Lichtfeldfotografie: Google soll Lytro zum Schnäppchenpreis kaufen

Das Startup Lytro, das sich der Lichtfeldfotografie verschrieben hat, soll angeblich von Google gekauft werden. Der Preis soll deutlich unter dem liegen, was die Investoren in das Unternehmen gesteckt haben. Womöglich geht es Google nur um die Patente des Unternehmens.

Artikel veröffentlicht am ,
Lichtfeldkamera von Lytro
Lichtfeldkamera von Lytro (Bild: Lytro)

Nach einem Bericht von Techcrunch, der sich auf Aussagen mehrerer Quellen stützt, will Google das Lichtfeld-Startup Lytro erwerben, das zunächst Kameras und Software für Endanwender entwickelte, sich aus diesem Feld dann aber zurückzog, um die Lichtfeldtechnologie im VR-Bereich und professionellen Videoproduktionen einzusetzen.

Stellenmarkt
  1. Senior Manager (m/w/d) - CRM & Sales Processes
    Villeroy & Boch AG Hauptverwaltung, Mettlach
  2. Support Specialist Medical IT Service (w*m*d)
    NIHON KOHDEN EUROPE GmbH, Rosbach
Detailsuche

Dem Bericht zufolge könnte Google weniger als 40 Millionen US-Dollar für Lytro bezahlen. Eventuell werden nicht alle Mitarbeiter übernommen. Einige hätten demnach schon Abfindungen erhalten oder bereits von sich aus das Unternehmen verlassen. Google könnte es auch auf die 59 Patente von Lytro im Bereich der Lichtfeldfotografie und anderen bildgebenden Verfahren abgesehen haben.

Der Verkauf wäre für Lytro und seine Geldgeber kein Erfolg. Nach Informationen von Techcrunch wurden mehr als 200 Millionen US-Dollar Venturekapital eingesammelt. Zu den Investoren zählen unter anderem Andreessen Horowitz, Foxconn, GV, Greylock, NEA und Qualcomm Ventures.

Lytro wurde 2006 als Refocus Imaging von Ren Ng gegründet. Lytro hatte zunächst zwei Lichtfeldkameras entwickelt. Zunächst kam ein Modell in einem sehr ungewöhnlichen Gehäuse auf den Markt. Es sah aus wie eine kleine Schachtel mit einer Linse an der Vorderseite und einem winzigen Touchscreendisplay mit 33 mm Diagonale. Später erschien das Modell Illum als Bridgekamera mit lichtstarkem Zoomobjektiv.

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Im April 2016 war damit Schluss. Das Angebot von Lichtfeldkameras für Privatkunden wurde eingestellt und Lytro konzentrierte sich auf die Entwicklung einer Lichtfeld-VR-Plattform.

Die daraufhin entwickelte Lytro Immerge ist eine 360-Grad-Lichtfeldkamera in Form einer Kugel, die in fünf Segmente unterteilt ist. Die Kamera nimmt das gesamte Lichtfeld um sich herum auf. Das bedeutet, sie erfasst alle Lichtstrahlen um sich herum, Farbe, Intensität sowie die Richtung, aus der sie kommen. So sei es möglich, ein sphärisches Panorama vor einer Szenerie zu erzeugen.

Nun könnte der Name Lytro ganz verschwinden. Google hat selbst Versuche im Bereich Lichtfeldfotografie unternommen. Jüngst wurde ein rotierendes Drehgestell gezeigt, das mit Gopros ausgestattet ist, um realistischere VR-Bilder zu erfassen. Dazu wurde eine Demo-App auf Steam veröffentlicht, die mit den Headsets HTC Vive, Oculus Rift und Windows-Mixed-Reality-Brillen kostenlos nutzbar ist.

Bei der Lichtfeldfotografie wird nicht nur das Licht eingefangen, das direkt durch das Objektiv einer Kamera auf den Sensor einfällt. Vielmehr wird zudem die Richtung einfallender Lichtstrahlen gespeichert. Durch die zusätzliche Dimension enthalten solche Aufnahmen Informationen über die Bildtiefe. Das ermöglicht die Refokussierung, also die nachträgliche Verschiebung der Schärfeebene. Alternativ kann aus dem Bildmaterial, das mit einer Lichtfeldkamera aufgenommen wurde, ein 3D-Bild erstellt werden. Mittels VR-Brille können die Kopfbewegung erfasst und die Kameraposition errechnet werden. Das soll die Realitätsnähe verbessern.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
4700S Desktop Kit im Test
AMDs Playstation-5-Platine ist eine vertane Chance

Mit dem 4700S Desktop Kit bietet AMD höchstselbst die Hardware der Playstation 5 für den PC an. Das Board ist aber eine Sache für sich.
Ein Test von Marc Sauter

4700S Desktop Kit im Test: AMDs Playstation-5-Platine ist eine vertane Chance
Artikel
  1. Amazon: US-Abgeordnete werfen Jeff Bezos Lüge im Kongress vor
    Amazon
    US-Abgeordnete werfen Jeff Bezos Lüge im Kongress vor

    Jeff Bezos und weitere Amazon-Manager sollen in einer Befragung vor dem US-Kongress gelogen haben. Eine Falschaussage könnte Konsequenzen haben.

  2. PC-Version: Guardians of the Galaxy braucht galaktisch Speicherplatz
    PC-Version
    Guardians of the Galaxy braucht galaktisch Speicherplatz

    Das müsste Platz drei der Platzverwender sein: Das für Ende Oktober 2021 angekündigte Guardians of the Galaxy ist datenhungrig.

  3. Kryptowährungen: Der erste Bitcoin-Futures-ETF startet diese Woche
    Kryptowährungen
    Der erste Bitcoin-Futures-ETF startet diese Woche

    Bitcoin hat es endlich geschafft: Die amerikanische US-Börsenaufsichtsbehörde SEC hat den ersten Indexfonds für das Krypto-Geld freigegeben.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week: Bis zu 360€ auf Gaming-Monitore & bis zu 22% auf Be Quiet • LG-TVs & Monitore zu Bestpreisen (u. a. Ultragear 34" Curved FHD 144Hz 359€) • Bosch-Werkzeug günstiger • Dell-Monitore günstiger • Horror-Filme reduziert • MwSt-Aktion bei MM: Rabatte auf viele Produkte [Werbung]
    •  /