Abo
  • Services:

Lichtfeldfotografie: Google soll Lytro zum Schnäppchenpreis kaufen

Das Startup Lytro, das sich der Lichtfeldfotografie verschrieben hat, soll angeblich von Google gekauft werden. Der Preis soll deutlich unter dem liegen, was die Investoren in das Unternehmen gesteckt haben. Womöglich geht es Google nur um die Patente des Unternehmens.

Artikel veröffentlicht am ,
Lichtfeldkamera von Lytro
Lichtfeldkamera von Lytro (Bild: Lytro)

Nach einem Bericht von Techcrunch, der sich auf Aussagen mehrerer Quellen stützt, will Google das Lichtfeld-Startup Lytro erwerben, das zunächst Kameras und Software für Endanwender entwickelte, sich aus diesem Feld dann aber zurückzog, um die Lichtfeldtechnologie im VR-Bereich und professionellen Videoproduktionen einzusetzen.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Leonberg
  2. Lufthansa Industry Solutions TS GmbH, Oldenburg

Dem Bericht zufolge könnte Google weniger als 40 Millionen US-Dollar für Lytro bezahlen. Eventuell werden nicht alle Mitarbeiter übernommen. Einige hätten demnach schon Abfindungen erhalten oder bereits von sich aus das Unternehmen verlassen. Google könnte es auch auf die 59 Patente von Lytro im Bereich der Lichtfeldfotografie und anderen bildgebenden Verfahren abgesehen haben.

Der Verkauf wäre für Lytro und seine Geldgeber kein Erfolg. Nach Informationen von Techcrunch wurden mehr als 200 Millionen US-Dollar Venturekapital eingesammelt. Zu den Investoren zählen unter anderem Andreessen Horowitz, Foxconn, GV, Greylock, NEA und Qualcomm Ventures.

Lytro wurde 2006 als Refocus Imaging von Ren Ng gegründet. Lytro hatte zunächst zwei Lichtfeldkameras entwickelt. Zunächst kam ein Modell in einem sehr ungewöhnlichen Gehäuse auf den Markt. Es sah aus wie eine kleine Schachtel mit einer Linse an der Vorderseite und einem winzigen Touchscreendisplay mit 33 mm Diagonale. Später erschien das Modell Illum als Bridgekamera mit lichtstarkem Zoomobjektiv.

Im April 2016 war damit Schluss. Das Angebot von Lichtfeldkameras für Privatkunden wurde eingestellt und Lytro konzentrierte sich auf die Entwicklung einer Lichtfeld-VR-Plattform.

Die daraufhin entwickelte Lytro Immerge ist eine 360-Grad-Lichtfeldkamera in Form einer Kugel, die in fünf Segmente unterteilt ist. Die Kamera nimmt das gesamte Lichtfeld um sich herum auf. Das bedeutet, sie erfasst alle Lichtstrahlen um sich herum, Farbe, Intensität sowie die Richtung, aus der sie kommen. So sei es möglich, ein sphärisches Panorama vor einer Szenerie zu erzeugen.

Nun könnte der Name Lytro ganz verschwinden. Google hat selbst Versuche im Bereich Lichtfeldfotografie unternommen. Jüngst wurde ein rotierendes Drehgestell gezeigt, das mit Gopros ausgestattet ist, um realistischere VR-Bilder zu erfassen. Dazu wurde eine Demo-App auf Steam veröffentlicht, die mit den Headsets HTC Vive, Oculus Rift und Windows-Mixed-Reality-Brillen kostenlos nutzbar ist.

Bei der Lichtfeldfotografie wird nicht nur das Licht eingefangen, das direkt durch das Objektiv einer Kamera auf den Sensor einfällt. Vielmehr wird zudem die Richtung einfallender Lichtstrahlen gespeichert. Durch die zusätzliche Dimension enthalten solche Aufnahmen Informationen über die Bildtiefe. Das ermöglicht die Refokussierung, also die nachträgliche Verschiebung der Schärfeebene. Alternativ kann aus dem Bildmaterial, das mit einer Lichtfeldkamera aufgenommen wurde, ein 3D-Bild erstellt werden. Mittels VR-Brille können die Kopfbewegung erfasst und die Kameraposition errechnet werden. Das soll die Realitätsnähe verbessern.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 20,99€
  2. 17,49€
  3. 12,49€

_2xs 25. Mär 2018 / Themenstart

Das sie an keine Ausgabe an 3D Fernseher gedacht habe ist wirklich schwach. Ich hätte...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Samsung Galaxy S9 und S9 Plus - Test

Das Galaxy S9 und das Galaxy S9+ sind Samsungs neue Oberklasse-Smartphones. Golem.de hat sich im Test besonders die neuen Kameras angeschaut, die eine variable Blende haben.

Samsung Galaxy S9 und S9 Plus - Test Video aufrufen
God of War im Test: Der Super Nanny
God of War im Test
Der Super Nanny

Ein Kriegsgott als Erziehungsberechtigter: Das neue God of War macht nahezu alles anders als seine Vorgänger. Neben Action bietet das nur für die Playstation 4 erhältliche Spiel eine wunderbar erzählte Handlung um Kratos und seinen Sohn Atreus.
Von Peter Steinlechner

  1. God of War Papa Kratos kämpft ab April 2018

BeA: Rechtsanwaltsregister wegen Sicherheitslücke abgeschaltet
BeA
Rechtsanwaltsregister wegen Sicherheitslücke abgeschaltet

Das deutsche Rechtsanwaltsregister hat eine schwere Sicherheitslücke. Schuld daran ist eine veraltete Java-Komponente, die für einen Padding-Oracle-Angriff verwundbar ist. Das Rechtsanwaltsregister ist Teil des besonderen elektronischen Anwaltspostfachs, war aber anders als dieses weiterhin online.
Eine Exklusivmeldung von Hanno Böck

  1. BeA Secunet findet noch mehr Lücken im Anwaltspostfach
  2. EGVP Empfangsbestätigungen einer Klage sind verwertbar
  3. BeA Anwälte wollen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung einklagen

Oracle vs. Google: Dieses Urteil darf nicht bleiben
Oracle vs. Google
Dieses Urteil darf nicht bleiben

Im Fall Oracle gegen Google fällt ein eigentlich nicht zuständiges Gericht ein für die IT-Industrie eventuell katastrophales Urteil. Denn es kann zu Urhebertrollen, Innovationsblockaden und noch mehr Milliardenklagen führen. Einzige Auswege: der Supreme Court oder Open Source.
Eine Analyse von Sebastian Grüner

  1. Oracle gegen Google Java-Nutzung in Android kein Fair Use

    •  /