Lichtfeld-Bildschirm: Mobiles 3D-Display Looking Glass Go vorgestellt

Looking Glass hat sein neues 3D-Display Go vorgestellt. Das bisher kleinste Modell(öffnet im neuen Fenster) im Portfolio des Unternehmens soll sich sowohl für die Nutzung unterwegs als auch auf einem Schreibtisch eignen. Looking Glass Go basiert wie die anderen Produkte von Looking Glass auf Lichtfeldtechnologie, ist aber wesentlich kompakter.
Looking Glass spricht, wie bei seinen anderen Geräten, auch beim Go von Holografien, technisch gesehen handelt es sich aber um 3D-Darstellungen. Das Go besteht aus einer Basiseinheit und einem dünnen Display, das über ein Scharnier ausgeklappt wird. Der Bildschirm ist 6 Zoll groß und hat eine Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln. Zusammengeklappt ist Looking Glass Go 160 x 80 x 19 mm groß, das Gerät wiegt 235 Gramm.
Nutzer können unter anderem vorprogrammierte Grafiken und Avatare auf dem Go darstellen, aber auch eigene Fotos in 3D-Objekte umwandeln. Wie bei den anderen Looking-Glass-Produkten ist keine zusätzliche Brille nötig, um den 3D-Effekte wahrnehmen zu können. Dank der Lichtfeldtechnologie lässt sich - bei entsprechend gutem Ausgangsmaterial - durch die Veränderung des Blickwinkels auch bis zu einem gewissen Grad hinter die Objekte schauen.
KI soll aus 2D-Bildern bessere 3D-Fotos machen
Als erstes Looking-Glass-Gerät hat das Go ein WLAN-Modul. Daten lassen sich also nicht nur über den USB-Anschluss aufspielen, sondern auch drahtlos aus der Cloud laden. In seiner Produktpräsentation betont Looking Glass das Thema KI: Unter anderem sollen entsprechende Algorithmen, die mit dem Unternehmen Luma AI entwickelt wurden, dafür sorgen, dass 2D-Fotos in 3D-Inhalte umgerechnet und auf dem Go betrachtet werden können.
Nutzer können zudem mit Smartphones, die mehrere Kameras haben, Situationen scannen und anschließend auf dem Display darstellen. Außerdem ist ChatGPT in das Gerät integriert. Nutzer können auf OpenAIs KI-Chatbot über 3D-Avatare zugreifen, die sie herunterladen können. Looking Glass Go ist außerdem kompatibel mit zahlreichen 3D-Engines.

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In der Basisversion kann das Go nur über eine Kabelverbindung verwendet werden, da das Gerät an sich keinen eingebauten Akku hat. Mit dem separaten Batteriemodul soll die Akkulaufzeit zwei Stunden betragen.
Looking Glass vertreibt das Go über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter. Eine Stunde nach dem Start der Kampagne war das Projekt bereits finanziert. Das Super-Early-Bird-Angebot erfordert einen Unterstützungsbeitrag von 200 US-Dollar; zusammen mit dem Batteriemodul müssen Interessenten 250 US-Dollar berappen. Die Spezialangebote gelten allerdings nur bis zum 6. Dezember 2023, danach steigen die Unterstützungsbeiträge an.
Wie bei allen Crowdfunding-Kampagnen gilt auch hier, dass ein finanziertes Produkt nicht zwingenderweise auch auf den Markt kommen muss. Looking Glass hat bislang aber zuverlässig seine Produkte ausgeliefert und dürfte Kickstarter nur als Marketing-Werkzeug verwenden.



