Alleinstellungsmerkmale des Librem 5

Wirklich einzigartig am Librem 5 sind unabhängig von allen anderen Überlegungen die Hardware-Schiebeschalter am Gehäuse, um bestimmte Funktionen an- beziehungsweise abzuschalten, was vor allem mit Blick auf die Privatsphäre wichtig ist. Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass nicht die ganze Zeit ein Mikrofon mitlauschen kann, das potenziell zur Überwachung genutzt werden könnte. Das gilt natürlich analog für das Modem wie auch die WLAN-Bluetooth-Kombination.

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Böse formuliert sind moderne Smartphones schlicht Wanzen, die praktischerweise auch noch den ganzen Tag mit herumgetragen werden. Das physisch abschalten zu können, wünschen wir uns auch bei anderen Smartphones, zumindest bei solchen, die auf Datenschutz und Sicherheit getrimmt sind. Außer den Versuchen des Pinephones bietet dies derzeit kein Hersteller.

Allerdings bereitet beim Librem 5 die Software Probleme: So stürzte das Gerät oder das WLAN mehrfach ab, wenn wir WLAN und Bluetooth erst deaktivierten und dann wieder aktivieren wollten. Das versprochene und von uns erwartete schnelle Ein- und Ausschalten der Funktionen lässt sich so kaum nutzen. Erst ein Neustart lässt uns wieder im Internet surfen. Das verwundert mit Blick auf Laptops mit WLAN-Hardwareschaltern, deren Unterstützung unter Linux-Distributionen eigentlich kein Problem ist.

  • Das Librem 5 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
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  • Das Librem 5 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Librem 5 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Das Librem 5 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Auch unabhängig von den Schaltern haben wir immer wieder mal Probleme mit den Funkverbindungen. So läuft die Bluetooth-Verbindung zu einem unserer Headsets unter Umständen nur mit Verzögerungen und nervigen Audio-Artefakten. Das WLAN stürzt mitunter einfach spontan ab und ist offenbar sehr anfällig für Störungen. So reichen etwa schon zwei Holztüren in der Wohnung für einen Verbindungsabbruch zum Access Point aus, was mit den Linux-Laptops oder Android-Telefonen nicht passiert.

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Das Librem 5 wird zwar nicht mit einem USB-C-Dock ausgeliefert, unterstützt die Nutzung solcher Geräte aber prinzipiell. Als Videosignal wird dabei jedoch nur der HDMI Alternate Mode per USB-C unterstützt, nicht Displayport. Die Nutzung als Desktop-Ersatz über ein einziges USB-C-Kabel an unserem Arbeitsmonitor von Eizo, wie mit dem Laptop im Arbeitsalltag, gelingt damit jedoch nicht, da der Monitor per USB-C eben ein Displayport-Signal erwartet.

Mit dem richtigen Adapter für USB-C auf HDMI läuft dann aber auch ein externer Monitor an dem Librem 5. Je nach Display und angeschlossener Peripherie haben wir hier jedoch ebenfalls mit Fehlern zu kämpfen. An dem Eizo mit 4K-Auflösung sehen wir etwa nur ein flackerndes Bild. Andere Monitore können wir hingegen problemlos betreiben.

  • Das Librem 5 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
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  • Das Librem 5 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Das Librem 5 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Erfreulich dabei ist, dass das Librem 5, insbesondere die GPU, stark genug ist, uns stabil ein Bild in Desktop-Größe zu zeigen. Der von den Ubuntu-Phone-Machern einst versprochene und von Android-Herstellern nie tatsächlich gelieferte Convergence-Mode zur Nutzung des Smartphones als klassischer Linux-Desktop scheint damit erstmals wirklich greifbar.

Noch scheitert das jedoch an der schlechten Software-Integration. So werden auf dem angeschlossenen Display die üblichen Steuerungselemente des Gnome-Desktops nicht angezeigt und auch die Anwendungen starten weiter in der Mobil-Ansicht. Eine dynamische Anpassung an das Einsatzszenario an einem Monitor existiert derzeit also noch nicht.

Genau das erscheint nun aber eben erstmals im Rahmen des Möglichen. Leichtere Büroarbeiten, Browsen oder das Ansehen von Videos auf einem großen Display könnten also in nicht allzu ferner Zukunft auch mit dem Librem 5 ähnlich komfortabel möglich sein, wie etwa mit dem Raspberry Pi. Letzterer eignet sich aber natürlich nicht als Smartphone.

Echtes Linux als Basis

Die technische Grundlage, die das möglich macht, ist ebenfalls fast einzigartig. So ist das größte Problem eines langfristigen Supports, auch für Android-Geräte, bisher die fehlende Treiberunterstützung im Hauptzweig des Linux-Kernels. Problematisch ist hier bisher vor allem der GPU-Treiber. Deshalb setzt das Librem 5 auf den SoC von NXP, der dank Reverse Engineering bereits seit längerem von Linux unterstützt wird. Das kommt auch anderen Projekten wie dem Selbstbau-Laptop MNT Reform (Test) zugute. Das Purism-Team arbeitet darüber hinaus weiter an offenen Treibern und der Unterstützung weiterer Hardware.

Dies führt wie schon beim Pinephone dazu, dass sich Linux-Desktop-Nutzer wohl schnell mit dem Gerät zurechtfinden können. Denn wie erwähnt läuft auf dem Librem 5 ein Debian, wir können also auch leicht SSH-Zugänge nutzen, Config-Dateien verändern oder die üblichen und bekannten Administrationswerkzeuge auf der Kommandozeile nutzen. Darüber hinaus lassen sich damit dann natürlich auch weitere eigene Linux-Experimente umsetzen.

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 Librem 5 im Test: Der Traum vom Linux-Phone bleibt noch unerfülltEin Smartphone-Klotz mit ungewöhnlicher Hardware 
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liquidsky 21. Feb 2021

Ich würde das Pinephone ja gerne verwenden als tägliches Gerät, es ist aber wirklich...

Bigfoo29 19. Feb 2021

Ich hatte mich bisher rausgehalten... aber ja, ich kenne auch jemanden, der ~4500 RMB...

vasjugan 15. Feb 2021

Was KDE Mobile betrifft, kann ich dem nicht zustimmen. Ich habe Plasma mobile jetzt...

Schnarchnase 14. Feb 2021

Sag doch einfach mal nichts, wenn du die Aussage auf die du reagierst komplett ignorierst.

linmobnet 11. Feb 2021

Bitte einmal den Wikipedia-Artikel zu Gemeinnützige GmbH durchlesen, danke.



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