Abo
  • Services:

Licht für das 21. Jahrhundert: Entwickler der blauen LED erhalten Physiknobelpreis

Ihre Entwicklung sei revolutionär, weil sie die energiesparende Beleuchtung für das neue Jahrhundert ermöglicht hat: Die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften hat den Entwicklern der blauen Leuchtdiode den Physiknobelpreis 2014 zuerkannt.

Artikel veröffentlicht am ,
Blaue LED: helle und energiesparende Leuchtmittel für weißes Licht
Blaue LED: helle und energiesparende Leuchtmittel für weißes Licht (Bild: Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften)

Die japanischen Wissenschaftler Isamu Akasaki, Hiroshi Amano und Shuji Nakamura erhalten den Physiknobelpreis im Jahr 2014. Sie bekommen die Auszeichnung "für die Entwicklung effizienter, blaues Licht emittierender Dioden, die helle und energiesparende Leuchtmittel für weißes Licht ermöglichen", teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften mit.

Stellenmarkt
  1. M-net Telekommunikations GmbH, München
  2. McService GmbH, München

Die drei arbeiteten nicht zusammen: Akasaki und Amano forschten an der Nagoya Universität. Nakamura war bei Nichia Chemicals, einem kleinen Privatunternehmen, angestellt. Bevor die drei Wissenschaftler ihre blauen Leuchtdioden (LED) entwickelten, war es nicht möglich, weißes Licht mit LEDs zu erzeugen. Es gab zwar rote und grüne Dioden. Es fehlten aber die blauen.

LED statt Glühbirne

Sowohl Forschungseinrichtungen als auch Unternehmen hatten jahrelang vergeblich an blauen LEDs gearbeitet. Das gelang erst Akasaki, Amano und Nakamura Anfang der 1990er-Jahre. "Sie hatten Erfolg, wo alle anderen scheiterten", schreibt das Nobelpreiskomitee. Ihre Entdeckung sei "revolutionär. Glühbirnen erleuchteten das 20. Jahrhundert. Das 21. Jahrhundert wird von LED-Lampen erleuchtet."

Eine LED besteht aus mehreren Schichten: einer n-Schicht mit einer Überzahl an Elektronen, einer p-Schicht mit sogenannten Defektelektronen oder Löchern, positiven Ladungsträgern in Halbleitern, sowie einer aktiven Schicht. Wird Spannung angelegt, wandern Elektronen und Löcher in die aktive Schicht, wo sie sich neutralisieren. Bei diesem Vorgang, Rekombination genannt, wird Energie in Form von Licht abgegeben.

Galliumnitridkristalle züchten

Die LEDs bestehen aus Halbleitern. Die Wellenlänge - also die Farbe - des abgegebenen Lichts hängt vom Material ab. Beide Forscherteams setzten auf Galliumnitrid. Als sie in den 1980er-Jahren anfingen, war es nicht möglich, Galliumnitridkristalle in der nötigen Qualität zu züchten, um daraus die p-Schicht für eine LED zu bauen. Beide Teams stellten 1992 eine p-Schicht aus Galliumnitrid vor, die sie auf unterschiedliche Art und Weise konstruierten.

Die blaue LED ermöglicht aber nicht nur LED-Lampen, die weiß leuchten: Mit Hilfe der blauen LED bauten sowohl Akasaki und Amano, als auch Nakamura jeweils einen blauen Laser, der die Entwicklung der Blu-ray-Disc ermöglicht hat.

Isamu Akasaki wurde 1929 in Chiran, auf der Insel Kyushu im Süden Japans geboren. Er promovierte 1964 an der Nagoya Universität, wo er anschließend auch lehrte. Hiroshi Amano wurde 1960 in Hamamatsu auf der Hauptinsel Honshu geboren. Er promovierte 1989 an der Nagoya Universität und ist heute dort Professor. Shuji Nakamura wurde 1954 in Ikata auf der Insel Shikoku geboren. Er promovierte 1994 an der Universität von Tokushima. Heute ist Nakamura Professor an der Universität von Kalifornien in Santa Barbara.

Der Nobelpreis ist mit einem Preisgeld von 8 Millionen schwedischen Kronen, umgerechnet 875.000 Euro dotiert. Es wird unter den drei Preisträgern aufgeteilt. Die Nobelpreise wreden am 10. Dezember überreicht, dem Todestag des Stifters Alfred Nobel.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 127,90€ (effektiver Preis für SSD 107,90€)
  2. (u. a. Battlefield 5, FIFA 19, Battlefront 2, NHL 19)
  3. (u. a. FIFA 19, New Super Mario Bros. U Deluxe, Donkey Kong Contry)
  4. (aktuell u. a. Ryzen 7 2700X 299€, Playstation-Store-Guthaben für 18,40€ statt 20€ oder...

schily 09. Okt 2014

Genau in der Idee der Kombination verschiedener Materialien steckt aber die gewaltige...

Hotohori 08. Okt 2014

Darum verkaufen sich Nachtlichter für die Steckdosen inzwischen wohl nicht mehr so gut...

Hotohori 08. Okt 2014

Die blauen LEDs sitzen doch auch in den meisten Monitoren, über die ihr den Artikel oder...

Hotohori 08. Okt 2014

Ich hab das vermehrt aber auch bei den blauen LEDs erlebt. Bei einem Gerät musste ich...

plutoniumsulfat 08. Okt 2014

wie gesagt, damals, als die im Artikel beschrieben Erfindung getätigt wurde, gab es...


Folgen Sie uns
       


Amazons Echo Sub im Test

Mit dem Echo Sub lassen sich Echo-Lautsprecher mit Tiefbass nachrüsten. Die Echo-Lautsprecher sind allerdings im Mittenbereich vergleichsweise schwach, so dass das Klangbild entsprechend leidet. Sobald zwei Echo-Lautsprecher miteinander verbunden sind, gibt es enorm viele Probleme: Die Echo-Geräte reagieren langsamer, es gibt Zeitverzögerungen der einzelnen Lautsprecher und das Spulen in Musik ist nicht mehr möglich. Wie dokumentieren die Probleme im Video.

Amazons Echo Sub im Test Video aufrufen
Vorschau Spielejahr 2019: Postnukleare Action und die nächste Konsolengeneration
Vorschau Spielejahr 2019
Postnukleare Action und die nächste Konsolengeneration

2019 beginnt mit Metro Exodus, Anthem, dem neuen Anno und The Division 2 richtig toll! Golem.de verrät, welche Blockbuster sonst noch kommen, was die Konsolenhersteller möglicherweise planen - und was auch Ende 2019 fast sicher nicht zum Spielen da sein wird.
Von Peter Steinlechner

  1. Slightly Mad Mad Box soll Konkurrenz für Xbox und Playstation werden
  2. Jugendschutz China erlaubt neue Computerspiele
  3. Jugendschutz Studie der US-Regierung entlastet Spielebranche

Nubia X im Hands on: Lieber zwei Bildschirme als eine Notch
Nubia X im Hands on
Lieber zwei Bildschirme als eine Notch

CES 2019 Nubia hat auf der CES eines der interessantesten Smartphones der letzten Monate gezeigt: Dank zweier Bildschirme braucht das Nubia X keine Frontkamera - und dementsprechend auch keine Notch. Die Umsetzung der Dual-Screen-Lösung gefällt uns gut.

  1. Videostreaming Plex will Filme und Serien kostenlos und im Abo anbieten
  2. Solar Cow angesehen Elektrische Kuh gibt Strom statt Milch
  3. H2Bike Alpha Wasserstoff-Fahrrad fährt 100 Kilometer weit

People Mover: Rollende Kisten ohne Fahrer
People Mover
Rollende Kisten ohne Fahrer

CES 2019 Autonome People Mover sind ein Trend auf den Messeständen der Mobilitätsanbieter in Las Vegas. Neue Sensor-Generationen senken die Kosten und vereinfachen die Fertigung der Shuttlebusse ohne Fahrer.
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. Streaming-Lautsprecher Google Assistant für ältere Sonos-Modelle geplant
  2. Dell Latitude 7400 im Hands on Starkes Business-2-in-1 mit knackigem Preis
  3. 360 Reality Audio ausprobiert Sony erzeugt dreidimensionalen Musikklang per Kopfhörer

    •  /