Phosh liefert eine schöne UI mit Bugs

Als Betriebssystem setzen die Macher des Librem 5 auf ihre eigene Linux-Distribution PureOS, die wiederum auf Debian basiert. Die für das Mobilsystem konzipierte Oberfläche Phosh (kurz für Phone Shell) basiert weitgehend auf Technik aus Gnome 3 und GTK. Die Entwicklung von Phosh hat ursprünglich Purism selbst für Librem 5 initiiert.

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Inzwischen wird Phosh auch auf dem Pinephone genutzt, besonders große Unterschiede in der Umsetzung auf beiden Geräten können wir nicht feststellen. Wie die Pinephone-Community arbeitet das Purism-Team seit Beginn daran, seinen Treibercode für das Smartphone in den Hauptzweig des Linux-Kernels einzupflegen. Darüber hinaus finden die Arbeiten an Phosh selbst natürlich auch in einem offenen Repository statt.

Phosh ist Gnome für das Smartphone

Beim ersten Start des Librem 5 erscheint direkt ein Lock-Screen statt etwa eines Einrichtungsdialogs. Das standardmäßig eingerichtete Passwort "123456" lässt sich nach dem ersten Login unmittelbar ändern. Die PIN der Bildschirmsperre dient auch als Passwort etwa auf der Kommandozeile oder beim Installieren von Software.

Wir hatten beim Start das Problem, dass die Uhr des Librem 5 im Jahr 2062 festhing. Auch das Einschalten der Netzwerksynchronisation in den Einstellungen änderte daran nichts. Wir konnten das Problem der Synchronisation letztlich nur über die Kommandozeile lösen, um überhaupt Updates oder korrekte TLS-Verbindungen im Browser zu erhalten. Zuvor mussten wir das Datum manuell korrigieren.

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Nutzern zeigt die Phosh-Oberfläche am oberen Displayrand eine Statusleiste mit Mobilfunkverbindung, WLAN, Uhrzeit und Akkuladestand. Beim Tippen darauf erscheint ein Schnellwahlmenü für diese Funktionen sowie für die Rotation des Bildschirms, die Helligkeit des Displays oder auch die Lautstärke.

  • Das Librem 5 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Librem 5 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
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  • Das Librem 5 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Das Librem 5 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Beim Tippen auf einen Pfeil am unteren Bildschirmrand erscheint eine Übersicht über die installierten sowie die geöffneten Anwendungen, durch die per Wischbewegung gescrollt werden kann. Für Desktop-Nutzer von Gnome wirken sowohl das Design als auch die Apps selbst schnell vertraut. Es handelt sich um Anwendungen, bei denen lediglich die Ansicht an das deutlich kleinere Smartphone-Format angepasst wurde. Das gilt etwa für die Einstellungen, den Text-Editor, den Taschenrechner oder auch den Software Store.

Viele kleine und große Ärgernisse mit Phosh

Als Browser kommt der schlicht Web genannte Browser des Gnome-Projekts in der aktuellen Version 3.38 zum Einsatz, der früher Epiphany hieß und als Rendering-Engine Webkit verwendet. Der Browser ist simpel und kann funktional keineswegs mit der Mobile-Variante Firefox oder Chrome mithalten. Zum einfachen Surfen reicht er aber völlig aus. Tabs, Lesezeichen, Favoriten sowie eine Synchronisation über Firefox Sync sind vorhanden. Als Suchmaschinen sind Duckduckgo und Qwant voreingestellt.

Alternativ kann Chromium, die freie Variante von Googles Chrome-Browser, nachinstalliert werden - allerdings für den Desktop und in der veralteten Version 87, die mindestens eine Sicherheitslücke enthält, die bereits aktiv ausgenutzt wird. Der Firefox-Browser steht ebenfalls nur in der Desktop-Variante bereit, die wie beim Pinephone minimal an das kleine Display angepasst werden kann.

Viele Kleinigkeiten funktionieren nicht, was bei einer ernsthaften Benutzung im Alltag schnell nervt. Dazu gehört, dass manche Youtube-Videos zwar angeschaut werden können, aber nicht im Vollbildmodus. Mitunter ist auch der Wechsel der Auflösung nicht möglich oder der Browser friert bei der Anzeige der Youtube-Optionen ein.

Lokale Musikdateien können mit dem Librem 5 dagegen recht komfortabel angehört werden. Der Mediaplayer spielte in einem Kurztest mp3-, ogg- und flac-Dateien problemlos ab. Die Darstellung ist schick, die Bedienung einfach. Die internen Lautsprecher sind allerdings deutlich schlechter als die anderer handelsüblicher Smartphones und scheppern unangenehm. Gut gefallen das Terminal sowie die virtuelle Tastatur, die neben unterschiedlichen Sprachen auch spezielle Modi für die Arbeiten auf der Kommandozeile bietet und dies so deutlich vereinfacht.

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 Ein Smartphone-Klotz mit ungewöhnlicher HardwareLibrem 5: kaum Apps, kaum Akku, wenig Sicherheit 
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liquidsky 21. Feb 2021

Ich würde das Pinephone ja gerne verwenden als tägliches Gerät, es ist aber wirklich...

Bigfoo29 19. Feb 2021

Ich hatte mich bisher rausgehalten... aber ja, ich kenne auch jemanden, der ~4500 RMB...

vasjugan 15. Feb 2021

Was KDE Mobile betrifft, kann ich dem nicht zustimmen. Ich habe Plasma mobile jetzt...

Schnarchnase 14. Feb 2021

Sag doch einfach mal nichts, wenn du die Aussage auf die du reagierst komplett ignorierst.



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