Librephone: FSF will offenes Smartphone-Betriebssystem entwickeln
Die Free Software Foundation (FSF) will mit Librephone ein Betriebssystem für Mobilgeräte erstellen, das auf den Prinzipien freier und quelloffener Software basiert. Das hat die Geschäftsführerin der FSF, Zoe Kooyman, im Rahmen einer Veranstaltung zum 40. Geburtstag der Organisation bekannt gegeben(öffnet im neuen Fenster) .
Librephone soll in Zusammenarbeit mit Rob Savoye entstehen, der seit den 1980er Jahren an freier Software arbeitet. Savoye war unter anderem an zahlreichen Projekten der GNU-Toolchain beteiligt. In der offiziellen Mitteilung zum Event gibt es keine weiteren technischen Details zu Librephone. Auch auf der Webseite der FSF gibt es noch keine weiteren Infos.
"Da Mobile-Computing mittlerweile so weit verbreitet ist, sind wir von Librephone begeistert und glauben, dass es das Potenzial hat, vielen weiteren Nutzern auf der ganzen Welt Softwarefreiheit zu bringen" , erklärte Kooyman. Einen Zeitrahmen für eine erste Veröffentlichung gibt es nicht.
Technische Hintergründe noch unbekannt
Denkbar ist, dass die FSF Librephone auf AOSP aufbauen wird, also der Open-Source-Version von Android. Ein Nutzer auf Hacker News(öffnet im neuen Fenster) schreibt, dass im Livestream erklärt worden sei, dass Savoye ein Android-ROM finden solle, das möglichst frei und Open Source sein und eventuelle Closed-Source-Teile per Reverse Engineering quelloffen gestalten solle.
Librephone wäre nicht der erste Versuch der FSF, eine Alternative zu kommerziellem Android und iOS auf den Markt zu bringen. Vor 15 Jahren veröffentlichte die Organisation die Android-Variante Replicant , die ohne proprietäre Treiber und Closed-Source-Software auskommt. Wirklich durchgesetzt hat sich Replicant allerdings nie.
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