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Libreoffice 4.3: 3D-Modelle, besseres OOXML und Monster-Absätze

Mit der Veröffentlichung von Libreoffice 4.3 unterstützt die freie Office-Suite besser verschiedene Dateiformate, erlaubt 3D-Modelle in Präsentationen und beseitigt viele Fehler.
/ Sebastian Grüner
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Ein Monsterabsatz in Libreoffice Writer 4.3 (Bild: Caolán McNamara - CC-BY-SA 3.0)
Ein Monsterabsatz in Libreoffice Writer 4.3 Bild: Caolán McNamara - CC-BY-SA 3.0

Mit Libreoffice 4.3 entfernt das Team einen etwa elf Jahre alten Fehler, der die Länge eines Absatzes in Dokumenten auf 16-Bit, also etwa 65.500 Zeichen beschränkte. Der Wert ist nun 32-Bit und erlaubt so mehr als 2 Milliarden Zeichen, was das Team in der Ankündigung(öffnet im neuen Fenster) scherzhaft als "Monsterabsatz" bezeichnet.

Darüber hinaus ist die Zusammenarbeit mit den ursprünglich von Microsoft stammenden und mittlerweile offen standardisierten OOXML-Formaten verbessert worden. So werden Schriften besser dargestellt, Zeichenstile und -Eigenschaften bleiben erhalten und Zeichnungen, die mit DrawingML(öffnet im neuen Fenster) in den OOXML-Dateien gespeichert sind, sollen sich nun fehlerfrei im- und exportieren lassen. Die Verschachtelung von OOXML-Dateien ineinander ist ebenfalls erlaubt.

Zudem können nun auch in Libreoffice Tabellenkalkulationen sowie Datenbanken aus MS Works(öffnet im neuen Fenster) verwendet werden, ebenso wie alte Mac-Dateiformate wie ClarisWorks, ClarisResolve, MacWorks und SuperPaint. In ODF-, DOC-, DOCX-, und RTF-Dateien eingebettete Kommentare lassen sich formatübergreifend verwenden, können einheitlich formatiert und innerhalb der Dokumentengrenzen gedruckt werden.

Die Arbeit mit der Tabellenkalkulation Calc soll durch eine bessere farbliche Unterlegung einzelner Zellen sowie eine überarbeitete Statusanzeige, die etwa die Größe einer Zellenauswahl darstellt, einfacher werden. In Präsentationen, die mit Impress erstellt werden, lassen sich nun direkt statische oder animierte 3D-Modelle integrieren. Dazu wird das Format glTF(öffnet im neuen Fenster) verwendet, das im Khronos-Konsortium entsteht. Noch steht dies aber nur Windows- und Linux-Nutzern zur Verfügung. Über eine Bibliothek zum Konvertieren lassen sich auch Collada-(öffnet im neuen Fenster) und KMZ-Dateien(öffnet im neuen Fenster) verwenden.

Außerdem ist Analysen des Codes durch Coverity zufolge die Fehlerdichte in Libreoffice in den vergangen zwei Jahren deutlich gesunken. Eine ausführliche Liste mit den Neuerungen(öffnet im neuen Fenster) in Libreoffice 4.3 findet sich im Wiki der Entwickler. Quellcode und Binärversionen für Windows, Mac OS X und Linux stehen ab sofort zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit.


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