• IT-Karriere:
  • Services:

Leuchten: Die auffällige Unauffälligkeit der OLED-Technik

Coole Entwicklungen bei OLED-Lampen: Wer nach den vielen Vorstellungen auf der Lichtmesse 2014 darauf gehofft hatte, wurde in diesem Jahr enttäuscht - mit einer Ausnahme.

Artikel veröffentlicht am ,
Wo ist der Ausgang? 2014 zeigte noch Philips solche Schilder. 2016 fanden wir dieses bei LG.
Wo ist der Ausgang? 2014 zeigte noch Philips solche Schilder. 2016 fanden wir dieses bei LG. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Wer auf eine schöne neue OLED-Lampenwelt auf der Lichtmesse Light + Building gehofft hat, wurde in diesem Jahr enttäuscht: Die großen Leuchtmittelhersteller zeigten kaum etwas. Toshiba etwa zeigte noch im vorletzten Jahr beispielsweise transparente OLED-Lampen - jetzt: nichts. Der Stand wurde verkleinert und große Experimente des Vorjahres nicht einmal im Ansatz erreicht. Wer den Philips-Stand besuchte, fand 2014 Notausgangsschilder mit OLED-Lichttechnik und eine kunstvolle, sehr große OLED-Installation. Dieses Jahr: nichts. Die OLED-Sparte wurde gar verkauft, an Oledworks. Immerhin: Philips verschloss sich auf seiner Pressekonferenz Technik nicht komplett und teilte immerhin mit, wenn sie so weit sei, wolle das Unternehmen sie auch einsetzen. Mit anderen Worten: Sie wird dann eingekauft.

Stellenmarkt
  1. Dataport, verschiedene Standorte
  2. Hays AG, Ulm

Von einem weiteren OLED-Profi, Samsung, war dieses Jahr ohnehin nichts zu erwarten. Zwar war die Halbleitersparte da und zeigte ihre LED-Chips, doch der Konzern hat sich in Europa offiziell aus dem Leuchtmittelmarkt zurückgezogen; in Elektronikmärkten sind allerdings noch überraschend viele Samsung-LED-Lampen verfügbar.

Auch Osram hat mit der Osram OLED GmbH eine Abteilung für die nächste Lichtgeneration. Schon 2010 wurde mit dem Bau einer Fabrik begonnen. Doch auf der diesjährigen Light + Building zeigte das Unternehmen vorwiegend hübsche Damen. Außer eines Facebook-Postings war nicht viel Aktivität zu bemerken. Neuerungen gab es vor allem bei LEDs, etwa T5-Röhren, oder auch voluminösen R7S-LED-Leuchtmitteln.

Ein bisschen OLED war zu sehen

Eine OLED-Ausnahme war LG. Die Koreaner waren nicht nur mit der Halbleiter-Abteilung vertreten und zeigten LED-Komponenten, sondern hatten einen eigenen Stand nur für die OLED-Technik. LG zeigte sehr gut, was sich alles mit der Technik machen lässt und hofft auf Leuchtendesigner, die das nun ausnutzen wollen und natürlich bei LG einkaufen.

OLED-Technik gab es zwar auch bei Sumitomo Chemical und Oledworks, doch Erstere konzentrierten sich auf bunte Showeffekte mit viereckigen Panels und Letztere auf die Komponenten-Ankündigungen. Immerhin gab es einige Partner, die Leuchten zeigten.

LG hat sich also, was die OLED-Technik angeht, vom Rest deutlich abgehoben. Es hat den Anschein, dass dieses Unternehmen, obwohl es gar keine Leuchten produzieren möchte, den richtigen Ansatz gefunden hat. Auf der Light + Building zeigte LG interessante OLED-Konzepte. Die OLED-Allianz aus Taiwan ist jedenfalls noch nicht so weit.

Damit bleibt es erst einmal bei der LED, was uns auch LG sagte. Zwar ist der Einsatz in teuren Installationen mit OLED-Technik bereits möglich und diesen Markt will LG auch bedienen, doch für den Massenmarkt ist die Technik erst im Jahr 2020 bereit. Ohnehin werden OLEDs vermutlich eine Ergänzung sein, um andere Probleme zu lösen. So wie im Haushalt lange Kompaktleuchtstofflampen parallel zu Halogen-Leuchtmitteln und klassischen Glühbirnen genutzt wurden und werden.

Die LED hat also weiter eine Zukunft, wie wir sie vor zwei Jahren in dem Artikel Was uns erleuchten wird beschrieben haben. Bei der OLED sieht es hingegen nach dem Besuch der Messe danach aus, als wäre das überwiegend LGs Marktgebiet. Das zeigt sich bereits bei den Fernsehern: LG setzt auf OLED - fast alle anderen auf LED-LCD-Fernseher.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-72%) 8,50€
  2. 19,95€
  3. 2,49€

MeinSenf 21. Mär 2016

Wenn man sich die Ausstellungen in den Lampengeschäften und Baumärkten ansieht merkt man...

Bouncy 21. Mär 2016

Der Post könnte aus der Mitte der Neunziger sein...

John M. 20. Mär 2016

Exakt das sagte grumbazor doch.

ChevalAlazan 19. Mär 2016

OLED noch sehr teuer, LED nach all den Jahren endlich im richtigen Preis-Leistungs...

Hotohori 19. Mär 2016

Und? Hier ging es allgemein um OLED auf dieser Messe und wenn die Anderen sich rar machen...


Folgen Sie uns
       


SSD-Kompendium

Sie werden alle SSDs genannt und doch gibt es gravierende Unterschiede. Golem.de-Hardware-Redakteur Marc Sauter stellt die unterschiedlichen Formfaktoren vor, spricht über Protokolle, die Geschwindigkeit und den Preis.

SSD-Kompendium Video aufrufen
Razer Blade Stealth 13 im Test: Sieg auf ganzer Linie
Razer Blade Stealth 13 im Test
Sieg auf ganzer Linie

Gute Spieleleistung, gute Akkulaufzeit, helles Display und eine exzellente Tastatur: Mit dem Razer Blade Stealth 13 machen Käufer eigentlich kaum einen Fehler - es sei denn, sie kaufen die 4K-Version.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Naga Left-Handed Edition Razer will seine Linkshändermaus wieder anbieten
  2. Junglecat Razer-Controller macht das Smartphone zur Switch
  3. Tartarus Pro Razers Tastenpad hat zwei einstellbare Schaltpunkte

Staupilot: Der Zulassungsstau löst sich langsam auf
Staupilot
Der Zulassungsstau löst sich langsam auf

Nach jahrelangen Verhandlungen soll es demnächst internationale Zulassungskriterien für hochautomatisierte Autos geben. Bei höheren Automatisierungsgraden strebt die Bundesregierung aber einen nationalen Alleingang an.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Autonomes Fahren Ermittler geben Testfahrerin Hauptschuld an Uber-Unfall
  2. Ermittlungsberichte Wie die Uber-Software den tödlichen Unfall begünstigte
  3. Firmentochter gegründet VW will in fünf Jahren autonom fahren

Core i9-10980XE im Test: Intel rettet sich über den Preis
Core i9-10980XE im Test
Intel rettet sich über den Preis

Nur wenige Stunden vor AMDs Threadripper v3 veröffentlicht Intel den i9-10980XE: Der hat 18 Kerne und beschleunigt INT8-Code für maschinelles Lernen. Vor allem aber kostet er die Hälfte seines Vorgängers, weil der günstigere Ryzen 3950X trotz weniger Cores praktisch genauso schnell ist.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Prozessoren Intel meldet 14-nm-Lieferprobleme
  2. NNP-T und NNP-I Intel hat den T-1000 der künstlichen Intelligenz
  3. Kaby Lake G Intels AMD-Chip wird eingestellt

    •  /