Librepods mit anderen Airpods-Produkten
Für die übrigen Airpods-Produkte gibt der Entwickler an, dass Basiseigenschaften in der App zur Verfügung stehen sollten, weil die entsprechenden Protokolle identisch sein müssten. Da Devar nur die Airpods Pro 2 besitzt, kann er das nicht selbst testen. Er geht davon aus, dass die Ohrerkennung sowie die Anzeige des Akkustands der Hörstöpsel und des Ladeetuis unterstützt werden sollten.
Wenn folgende Bedingungen erfüllt sind, werden für die Verwendung von Librepods keine Root-Rechte benötigt: Ein Pixel-Smartphone mit Android 16 und dem März-Update und dem aktuellen Play-System-Update, ein Pixel-Smartphone mit Android 17 Beta 3 oder höher, ein Oneplus-Gerät mit Oxygen OS 16 oder neuer sowie Oppo-Geräte mit ColorOS 16 oder höher.
Außerdem wird Librepods künftig auf allen Geräten mit Android 17 laufen, ohne dass Root-Rechte nötig sind. Wenn keine der genannten Voraussetzungen erfüllt ist, muss auf dem Android-Gerät der Root-Zugriff mittels Xposed-Modul aktiviert werden.
Librepods gibt es im Play Store und bei Github
Librepods gibt es im Play Store(öffnet im neuen Fenster) prinzipiell kostenlos, aber für einige Funktionen muss die App zum Preis von 4,99 Euro gekauft werden. Dazu zählen die Gesprächserkennung, die Kopfgestensteuerung, der Aufruf eines digitalen Assistenten auf Knopfdruck, die Anpassung der individuellen Lautstärke, adaptives Audio sowie Medien beim Einschlafen pausieren.
Alternativ steht Librepods wie schon länger weiterhin über Github(öffnet im neuen Fenster) zur Verfügung, dort soll sich die Vollversion der App über die Sponsoren-Seite ebenfalls kaufen lassen.
Parallel zur Librepods-App existiert auch eine Linux-Variante, die allerdings derzeit nur in einer älteren Version vorliegt und weniger Funktionen bereitstellt. Die Linux-Version von Librepods wird gerade ganz neu geschrieben und befindet sich in der Entwicklung.
Gibt es wieder ein Katz-und-Maus-Spiel mit Apple?
Derzeit lässt sich nicht abschätzen, ob es bei Librepod zu einem ähnlichen Katz- und Mausspiel wie vor 16 Jahren beim WebOS-Smartphone Palm Pre kommen wird. Bisher hat Apple nichts gegen Librepods unternommen. Damals bewarb der Smartphone-Hersteller Palm sein Pre-Smartphone damit, dass es eine Synchronisation über Apples iTunes ermögliche, was damals eine wichtige Funktion für Smartphones darstellte.
Apple veröffentlichte als Reaktion immer wieder neue Updates von iTunes, um die Synchronisation zu WebOS-Geräten zu stören. Palm folgte immer wieder mit aktualisierten Versionen des Smartphone-Betriebssystems, um die iTunes-Synchronisation erneut zu ermöglichen. Dabei gaben sich die Pre-Smartphones gegenüber der iTunes-Software als Apple-Produkt aus.
Bezogen auf den aktuellen Fall könnte Apple bequem dagegen vorgehen, indem immer neuere Firmware-Versionen auf die Airpods-Produkte installiert werden, die dann eine Zusammenarbeit mit Librepods blockieren, sofern diese zwischendurch mit Apple-Produkten verwendet wird. Im Unterschied zu vielen anderen Kopfhörerprodukten lassen sich Updates bei Airpods-Produkten weder manuell vornehmen noch verhindern, die Updates werden automatisch von Apple eingespielt.
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