Libretro: Emulator-Software Retroarch erscheint für Steam
Voraussichtlich am 30. Juli 2019 wollen die Entwickler von Retroarch ihr Programm als kostenlosen Download auf Steam(öffnet im neuen Fenster) anbieten. Für Fans von älteren Konsolen- und PC-Games ist das eine große Sache: Archage erleichtert die Verwaltung von Spielesammlungen, Controller-Einstellungen und Emulatoren – vor allem mit der vom selben Team programmierten Libretro API.
Damit wiederum ist es unter anderem möglich, ein älteres Kultspiel als sogenannten Libretro Core aufzubereiten und dieses Paket dann relativ einfach über Retroarch zu verwenden. Das Frontend ist für Windows-PC, MacOS, Linux, Konsolen, mobile Plattformen und Hardware wie Raspberry Pi verfügbar. Die Version auf Steam soll zuerst nur Windows-PC unterstützen. Später soll möglicherweise Support für Linux und MacOS folgen. Emulatoren, Bios-Dateien oder Spiele-ROMs enthält Retroarch nicht, um die müssen sich die Nutzer selbst kümmern.
Der eigentliche Clou ist aber, dass die Entwickler von Retroarch schreiben, sie wollten in ihr Programm möglicherweise Unterstützung für Steamworks SDK einbauen. Über konkrete Pläne sprechen sie noch nicht. Vorstellbar ist aber, dass die Nutzer später etwa über die Steam-Version von Retroarch relativ einfachen Zugriff auf Libretro Cores und damit auf alle Inhalte und Funktionen erhalten.

Allerdings stellt sich spätestens dann die Frage nach dem Urheberrecht. Die Macher von Retroarch sind sich dieser Problematik offensichtlich bewusst: Wohl deshalb schreiben sie in ihrer Ankündigung(öffnet im neuen Fenster) , dass "Retroarch oder die Libretro API zwar nichts Besonderes mit Emulatoren zu tun" hätten, räumen aber auch ein, dass die meisten Nutzer sie genau "für diesen Zweck verwenden" . Ob sie mit dieser Argumentation in möglichen rechtlichen Auseinandersetzungen durchkommen, ist derzeit schwer abzusehen.
Libretro und Retroarch sind Projekte, die von Enthusiasten vorangetrieben werden. Das Team kann unter anderem über Patreon unterstützt(öffnet im neuen Fenster) werden; bislang kommen dort rund 1.300 US-Dollar im Monat zusammen.
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