Libreoffice: Schnellere Tabellen mit GPU-Berechnungen
AMD ist der "Document Foundation" (TDF) beigetreten(öffnet im neuen Fenster), also dem Gremium, das sich um die Weiterentwicklung der freien Office-Suite Libreoffice kümmert. Über das Advisory Board der TDF will der Chiphersteller dabei helfen, einige Funktionen von Libreoffice auf GPUs auszulagern.
Das soll aber erst mit den AMD-APUs der Fall sein, welche die HUMA-Architektur unterstützen. Der erste Vertreter ist Kaveri, der Ende 2013 für Desktop-PCs und Notebooks erwartet wird. Unterstützung von anderen GPUs hat TDF noch nicht angekündigt – möglich erscheint das aber, denn die Optimierungen sollen auf dem Standard OpenCL basieren, den alle modernen PC-GPUs beherrschen.
Zunächst soll nur die Tabellenkalkulation "Calc" aus dem Office-Paket von den Berechnungen auf Grafikprozessoren profitieren. Wie Libreoffice-Entwickler Michael Meeks der Webseite H Open sagte(öffnet im neuen Fenster), muss dafür zuerst die Speicherverwaltung von Calc neu organisiert werden, die bisher sehr ineffizient sein soll. Kleine Teile des Speichers könnten dann dank des für CPU und GPU einheitlichen Speichermodells von HUMA dem Grafikprozessor für Berechnungen zur Verfügung gestellt werden.
Da GPUs nur bei stark parallelisierbaren Aufgaben ihre Vorteile ausspielen können, sollen aber nur sehr große Tabellen mit vielen Wiederholungen der gleichen Formel in der Bearbeitung und Berechnung schneller werden. Ausprobieren kann man das frühestens mit Libreoffice 4.2, das für den Februar 2014 geplant ist. Michael Meeks sagte aber, dass die gerade erst aufgenommene GPU-Programmierung möglicherweise in dieser Version noch nicht voll umgesetzt werden könnte.
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