Der neue Comet-Lake-Prozessor im Benchmark

In unserem Librem Mini der neuen, zweiten Generation gibt also ein Intel Core i7-10510U-Prozessor (Comet Lake) den Takt an. Dessen vier Kerne haben je 1,8 GHz. Neben Hyperthreading unterstützt die CPU auch einen Boost-Modus, bei der ein Kern vorübergehend mit bis zu 4,8 GHz takten kann.

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Dabei beschränkt sich der Prozessor auf eine thermische Verlustleistung (TDP) von 15 Watt. Im ersten Librem Mini, der Anfang des Jahres veröffentlicht wurde, steckte ein Core i7-8565U (Whiskey Lake).

In einem Benchmark lassen wir den neuen Prozessor das BMW27-Testbild mit Blender rendern. Mit Blender 2.83 braucht er 633 Sekunden für den BMW27-Benchmark, mit Blender 2.79 705 Sekunden. Zum Vergleich: Ein Thinkpad T480s (Core i5-8250U) benötigt mit Blender 2.79 822 Sekunden für das Bild, der offene Selbstbau-Laptop MNT Reform (Test) mit seinen ARM-Kernen gar über zwei Stunden.

Die Grafik liefert die in den Prozessor integrierte UHD 620 von Intel, die native Hardwarebeschleunigung für 4K-Videos in H.265 und VP9 bietet. Die Linux-Unterstützung des integrierten Grafikchips ist wie zu erwarten gut. Die Ausgabe an einem 4K-Display bei 60 Hz bereitet weder über HDMI noch über Displayport Probleme.

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Wird der Rechner minimal genutzt, beispielsweise um einen Text in einem Editor zu tippen, ist er leise, aber hörbar. Aber schon bei etwas mehr Belastung, etwa wenn ein Browser geöffnet und ein Video gestreamt wird, springt der Lüfter an. Unter Last ist ein deutliches Summen zu hören. Das kann allerdings auch an unserem Vorabmodell liegen.

PureOS - ein pures Debian?

Als Betriebssystem kommt Purisms hauseigenes Betriebssystem PureOS zum Einsatz. Das gibt es in verschiedenen Varianten, die entweder auf Debian Stable oder Debian Testing basieren. Letzteres ist der Entwicklungszweig für die nächste Stable-Version - entsprechend viele Änderungen und Updates gibt es. Beide Debian-Versionen haben den Ruf, sehr stabil zu sein.

Auf unserem Testrechner kam PureOS Byzantium zum Einsatz, das auf Testing basiert. PureOS unterscheidet sich jedoch nur minimal von einer normalen Debian-Testing-Installation. Die offensichtlichsten Unterschiede sind das andere Look and Feel, das vor allem durch ein eigenes Icon-Set hervorgerufen wird, und eine etwas andere Software-Auswahl.

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Unsicherer Chromium

So ist neben dem Firefox beispielsweise auch Chromium vorinstalliert, die freie Variante von Googles Browser Chrome. Beide werden um mehrere Privacy-Erweiterungen ergänzt, beispielsweise Privacybadger und Ublock Origin.

Mit dem Chromium-Paket von Debian gibt es jedoch ein Sicherheitsproblem: Es wird von der Distribution schlecht gepflegt und seit Monaten nicht mehr aktualisiert. Entsprechend basiert das Paket noch auf Version 83, während in der aktuellen Version 87 mehrere aktiv ausgenutzte Sicherheitslücken geschlossen wurden. Eigentlich müsste dieses Paket umgehend aus Debian und PureOS entfernt, auf keinen Fall jedoch vorinstalliert werden.

Auf dem Librem Mini kann problemlos auch jede andere Linux-Distribution wie Debian, Ubuntu, Fedora oder Arch Linux installiert werden. Bei der Installation müsse man nur darauf achten, kein UEFI-Boot einzurichten, das unterstütze Purisms abgesicherter Bootvorgang Pureboot nämlich noch nicht, betont Faerber.

Eine freie Firmware

Apropos Booten: Eine Besonderheit des Librem Mini v2 ist die Nutzung der freien Firmware Coreboot. Bisher gibt es kaum Rechner damit, die allermeisten starten mit einem nicht-freien Bios oder mit UEFI. Folglich laufen die meisten Linux-Rechner zwar mit einem Open-Source-Betriebssystem, die Ebene darunter bleibt jedoch Closed Source.

Manche Linux-Hardwarehersteller wie System76 bieten ausgewählte Laptops mit Coreboot an, ansonsten ist die freie Firmware vor allem auf Chromebooks zu finden.

Bei Purism hingegen werden alle Computer standardmäßig mit der freien Firmware ausgestattet. Der Librem Mini dürfte einer der ersten frei verkäuflichen Desktop-Rechner mit Coreboot sein.

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 Librem Mini v2 im Test: Der kleine Graue mit dem freien BiosSicherer mit Pureboot und Librem Key 
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pool 01. Dez 2020

Aber beides sind Nomen im Maskulinum. Ô_o Der Nutzende. Der Nutzer.

DAASSI 30. Nov 2020

Eigentlich ist das doch der einzige Grund überhaupt Intel zu kaufen. AMD hat keine Out-of...

Dystopinator 28. Nov 2020

Wozu genau bitte? Das ist auch ein Fehler in der Politik seine Position nur noch...

Dystopinator 28. Nov 2020

PSP = AMD Platform Security Processor/AMD Secure Technology Ich rechne auch dieses...



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