Libreoffice: Veränderte APIs schaffen Distanz zu Openoffice

Mit Libreoffice 4.0 soll der Umbau des APIs angestoßen werden(öffnet im neuen Fenster) . Zunächst wurde der Code aber aufgeräumt. Das sei die größte Aufräumaktion seit der Veröffentlichung der ersten Openoffice.org-Version, schreibt Charles-H. Schulz. Er ist einer der Direktoren der Document Foundation.
Der Umbau soll tiefgreifend werden. Das bedeute aber auch, dass sich der Quellcode von dem von Apache Openoffice.org immer mehr unterscheide, schreibt Schulz. Das neue API soll vor allem für Entwickler und die Community gedacht sein. Es soll für einen einfachen und leistungsstarken Zugang zu den Funktionen in Libreoffice sorgen. Das bedeute aber auch Inkompatibilitäten, mit denen die Extensions-Entwickler zunächst konfrontiert werden, die mit den Änderungen einhergehen.
UNO entfernt
Mit Libreoffice 4.0 wurden beispielsweise das nicht mehr aktuelle API(öffnet im neuen Fenster) Xdocumentinfo und die entsprechenden UNO-Schnittstellen entfernt. Außerdem wurden weitere UNO-Dienste entfernt, darunter auch solche zur Tabellenkalkulation, zur Textverarbeitung und für das Zeichenprogramm.
Ebenfalls neu in Version 4.0 ist der Grafikstack(öffnet im neuen Fenster) , der nicht nur neue Schnittstellen, sondern auch neue UI-Widgets und ein aufgeräumtes Benutzerinterface bieten soll.
Schulz nennt Libreoffice 4.0 eine existentielle Veröffentlichung, die neue Technologie, aber auch eine neue Lizenzstruktur mit sich bringt(öffnet im neuen Fenster) . Statt einer Apache-Lizenz setzt Libreoffice auf die Mozilla Public License sowie die LGPL.
Libreoffice 4.0 soll in der ersten Februarwoche 2013 erscheinen.