, auf dem Software installiert werden soll. Die Software wählt das Laufwerk C: Auch die Bibliothek wird standardmäßig erst einmal dort angelegt. Sie ist nicht eben klein - ein Bild ist im Format Lytro-XRaw etwa 100 MByte groß, im Format Lytro-Raw 50 MByte. Wer auf seinem Systemlaufwerk nur wenig Platz hat, stößt schnell an die Grenze der Speicherkapazität.

Die Software lässt sich allerdings auf ein anderes Laufwerk verschieben. Nach einigem Suchen fanden wir auch eine Lösung für die Bibliothek: Über das Untermenü Datei > Neue Bibliothek ... lässt sich eine neue auf einem Laufwerk der Wahl anlegen.

Bilder in 3D betrachten

Lytro Desktop ist aber nicht nur zum Bearbeiten der Bilder da. Sie werden damit auch betrachtet - zweidimensional oder dreidimensional - als Rot-Cyan-Anaglyph oder als Side-By-Side-Bild für die Ausgabe auf den Fernseher. Schließlich kann der Nutzer die Bilder in eine Onlinegalerie hochladen. In der Galerie gibt es die Möglichkeit, die Bilder auf einem sozialen Netz zu teilen sowie einen Code zu generieren, um ein Living Picture in einer Website einzubinden.

Die iPad-App greift ebenfalls auf die Galerie zu. Ein klares Manko: Die App gibt es derzeit nur für iOS. Eine Version für Android ist zwar in Planung. Sie werde aber nicht mehr in diesem Jahr kommen, sagt Lytro. Apps für andere mobile Plattformen wie etwa Windows Mobile oder Blackberry sind nicht geplant.

Lytro bevorzugt Apple

Wahrscheinlich geht Lytro davon aus, dass die fotoaffine Zielgruppe eher iPads als Android-Tablets nutzt. Angesichts des schrumpfenden Marktanteils von Apple auf dem Mobilmarkt schließt der Hersteller damit jedoch eine große Zahl potenzieller Käufer aus.

Es gibt die unabhängige Android-App Lytview. Ein unzufriedener Besitzer einer Lytro-Kamera hat sie programmiert und verkauft sie im Google Play Store für rund 70 Euro-Cent. Allerdings konnten wir damit keine Living Pictures auf einem Nexus 10 mit der aktuellen Android-Version 4.4 betrachten. Möglicherweise geht das nur mit Bildern, die mit der ersten Lytro-Kamera aufgenommen wurden. Eine entsprechende Nachfrage von Golem.de blieb unbeantwortet.

Fazit

Lichtfeldfotografie ist eine neue Art zu fotografieren. Das Besondere daran ist, dass Fotos vom Betrachter neu fokussiert werden können. Das eröffnet neue gestalterische Möglichkeiten, erfordert aber auch eine andere Bildkomposition. Die Illum ist die zweite Kamera des US-Unternehmens Lytro für die Lichtfeldfotografie. Sie hinterlässt einen guten Eindruck und lässt sich - von einigen Einschränkungen abgesehen - gut bedienen.

Lytros Schwachstelle ist die Software zur Bildbearbeitung. Die Bedienung ist teilweise hakelig - hier gibt es sicher Potenzial für Verbesserung. Dazu gehören auch einige Übersetzungsfehler. So heißt in der Bibliothek ein Menüpunkt "Letzter Month".

Handbuch und Lernvideos im Netz

Negativ ist uns zudem aufgefallen, dass ein Handbuch fehlt - zumindest lag unserem Testgerät keines bei. Lytro bietet auf seiner Website eines zum Herunterladen an - unter anderem auch auf Deutsch. Außerdem erklärt Lytro die Kamera und ihre Möglichkeiten in verschiedenen Videos auf der Website. Anders als die Anleitung gibt es die Videos aber nur auf Englisch.

Worauf es ankommt, ist die neue Aufnahmetechnik. Die Lichtfeldfotografie hat uns Spaß gemacht. Sie erfordert einen anderen Blick auf die Welt und eine andere Komposition von Bildern. Ob eine Lichtfeldkamera eine herkömmliche Kamera ersetzt, ist fraglich. Wer etwa seine Fotos gern im Großformat druckt, wird an der Illum mit ihrer .jpg- oder .tiff-Auflösung von 4 Megapixeln nicht so viel Freude haben. Für eine Zweitkamera ist die Illum mit 1.600 Euro aber etwas teuer.

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 Die Bilder leben
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violator 18. Nov 2014

Aber nur bei Kameras mit sehr großem Sensor, alles bei Smartphones und Digicams ist oft...

tibrob 18. Nov 2014

Schau mal rüber zu Focus und Bild - DAS ist abgelesen, bei Golem ist's noch völlig ok.

theFiend 18. Nov 2014

Lach, Kunst kommt auch von Können... und bis die Lichtfeldtechnik mal wirklich auch für...

wp (Golem.de) 18. Nov 2014

Jetzt sind welche drin. Wir hatten technische Schwierigkeiten beim Einbinden. Es kann...

Floh 18. Nov 2014

So wie ich das verstehe kann man eben nicht das komplette Bild scharf abbilden. Du hast...



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